BAUM & ZEIT

BAUMKRONENPFAD  BEELITZ-HEILSTÄTTEN

Download
BuZ_Lageplan_2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.5 MB

 

baumundzeit.de

  


Fotos ©Baum&Zeit

 

 

Die Ein-Millionste Besucherin auf dem Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten
 

Baum & Zeit   Pressemitteilung  04.08.2020

 


Groß war die Überraschung für Teresa Döring (38) und ihre Familie, als sie am späten Montagnachmittag von den Inhabern des Baumkronenpfades BAUM & ZEIT, Beate und Georg Hoffmann, als Ein-Millionste Besucherin persönlich empfangen wurde. Von Beate Hoffmann bekam die Berlinerin einen Präsentkorb und Jahreskarten für die ganze Familie überreicht.
 
Die Familie aus Berlin-Karlshorst macht gerade „Urlaub in der Heimat“ in Ferch am Schwielowsee. Gemeinsam mit Ihrem Mann Michael (41) und den Kindern Marlene (8) und Noah (11) hatte sich die 38-Jährige zu einer spontanen Radtour nach Beelitz-Heilstätten aufgemacht, um die ehemalige Lungenheilstätte aus luftiger Höhe zu erkunden. 
 
„Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“, sagte Michael Döring, als er mit Frau und Kindern von Beate und Georg Hoffmann und deren Sohn Florian über den gerade erst neu eröffneten Teil des Baumkronenpfades geführt wurde. Die Kinder waren begeistert von der Sky-Boa und der Riesenhängematte, den neuen Erlebniselementen des erweiterten Pfades, während die Eltern die neuen Ausblicke und Perspektiven auf die Beelitzer Heilstätten genossen.
 
Nur knapp fünf Jahre nach der Eröffnung des Erlebnisareals wurde die magische Millionen-Besucher-Grenze bereits geknackt. - Ein Erfolg den viele nicht für möglich gehalten hatten. Die Inhaberfamilie Hoffmann glaubte immer an das Projekt und der Erfolg gibt ihnen recht. „Unserer Gäste erkennen die Einmaligkeit dieses Ortes und kommen inzwischen aus ganz Deutschland zu uns.“, sagt Georg Hoffmann.


„Aus einem verlassenen Ort wurde innerhalb kurzer Zeit ein Saved Place und ein touristisches Highlight des Landes Brandenburg.“


„Wir sind das Angkor Wat Brandenburgs.“, sagt Beate Hoffmann mit einem Schmunzeln.
 
Nähere Informationen erhalten Sie auf unserer Website unter www.baumundzeit.de
 

Fotos ©Baum&Zeit

Fotos ©Baum&Zeit

Fotos ©Baum&Zeit

 

Baum & Zeit
Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten
Beate Hoffmann & Georg Hoffmann

 

 


 

Der Herbst wird zum Frühling für Beelitz Heilstätten

Informationen aus unserer Stadt 26. Jahrgang Nr. 09 28. Oktober 2015 BN

 

Der Baumkronen– und Zeitreisepfad sorgt nach seiner Eröffnung für riesiges Interesse und könnte so wichtige Impulse für die Entwicklung der Heilstätten geben. 23 000 Besucher waren bereits im ersten Monat hier

Kühl weht der Wind hoch über Heilstätten. Er zwickt im Gesicht und bringt die Baumkronen zum Rauschen - während die tiefstehende Herbstsonne die bunten Blätter leuchten lässt. Wie ein Gemälde kommt die Kulisse daher, eine begehbare Collage aus grünen, gelben, braunen und roten Klecksen, nur hin und wieder durchbrochen von den pittoresken Dächern der historischen Klinikgebäude. Es ist ein atemberaubender Blick, den man vom neuen Baumkronen– und Zeitreisepfad über die Landschaft hat - bis nach Berlin im Norden und den Fläming im Süden. Die Aussicht lockt immer mehr Menschen aus der Region, aber auch weit darüber hinaus, in die Stadt.

„Die Japaner interessieren sich sehr dafür, die mögen das Außergewöhnliche“, sagt Georg Hoffmann und schaut über die Brüstung in die Ferne. 23.000 Gäste seien allein in den ersten vier Wochen seit der Eröffnung Mitte September hier gewesen, berichtet der Chef der Heilstätten Projekt Gesellschaft, die die Anlage errichtet hat und betreibt. Und die Rückmeldungen sind durchweg positiv. „Alle Achtung!“, schreibt zum Beispiel eine Besucherin im sozialen Netzwerk Facebook. „Es ist auch wirklich einen Besuch wert“, bemerkt eine andere. Für Georg Hoffmann sind solche Stimmen Bestätigung dafür, dass er mit seiner Vision vom Wandel über Heilstätten goldrichtig gelegen hat. Vor vier Jahren war er mit der Idee angetreten, den seit Jahrzehnten leer stehenden A-Quadranten des um 1900 errichteten Klinikkomplexes aus der Höhe erlebbar zu machen und weiterzuentwickeln. Keine leichte Aufgabe: Fördermittel gab es keine und neben den Hürden der Genehmigungsbehörden wurden die Bauarbeiten im Frühjahr dieses Jahres massiv sabotiert:

Die Vandalismus– und Partyszene, die sich hier über die Jahre frei entfalten konnte, wollte das Gelände nicht preisgeben: So wurde unter anderem der Eingang der ehemaligen Chirurgie zerstört sowie immer wieder die Zäune, mit denen die Gebäude gesichert wurden. Dem Spuk konnte erst durch verstärkte Polizeipräsenz und die erfolgreiche Ermittlung der Täter ein Ende bereitet werden.

Insoweit hat der Baumkronenpfad, der seit dem Sommer in Rekordzeit errichtet worden ist, die Heilstätten zurück in die Mitte der Gesellschaft geholt. Heute sieht man Senioren, junge Paare und Familien mit Kindern flanieren. Es herrscht eine stille, fast andächtige Atmosphäre: In Anbetracht der altehrwürdigen Gebäude und der intensiven Nähe zu den hohen Bäumen redet man automatisch leiser, hält immer wieder inne und staunt. „Für Botaniker ist hier vieles interessant“, erläutert Georg Hoffmann. Er zeigt auf eine Kiefer, die bis zur Krone von einer Schlingpflanze eingewachsen ist. Vom Boden aus wäre das den wenigsten aufgefallen. 40 verschiedene Baumarten gibt es hier, zwischen Kiefern und Fichten stehen Tannen, Roteichen, Buchen und viele weitere Arten. „Der Bestand wird zurzeit erfasst. Wir wollen in Zukunft thematische Führungen dazu anbieten.“

Das für die meisten wohl spannendste Erlebnis aber ist der Blick in die zum Teil verfallenen Häuser. Der Pfad führt über die Frauenheilstätte A3, deren Dach zum Ende des Zweiten Weltkrieges von Bomben hinweggerissen wurde. Dafür ist über die Jahrzehnte ein Wald auf dem Gemäuer gewachsen, hat sich die Natur das Haus einverleibt. Mitten in diesem einzigartigen Hochwald steht noch heute ein rostiges Bettgestell. Ein Stück weiter erhascht man einen Blick direkt in die oberen Räume. Ein Graffit i-Auge blickt von einer Wand aus zurück. „Es ergeben sich völlig neue Sichtbeziehungen. Und auch die Graffiti sind ein Teil der Geschichte dieses Ortes“, findet Hoffmann.

Mit dem 300 Meter langen Abschnitt des Baumkronenpfades und dem Aufgangs– und Aussichtsturm ist ein neues Kapitel in der wechselvollen Geschichte der Heilstätten angestoßen worden. Der Hochweg soll in Zukunft auf bis einen Kilometer Länge erweitert werden, die Gebäude will die HPG entwickeln. Die ehemaligen Liegehallen haben nach der Rekonstruktion jetzt schon eine neue Funktion: als Kassenhaus, Ausstellungspavillon und Kiosk. Die großen Häuser sollen folgen:

Gewerbe, Gastronomie und Wohnen könnten dort bald Platz finden. „Wichtig wäre, dass die Anlage bewohnt wird, dass sie lebt“, wünscht sich Georg Hoffmann. Ein Stück weit ist dieses Ziel schon erreicht. Allein an diesem Montag kommen 700 Besucher. „Manche sind nicht zum ersten Mal hier“, erläutert der Geschäftsführer. Denn jeden Tag sehe man neue Dinge - je nach Tages-, Jahreszeit oder Wetterlage. Auch er selbst sei immer wieder überrascht. Zu den ersten Besuchern im September gehörte Bürgermeister Bernhard Knuth: „Für Beelitz, seine Bürger und Unternehmen ist die Anlage in eine unschätzbare Bereicherung“, erklärte er. „Nach Jahrzehnten des Leerstandes können die Gebäude endlich gesichert und entwickelt werden.“ Zudem werde für Ausflügler der Beelitz- Besuch durch den Baumkronenpfad unvergesslich.

„Man erlebt, wie Natur und Geschichte ein spektakuläres Bild geschaffen haben, das gerade jetzt im Herbst in den schönsten Farben gemalt wird.“

Und davon wird sich noch so mancher überzeugen wollen - egal, wo er wohnt.