Landesgartenschau-Signet, eine Kombination aus Spargel, Kirchturmspitze und Blumen
Landesgartenschau-Signet, eine Kombination aus Spargel, Kirchturmspitze und Blumen

 

Beelitz  25.09.2020

Die Beelitzer Vielfalt im Garten der Ortsteile
 
Von Dorf zu Dorf in nur wenigen Schritten – auf der Landesgartenschau 2022 wird das möglich. Wenn die Spargelstadt zum „Gartenfest für alle Sinne“ lädt, dann sind natürlich auch die Ortsteile dabei und präsentieren sich mit allem, was sie ausmacht – im „Garten der Ortsteile“, aber auch darüber hinaus. Die Beteiligung der insgesamt zwölf größeren und kleineren Orts- mit ihren Gemeindeteilen nimmt jetzt konkrete Formen an.

 

www.ein-gartenfest-fuer-alle-sinne.de
 

interner Link : BEELITZER ORTSTEILE


Herzstück der Präsentation im Ortsteilgarten wird ein eigener Pavillon, in dem sich die Beelitz-Dörfer sowie die beiden größeren Ortsteile Beelitz und Fichtenwalde an jeweils zwölf Tagen dem Laga-Publikum vorstellen können. Die Reihenfolge wurde in dieser Woche unter den Ortsvorstehern ausgelost: Den Anfang machen am 1. Mai 2022 die drei sächsischen Dörfer Busendorf, Kanin und Klaistow. Danach ist Fichtenwalde an der Reihe. Ende Mai übernimmt Zauchwitz mit Körzin das Ruder, bevor im Juni Buchholz und Wittbrietzen an der Reihe sind. Im Juli präsentieren sich Salzbrunn und Schlunkendorf, danach Rieben und der Ortsteil Beelitz mit Heilstätten und Schönefeld. Ende August ist dann Reesdorf dran, bevor im September Schäpe und dann bis zum 2. Oktober Elsholz das Programm gestalten.
 
„Unsere Ortsteile haben so unwahrscheinlich viel zu bieten, so viele Dinge, die sie einzigartig machen“, schwärmt  Bürgermeister Bernhard Knuth, „und das wollen wir den vielen Besuchern auch zeigen.“ Dazu gehört die teilweise sehr unterschiedliche Ortsgeschichte, aber auch die heutige Einwohnerstruktur sowie das Vereinsleben und die lokale Wirtschaft. Die Ortsteile haben den Ball längst aufgenommen und gehen nun in die Planungen. „In den kommenden Wochen wird der Ortsbeirat die Fichtenwalder Vereine, Arbeitsgruppen und Einrichtungen für die weiteren Planungen mit ins Boot holen und auch eine Einwohnerversammlung soll dazu noch stattfinden“, erklärt zum Beispiel Fichtenwaldes Ortsvorsteherin Petra Rimböck in einem Aufruf an die Bürger.
 
Der Ortsteilgarten wird auf dem Laga-Gelände einen besonders exponierten Platz bekommen: Auf dem Veranstaltungsareal, unweit der Hauptbühne. Auf dem Areal, das mit dem Alten Klärwerk seit Jahrzehnten brach liegt, haben dieser Tage die Abbrucharbeiten begonnen. Aus einigen der Betonbrocken, die dabei anfallen, werden Exponate: Der Elsholzer Maler und Grafiker Heinz Schultze wird sie mit den Wappen der Orts- und Gemeindeteile verzieren. So wird ein Stück der alten Bausubstanz gleich wiederverwendet und bleibt vor Ort, um die Ortsteile zu symbolisieren. Aber nicht nur Betonstücke werden wiederverwendet: Das alte Klärbecken wird zur Landesgartenschau zum Ausstellungsraum für Wasserpflanzen, der von einer Brücke aus erlebbar wird – eine Lösung, die nicht nur sinnvoller als der Abriss ist, sondern auch günstiger. Die meisten der Ortswappen, die im Ortsteilgarten zu Ehren gelangen, sind übrigens erst in den letzten Jahren durch die professionellen Heraldiker Holstein-Salahor erstellt worden – unter aufwendiger Berücksichtigung der jeweiligen Geschichte und unter Beteiligung der Einwohner.
 
Auch auf der Hauptbühne werden sich die Beelitz-Dörfer wiederfinden, so wird es Programmbeiträge von Vereinen, Künstlern und Köchen geben, aber auch von traditionellen Klangkörpern wie Chören und dem Jugendblasorchester Buchholz oder dem Spielmannszug Beelitz. Die Auftritte erfolgen im Rahmen des „Sommergartens“, der – in Anlehnung an das Konzept des ZDF-Fernsehgartens - an jedem Sonntag auf der Bühne von 11 bis 13.30 Uhr insgesamt 22 Mal stattfinden wird. Darüber hinaus wird das Landesgartenschau-Signet, eine Kombination aus Spargel, Kirchturmspitze und Blumen, in nächster Zeit an prominenter Stelle in den Ortsteilen aufgestellt und schmückt dann zum Beispiel die Dorfplätze oder Kreisverkehre. Produziert werden die Objekte von der Beelitzer Werbefirma Schumach. Letztendlich findet die Laga so Eingang in jede Ecke der Spargelstadt. Und jeder Ort wiederum hält 2022 Einzug auf der Landesgartenschau in Beelitz.

 
Thomas Lähns
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (033204) 39 138
Fax (033204) 39 136
www.beelitz.de

Spargelstadt Beelitz
Berliner Straße 202
14547 Beelitz

 

 

 

 

 

 

 

Beelitz  20.09.2020

 

Wenn Visionen Form annehmen - Im September gab es die ersten

Führungen über das Gartenschaugelände mit Bürgermeister Bernhard Knuth. Die Idee kommt bei den Beelitzern sehr gut an.

Es blüht und summt und wächst und krabbelt allerorten auf dem Beelitzer Gartenschaugelände: Die warme Spätsommersonne regt Bienen, Hornissen, Schmetterlinge und viele andere Insekten noch einmal zur großen Geschäftigkeit an, während sich die Stauden in bunten Farben präsentieren. Man bekommt schon eine gute Vorstellung davon, wie sich das Gelände in zwei Jahren als farbenprächtiger Mittelpunkt des gesamten Landes präsentieren wird... ... weiterlesen ...            Galerie 001

 

 

 

 

 

 

Beelitz  18.09.2020

 

250 Veranstaltungen im Gartenschaujahr - Grüne Liga Berlin übernimmt die Ausgestaltung des Grünen Klassenzimmers
 
Spielend die Natur erfahren, selbst experimentieren, forschen, basteln und seiner Kreativität freien Lauf lassen: Dafür steht das „Grüne Klassenzimmer“, welches seit jeher Teil der Landesgartenschauen in Brandenburg ist. In Beelitz wird es unter dieser Marke im Gartenschaujahr 2022 insgesamt rund 250 Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene zu ganz unterschiedlichen Themen geben. Lernort wird das „Slawendorf“ auf der Archeninsel direkt an der Nieplitz. Das liegt mitten in der Natur und ist zudem ein besonders geschichtsträchtiger Ort: Archäologische Funde belegen, dass hier bereits vor rund 1000 Jahren eine Siedlung lag.
 
Demnächst wird das Programm mit den Kitas– und Schulen in der Region sowie mit Eltern und natürlich den Kindern abgestimmt. Verantwortlich für das Grüne Klassenzimmer wird die Grüne Liga Berlin. Mit dem Umwelt– und Naturschutzverband hat die Landesgartenschaugesellschaft heute eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.
 
„Unsere Landesgartenschau ist von Anfang an auf Nachhaltigkeit angelegt“, erklärt Bürgermeister und erster Laga-Geschäftsführer Bernhard Knuth. „Und was könnte nachhaltiger sein, als bei jungen Menschen das Interesse für unsere heimische Natur– und Kulturlandschaft zu wecken. Mit der Grünen Liga Berlin haben wir dafür einen Partner gewonnen, der wie kaum jemand sonst für diese Themen steht und darüber hinaus über erstklassige Kontakte zu Leuten aus der Praxis verfügt. Mit dem Grünen Klassenzimmer wird unsere Laga nicht nur ein Gartenfest für die Sinne, sondern auch eines für alle Generationen.“
 
Bei der Grüne Liga freut man sich auf die Aufgabe: „Als Netzwerk ökologischer Bewegungen freuen wir uns sehr, die Stadt Beelitz dabei zu unterstützen, auf der Landesgartenschau einen einzigartigen Lernort für alle Generationen zu schaffen“, so die Geschäftsführerin der Grünen Liga Berlin e.V. Sandra Kolberg. „Mit einem starken Netzwerk aus Bildungsakteur*innen in und um Beelitz gestalten wir Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Anfassen und Mitmachen und setzen so die zukunftsorientierten Ziele im Bereich Umweltbildung der Landesgartenschau um.“
 
Die Befragungen an den Bildungseinrichtungen der Stadt nach Themen von besonderem Interesse laufen voraussichtlich bis Jahresende. Danach geht es an die konkrete Planung von Veranstaltungen und Schulprojekten, aber auch von Ferienangeboten und Sonderveranstaltungen. Außerdem werden dafür weitere Partner ins Boot geholt, um den „Unterricht“ mit Leben zu füllen. „Wir legen die Themen langfristig an, fragen wo die Bedürfnisse der Schulen liegen und binden sie bei der inhaltlichen Gestaltung mit ein“, so Mareike Homann, die bei der Grünen Liga Berlin für Umweltbildung zuständig ist. Auch dass unter professioneller Anleitung gekocht wird, liegt in Anbetracht des Gartenschauthemas „Kulinarik“ auf der Hand.
 
Die Veranstaltungen werden ab dem Frühjahr kommenden Jahres in einem Programmheft zusammengefasst, das dann auch landesweit an Kitas, Schulen und weitere Bildungsträger ausgegeben wird.

   

Thomas Lähns Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Beelitz  01.09.2020

Das „Ur-Beelitz“ zwischen Wasser und Wiesen

Archäologische Funde belegen slawische Besiedelung auf der Archeninsel. Dort soll für die Landesgartenschau ein Slawendorf nachgebaut werden

was bisher nur vermutet werden konnte, ist jetzt belegt: Auf der Archeninsel zwischen der Nieplitz und den Beelitzer Bullenwiesen befand sich bis ins Mittelalter hinein eine Siedlung slawischen Ursprungs. Bei Bodenuntersuchungen sind unlängst zahlreiche Keramikscherben, Knochenfragmente und mehrere Holzstämme gefunden worden. „Hier könnte das Ur-Beelitz gelegen haben“, schätzt Grabungsleiter Michael Böhm, der mit der Firma Archäokontrakt die Bauarbeiten auf dem künftigen Landesgartenschaugelände in der Spargelstadt archäologisch begleitet.

In einer Urkunde Kaiser Ottos III. aus dem Jahre 997 ist die Rede von einem „burgwardium belizi“ im slawischen Gau Bloni, also einer größeren Siedlung mit Zentrums- und auch Wehrfunktion. Die Lage zwischen einem Fluss und einem Nebenarm, der hier bis vor mehreren Jahrzehnten mit dem Mühlenfließ abzweigte, wäre eine ideale Voraussetzung gewesen. Dass das heutige Beelitz dann mehrere hundert Meter weiter nordöstlich errichtet wurde, könnte man so erklären: „Möglicherweise ist es in diesem Bereich irgendwann zu feucht geworden und die Menschen sind umgezogen“, schätzt Böhm.

Die Funde könnten vor dem Hintergrund der Landesgartenschau kaum passender sein: Genau an diesem Ort, wo sich die Siedlung nachweisen lässt, entsteht ein Slawendorf. Geplant sind mehrere kleine authentische Bauten aus Holz und Stroh, gruppiert um einen überdachten Dorfplatz. Hier sollen im Rahmen des „Grünen Klassenzimmers“ Schülergruppen einen Einblick in die heimische Natur erhalten, insgesamt 250 Veranstaltungen sind in Zusammenarbeit mit der Grünen Liga geplant. Auch danach soll das „Slawendorf an der Nieplitz“ Kindern und Jugendlichen für den Unterricht zur Verfügung stehen.

„Wir haben unser Slawendorf bewusst an dieser Stelle geplant, da es schon immer hieß, dass sich hier vor langer Zeit eine Burg oder etwas Ähnliches befunden haben muss“, so  Bürgermeister Bernhard Knuth, der zugleich erster Geschäftsführer der Gartenschaugesellschaft ist. „Dass wir nun handfeste Beweise dafür bekommen haben, ist eine kleine Sensation und zeigt, wie wertvoll die Arbeit der Archäologen ist. Nicht zuletzt sind die aktuellen Funde ein weiterer Anhaltspunkt dafür, dass es sich bei dem urkundlich erwähnten „belizi“ tatsächlich um unser Beelitz, oder zumindest eine Vorgängersiedlung an der Nieplitz, handelt.“

Im Grünen Klassenzimmer zur Landesgartenschau wird dann natürlich auch die Stadtgeschichte eine Rolle spielen, und die lässt sich vor dem Hintergrund der aktuellen Funde weiter zurückverfolgen als es jede Chronik schafft. Unter anderem wurden bei den Grabungen mehrere bearbeitete Baumstämme gefunden. Archäologe Böhm vermutet, dass sich an jener Stelle ein Lagerplatz befunden hat. Die Stämme sind innen ausgehöhlt, was darauf hindeutet, dass sie für eine Wasserleitung verbaut werden sollten. Ein weiterer Stamm indes dürfte als Bauholz vorgesehen gewesen sein: Circa fünf Meter lang und im unteren Bereich angekohlt. „Damit wurden Baumstämme konserviert, damit sie unter der Erde nicht schimmeln.“

In einer Schicht, die in rund 40 Zentimetern Tiefe liegt, sind dann noch viele weitere Funde zutage gefördert worden, unter anderem Tierknochen und Werkzeuge wie ein Angelhaken. Auch die verzierten Keramikscherben stützen die These von der slawischen Siedlung, die dann später in eine mittelalterliche übergegangen sein dürfte. In einer noch tiefer gelegenen Erdschicht hat der Archäologe auch vereinzelt bronzezeitliche Keramikstücke gefunden. Erst vor einigen Wochen waren ähnliche Funde rund einen Kilometer flussabwärts bei Grabungen aufgetaucht. Die dortigen Scherben weisen in Verbindung mit Knochenfragmenten auf eine Begräbnisstätte hin. Noch viel älter, nämlich bis zu 9600 Jahre, sind Splitter von Feuerstein, die Michael Böhm auch an der aktuellen Grabungsstelle gefunden hat. Das Material wurde in der Mittelsteinzeit, dem Mesolithikum, für Waffen und Werkzeuge verwendet.

Das allerdings sind nur Indizien und keine echten Befunde. Trotzdem: „Die Menschen haben sich hier scheinbar schon immer wohl gefühlt“, erklärt Michael Böhm. Insgesamt habe man einen guten Ausschnitt der Siedlungsgeschichte finden können. Die Grabungen sind in diesem Bereich mittlerweile abgeschlossen, die Funde sind erfasst, kartographiert und gesichert worden, bleiben größtenteils im Boden. „In 500 Jahren können sich dann die Kollegen weiter darum kümmern“, so der Archäologe. Und bis dahin wird sicher wieder ein bisschen Material dazukommen – was dann unzweifelhaft belegt, dass in Beelitz nicht nur Menschen gelebt, sondern diese sogar eine Landesgartenschau ausgerichtet haben.
 
Thomas Lähns Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Beelitz  -  21.08.2020

"Ein Gewinn für Beelitz und das ganze Land" - Woidke besucht Beelitzer Gartenschaugelände

Weitläufige Parkanlagen vor der Kulisse der Altstadt, viel Natur und jede Menge Kulinarisches aus der Spargelstadt und vielen anderen Regionen: Das und vieles mehr erwartet die Besucher der 7. Brandenburgischen Landesgartenschau, die Beelitz in zwei Jahren für das Land ausrichten wird. Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sich am heutigen Freitagnachmittag vor Ort über den Stand der Vorbereitungen informiert und sich bei einem Rundgang über das Gelände die Ideen der Beelitzer, die immer mehr Form annehmen, erläutern lassen
 
Vom 14. April bis zum 31. Oktober 2022 findet das Großereignis statt, und mittlerweile ist schon ein Viertel des Veranstaltungsgeländes fertig gestellt. Zurzeit laufen Bauarbeiten an der ehemaligen Wassermühle, die während der Schau einen Kunsthof mit Sommergalerie beinhalten wird, sowie am Wegenetz in mehreren Bereichen. Weiter außerhalb an der Nieplitz, die sich durch das gesamte Kerngelände zieht, finden indes noch archäologische Grabungen statt, die bereits belegen: Dort, wo für die Laga ein Slawendorf nachgebaut wird, befand sich vor rund 1400 Jahren wirklich mal eines.
 
Ministerpräsident Dietmar Woidke zeigte sich vom Stand der Vorbereitungen auf die Landesgartenschau 2022 beeindruckt:  „Bei dem Rundgang habe ich mich davon überzeugen können, was die Beelitzer bereits alles auf die Beine gestellt haben.  Das ist angesichts der erschwerten Bedingungen wegen der Corona-Pandemie nicht selbstverständlich.   Mein Dank gilt allen Beteiligten für deren großartiges Engagement. Die Landesregierung steht zur LAGA 2022. Wir wollen damit ein Zeichen der Hoffnung in schweren Zeiten setzen. Das „Gartenfest für alle Sinne“ wird ein Gewinn für Beelitz und das ganze Land sein. Denn die vielfältigen LAGA-Projekte setzen Impulse für die weitere Entwicklung der Stadt und die ganze Region.“

 

„Unsere Vorbereitungen sind längst in die intensive Phase gegangen und auch in den nächsten Wochen und Monaten wird sich sehr viel auf dem Gelände tun“, erklärte  Bürgermeister Bernhard Knuth. So laufen im September die Abbrucharbeiten auf dem Gelände des Alten Klärwerks an, das für die Laga zur Veranstaltungsarena mit Naturbühne umgebaut wird. Auch ein kleiner Kanal direkt an der Altstadt wird entstehen, in dem Kinder barfuß laufen und sich abkühlen können. Im westlichen Bereich wird der Mühlenteich neu angelegt und auch die Themengärten werden weiter Form annehmen.
 
„Wir haben viele Ideen entwickelt, die nicht nur während der Gartenschau die Besucher anlocken werden, sondern die den Beelitzern und Gästen unserer Stadt auch nach 2022 zur Verfügung stehen und die Lebensqualität weiter erhöhen werden“, so der Bürgemeister. „Wir in Beelitz freuen uns schon riesig auf die Laga und sind glücklich, dass wir dieses Ereignis nicht nur für Brandenburg ausrichten dürfen, sondern dabei auch so großartig vom Land unterstützt werden.“
 
Das Leitthema der Laga 2022, die unter dem Motto „ein Gartenfest für alle Sinne“ steht, ist die Kulinarik mit Spargel, Heidelbeeren und vielen anderen ländlichen Erzeugnissen, die an vielen Punkten auf dem Gelände als leckere Gerichte probiert werden können. Zudem werden die heimische Natur und das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spielen. Aber auch die klassischen Gartenschauelemente wird es in Beelitz geben: Auf insgesamt 3500 Quadratmetern werden Blumen im Wechselflor das gesamte Halbjahr über für eine Blütenpracht sorgen, auf weiteren 4800 Quadratmetern sorgen Stauden für dauerhaft schöne Farben vor der Silhouette der Altstadt. Die Hallenschau mit insgesamt 14 unterschiedlichen Ausstellungen im zweiwöchigen Wechsel wird in der Stadtpfarrkirche mitten in der Altstadt für staunende Blicke sorgen, direkt vor der Tür wird sich dann – außerhalb des eintrittspflichtigen Geländes – der Regionalmarkt befinden.
 
Schließlich wird es während der Gartenschau auch zahlreiche Veranstaltungen geben – neben einem regelmäßig stattfindenden Sommergarten mit Gesprächen, Kochshows und Livemusik wird auf dem Veranstaltungsareal im Laga-Jahr der Startschuss für spektakuläre große Konzerte fallen. Und auch hiesige Traditionsveranstaltungen wie das Beelitzer Spargelfest am ersten Juni-Wochenende werden ausgerichtet und das Gartenschauprogramm bereichern.

 

Thomas Lähns Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Minister Axel Vogel - Foto © Rainer Kurzeder
Minister Axel Vogel - Foto © Rainer Kurzeder

 

Beelitz  14.08.2020

Wo Kultur, Natur und Kulinarik aufeinander treffen - Agrarminister Axel Vogel informiert sich in Beelitz über die Vorbereitungen auf die Laga 2022
 
Brandenburgs Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Axel Vogel (Bündnis ’90 / Die Grünen)‚ hat sich heute bei einem Besuch in Beelitz ein Bild von den Vorbereitungen auf die Landesgartenschau 2022 gemacht. In nicht einmal mehr zwei Jahren richtet die Spargelstadt das Großereignis unter dem Motto „Ein Gartenfest für alle Sinne“ aus und rechnet für den Ausstellungszeitraum vom 14. April bis zum 31. Oktober mit mehreren Hunderttausend Besuchern.
 
Die beiden Geschäftsführer der in diesem Jahr gegründeten Landesgartenschau Beelitz GmbH, Bürgermeister Bernhard Knuth und Peter Krause, stellten das Konzept vor und erklärten unter anderem, dass Beelitz vor allem mit den vielen regionalen Erzeugnissen bei den Besuchern punkten will. So wird es über die übliche Garten- und Blumenschau hinaus viele Produkte aus Beelitz, der Umgebung und vielen anderen Ecken Brandenburgs zu probieren geben. Auch die Stadtgeschichte und die BEELITZER ORTSTEILE werden eine Rolle spielen, ebenso wie die Lage der Stadt im Landschaftsschutzgebiet und speziell dem Naturpark Nuthe-Nieplitz. Auch die Nachhaltigkeit wird ein großes Thema sein, so kommen unter anderem Windräder in Blumenform zum Einsatz und liefern Strom, und für die Erreichbarkeit der Laga soll verstärkt auf Alternativen zum Auto gesetzt werden – indem das Radwegenetz weiter ausgebaut wird und im Laga-Jahr Busse und Bahnen eine noch einfachere Verbindung nach Potsdam und Berlin schaffen.
 
Das künftige Gartenschaugelände erstreckt sich über rund 15 Hektar zwischen der Altstadt und dem Beelitzer Flüsschen, der Nieplitz, und ist schon jetzt in einigen Bereichen so gut wie fertig. Unter anderem wurden Wege angelegt, vorhandene Biotope hergerichtet und zusätzliche Bäume gepflanzt. Die Nieplitz selbst wird derzeit im Bereich des Laga-Geländes renaturiert. Erlebbar wird sie durch eine Steintreppe, von der aus man eine gute Sicht auf den Fluss hat, und auch von Fußgängerbrücken, die künftig die Gartenschaubereiche miteinander verbinden werden.
 
Minister Axel Vogel gab sich von den Plänen beeindruckt: „Man kann schon begeistert sein von der Verknüpfung von Kultur- und Naturlandschaft, die hier gegeben ist - vom gärtnerischen Wirken auf der einen Seite und unbearbeiteter Landschaft auf der anderen. Der  Übergang zwischen Stadt und Fluss ist ein ganz besonderes Moment. Was ganz wichtig ist: Auch wenn die Gartenschau vorbei ist, bleibt alles für die Bürgerinnen und Bürger erlebar. Und die Bereiche auch schon während der Laga für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren generell kostenlos zu öffnen, ist genau das, was wir brauchen.“
 
Bürgermeister Bernhard Knuth freute sich über die Gelegenheit, die Ideen präsentieren zu können: „Neben dem, was eine Gartenschau normalerweise ausmacht, haben wir auch viele unkonventionelle Ideen einfließen lassen, welche die Beelitzer Laga zu etwas ganz besonderem machen werden. Das wir zum Beispiel Lebensräume von Tieren und Pflanzen, die vor unserer Haustür liegen, behutsam für Menschen erlebbar machen, ist eine großartige Chance. Schon die Vorbereitungen machen unheimlich viel Spaß, auch weil sich so viele Menschen, Unternehmen und Vereine daran beteiligen. Ich bin mir ganz sicher, dass wir aus unserer Stadt heraus mit der starken Unterstützung des Landes etwas Tolles für viele Besucher schaffen werden.“ 

 

 

siehe auch Bodenrichtwerte zeigen Erfolg der Stadtentwicklung in Beelitz

 
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Stille Konzerte im Park an der Nieplitz


Rund um das Wäldchen wurden vier italienische Skulpturen aufgestellt

Informationen aus unserer Stadt 28. Jahrgang | Nr. 6 | 30. Juni 2020 BN

Im Moment stehen sie noch sicher eingepackt auf ihren Sockeln in den Rondellen rund um das Wäldchen an der Nieplitz. Doch zur Landesgartenschu sollen sie vier Musiker-Skulpturen aus Kalkstein voll zur Geltung kommen und auf der Brandenburgischen Gartenschau ein wenig italienisches Flair verbreiten. Hergestellt wurd sie von der Firma Gardenforest in der Toskana. Bürgermeister Bernhard Knuth hatte deren Arbeit bei einem Urlaub kennengelernt und überlegt, dass solche Blickfänger auch gut an die Nieplitz passen würden. Im Mai sind sie nun geliefert und auch gleich aufgestellt worden.

 

 

 

 

 

 

Beelitz - 2020

Gartenschaugelände wird künftig bewacht

Die liebevolle Gestaltung des künftigen Beelitzer Gartenschaugeländes und der Altstadt insgesamt ruft offensichtlich die ersten Randalierer auf den Plan: Auf den neuen Laternenmasten im künftigen Bürgerpark wurden in den letzten Nächten Farbschmierereien hinterlassen, eine der Holzbänke wurde angeschmort – und nun haben die Täter auch noch eine Spargelskulptur aus dem Boden herausgerissen und kopfüber im Altglascontainer versenkt. Die Stadt will solchen Umtrieben von Anfang an entschlossen entgegentreten und lässt unter anderem das Laga-Gelände nun nachts von einem Wachschutzunternehmen beaufsichtigen.

„Ich kann nicht verstehen, wie manche mutwillig Dinge angreifen, welche die Lebensqualität für uns alle in der Stadt verbessern sollen“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. „Die Zerstörung von Allgemeingut ist weder witzig noch irgendein Ausdruck von Stärke. Es ist im Gegenteil einfach nur feige und zeugt von sehr geringem Selbstbewusstsein, sich heimlich an solchen Sachen zu vergehen. Leiden müssen wir letztendlich alle darunter.“

Zu den Gegenständen, die offenbar eine große Anziehungskraft auf die Randalierer ausüben, gehören immer wieder auch Kunstgegenstände wie die neuen Statuen, welche vor rund zwei Wochen in den Rondellen an der Nieplitz aufgestellt worden sind. Diese sind zum Schutz vor Wetter und Vandalismus noch in Folie verpackt, eine davon hatte man schon versucht, auszuwickeln. Wiederholt das Ziel von Angriffen war auch die Skulptur im Wasserturmpark gewesen, sogar geschossen wurde auf den „Apoll“, der auf halber Höhe der Treppenanlage steht – wie auch auf die Laternen, die das Gelände beleuchten.

„Wir werden solche Angriffe nicht einfach hinnehmen“, erklärt der Bürgermeister. „Sollte jemand dabei erwischt werden, wie er sich mutwillig an öffentlichem Eigentum vergreift, wird diese Person angezeigt und knallhart zur Begleichung jener Kosten herangezogen, die sie verursacht hat.“  Der Bürgermeister betont, dass die Stadt immer sehr kulant ist, wenn sich Gruppen von vornehmlich jüngeren Leuten auf öffentlichen Plätzen aufhalten und dabei auch mal über die Stränge schlagen. Hinterlassenschaften wie Pizzakartons und haufenweise Flaschen wie zum Beispiel im Lustgarten werden morgens ohne großes Aufhebens vom Bauhof weggeräumt. „Wir alle waren mal jung und haben uns sicher auch nicht immer so benommen, wie man es von uns erwartet hat“, so Bernhard Knuth.

Auch dass das künftige Gartenschaugelände im ersten fertiggestellten Bereich nicht einfach komplett abgeriegelt wird, ist ein Zugeständnis an die Bürgerschaft. Viele nehmen das Angebot dankbar an und gehen auf den neuen befestigten Wegen an der Nieplitz spazieren und verfolgen gespannt, wie sich der Bereich weiterentwickelt oder sie nutzen die Strecke als Abkürzung, um auf die Wiesen außerhalb der Altstadt zu gelangen. Das soll auch weiterhin so bleiben, nicht zuletzt weil eine gewisse Belebung Randalierer fernhält. Sollten die dann meinen, dafür nachts ihr Unwesen treiben zu müssen, könnten in Zukunft sie es sein, welche eine böse Überraschung erleben.  

beelitz.de

 

 

 

 

 

 

Interessengemeinschaft Landesgartenschau Beelitz   IG

 

Ideengeber, Programmgestalter, Botschafter - wie sich die Beelitzer zur Landesgartenschau einbringen wollen          

Für die Landesgartenschau in Beelitz gibt es ordentlich Rückenwind aus der Bürgerschaft: 70 Interessierte waren am Dienstagabend in der Alten Posthalterei zusammengekommen, um gemeinsam mit Vertretern der Stadt und der Laga-Gesellschaft zu erörtern, wie sie sich und ihre Ideen einbringen können. Der Abend war ein erster Schritt auf dem Weg zu einer „Interessengemeinschaft Landesgartenschau Beelitz“: Kontaktdaten wurden erfasst, Ideen aufgenommen und noch einmal der Stand der Planungen erläutert.

Möglichkeiten der Beteiligung, so wurde deutlich, gibt es viele: ob jemand als Botschafter die Werbetrommel für Beelitz im Urlaub oder auf Messen rührt, als Alteingesessener mit seinem Wissen über die Stadt Gästeführer für das Gartenschaujahr schult, oder seinen „grünen Daumen“ auf dem Veranstaltungs-Gelände im „Bürgergarten“ zum Einsatz bringt. Helfen können Interessierte auch, wenn sie ihren Kleingarten auf oder am Laga-Gelände für Besucher herrichten – vielleicht sogar öffnen. Auch über Möglichkeiten des Sponsorings, zum Beispiel einzelner Bäume oder Stauden, vielleicht auch Bänke, wurde gesprochen, immerhin kann man so etwas Dauerhaftes für die Nachwelt schaffen und sich mit Namen auf einer Plakette verewigen.

Einige sind mit ihren Ideen recht konkret, so hat der Verein Blühstreifen Beelitz schon ein Konzept, wie die Ortsteile eingebunden werden können, erklärte der zweite Vorsitzende Lutz Pahl. Derzeit bereitet der Verein einen Naturlehrpfad vor. Andere Vereine indes könnten sich am Programm während der Gartenschau-Monate beteiligen, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth. Auf der Grünen Woche habe man gerade erst wieder erleben können, wie eindrucksvoll Carneval Club, die Burning Ropes der SG Beelitz oder der Spielmannszug das Publikum unterhalten. Als feste Institution soll während der Laga-Monate ein „Sommergarten“ immer sonntags zur gleichen Zeit, aber mit wechselnden Akteuren auf die Beine gestellt werden.

Andere erklärten sich bereits vorab bereit, auch Verantwortung zu übernehmen. So wird die langjährige Stadtverordnete und pensionierte Lehrerin Christel Niederland die inhaltliche Ausgestaltung des Grünen Klassenzimmers koordinieren. Kathleen Exner von der gleichnamigen Beelitzer Bäckerei schlug vor, dass man aus dem Obst, das an den vielen Bäumen im Stadtgebiet anfällt, einen großen Apfelkuchen backen und das auch gleich mit einem Event verbinden könnte. Und die Beelitzerin Nicole Hahn sprach sich dafür aus, zusätzliche Attraktionen für Kinder zu schaffen – zum Beispiel mit Flößen auf dem dann wiederhergestellten Mühlenteich.

Ein Teil der Ideen, die geäußert wurden, ist indes bereits berücksichtigt: So wird die Einrichtung eines Fahrradverleihsystems derzeit gemeinsam mit den Städten Trebbin und Luckenwalde vorbereitet. Und auch an Ladesäulen für Elektrofahrzeuge auf dem großen Parkplatz in der Trebbiner Straße – der nach der Laga als Reisemobilstellplatz genutzt werden soll – ist gedacht. Die Verkehrsanbindung der Ortsteile soll zum einen mit den vorhandenen Plus-Bus-Linien zum anderen mit einem Spargelshuttle, das auch die Höfe anfährt, ermöglicht werden. Und wie sieht es mit Übernachtungskapazitäten aus? „Ich würde mir private Investoren sehr wünschen“, sagte Bürgermeister Knuth, „aber wir als Stadt können kein Hotel bauen“. Immerhin: Private Herbergsbetreiber können sich Investitionen in ihre Zimmer unter anderem vom Landkreis bezuschussen lassen. Und der Tourismus ist schon jetzt nicht nur zur Spargelsaison im Aufwind.

Die Ideen der Bürger sollen nun im Rathaus ausgewertet und die nächste Veranstaltung vorbereitet werden – dann vielleicht auch schon in einzelnen Gruppen, je nach Interessenschwerpunkten. Das soll aber niemanden hindern, schon selbst aktiv zu werden, unterstrich der Bürgermeister: „Fangt an, bringt etwas auf den Weg. Ihr habt die Stadt dafür an Eurer Seite.“


19.02.2020   Thomas Lähns  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  Tel. (033204) 39 138  Fax (033204) 39 136   Spargelstadt Beelitz   Berliner Straße 202  14547 Beelitz
  

 

 

 

 

 

Wo die Ortsteile zusammentreffen

Informationen aus unserer Stadt 27. Jahrgang | Nr. 10 | 27. November 2019 BN

Für die Landesgartenschau wurden jetzt konkrete Pläne vorgestellt - und erläutert, wie sich
Bürger, Vereine, Unternehmen und die Beelitzer Dörfer einbringen können

In drei Jahren halten die Ortsteile Einzug in Beelitz: Unweit der Nieplitz wird der Grundriss der Gesamtstadt nachempfunden, mit Wegen im Verlauf der Verbindungsstraßen und mit kreisrunden Beeten, die entsprechend der Lage der Dörfer angeordnet werden. In deren Mitte stehen kleine Kirchen und im Herzen der Miniaturstadt befindet sich eine Präsentati-onsfläche, die über ein halbes Jahr von jedem Ortsteil im Wechsel mit Leben gefüllt wird.


Die Landesgartenschau 2022 wird mehr als eine Präsentation des gärtnerischen Berufsstandes in Brandenburg - sie wird ein Podium für die gesamte Region, für die vielen kulinarischen Erzeugnisse und vor allem für die Spargelstadt selbst. Während die vorbereitenden Arbeiten im ersten Abschnitt des Kerngeländes - vom Wegebau über das Aufschütten der Fläche bis hin zur Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern - jetzt abgeschlossen sind, hat die Beteiligung der Bürger begonnen. Ende Oktober wurden der aktuelle Stand öffentlich vorgestellt - im Hauptausschuss und bereits kurz zuvor in einer Bürgerversammlung.


Dabei musste zunächst erstmal mit zwei Gerüchten aufgeräumt werden, die letzthin in der Stadt die Runde machten: Das Spargelfest wird selbstverständlich auch im Jahr 2022 stattfinden, größer und bunter als sonst, wie Bürgermeister Bernhard Knuth unterstrich. Und der Altstadtspielplatz wird nicht verschwinden, sondern zugunsten des Gartens der Ortsteile nur um einige Meter versetzt - und in dem Zuge auch gleich modernisiert und erheblich erweitert. Laut Bürgermeister sind allein dafür 500.000 bis 600.000 Euro eingeplant. Der Spielplatz wird an den jetzigen Standort des Freibades ziehen, für das demnächst am Fuße des Beelitzer Wasserturms Ersatz geschaffen wird (siehe Beitrag S. 6).


Neben den Ortsteilen werden sich aber auch Gastronomen und Städte aus dieser und anderen Regionen Brandenburgs in Beelitz wiederfinden, so wird in der Mauerstraße ein „Städtegarten“ angelegt, in dem diese sich präsentieren können. Dort, wo das einstige Mühlenfließ mit einem plätschernden Wasserlauf nachempfunden wird, flanieren die Gäste auch bis zur Wassermühle, die bis 2022 ebenfalls saniert wird.


Im Mühlengarten entsteht dann eine weitere Besonderheit: Ein Tapas-Garten, in dem man mit dem Gaumen die Stadt erkunden kann. In einer Außenküche werden von Spargelhöfen, Gastronomen und Vereinen Spezialitäten als Häppchen zubereitet. „Der Mühlengarten eignet sich sehr gut, da er von einer Mauer umgeben ist und so einen Raum darstellt, der in der Nachnutzung ohne weiteren Aufwand im besonderen Zusammenhang mit der Mühle nutzbar ist“, sagte Agnes Graming-Steinland im Hauptausschuss. Als Mitglied des Strategieteams liefert sie die kreativen Ideen für die Ausgestaltung der Gartenschau. Neben den Beelitzer Spezialitäten in Tapas-Form wäre der Mühlengarten auch ein geeigneter Ort für Kochkurse, eine Rezeptbörse oder eine Themenkü-che, in der Schulklassen kochen oder Speisen unter konkreten Gesichtspunkten wie „Ernährung der Zukunft“ oder „Gesundes Essen“ zubereitet werden.


Aber nicht nur Ortsteile, Landwirte und Gastronomen sollen bei der Landesgar-tenschau mit eingebunden werden, das wurde vor allem auf der Bürgerversammlung deutlich. Letztendlich sei die Unterstützung jedes Bürgers willkommen - in welcher Form auch immer. Bürgermeister Knuth verwies als Beispiel auf einen Bürger aus Seddin, der bereits angeboten hat, eine Feldbahn auf dem Gartenschaugelände einzusetzen. Beelitzer Akteure wie Karnevalisten, Spielmannszüge und andere Kultur-schaffende können sich auch bei den geplanten Open-Air-Veranstaltungen einbringen - denkbar wäre ein „Sommergarten“, der immer sonntags von 11 bis 14 Uhr stattfindet, in Zusammenarbeit mit den Medien vielleicht sogar übertragen wird. „Wir haben so viel zu bieten - da brauchen wir Sie“, erklärte Bernhard Knuth den Beelitzern.


Vom Heimatverein wurde an dem Abend bereits angeboten, einmal im Monat während der Laga extra Führungen anbietet. Das passt auch zur Idee, „interessierte Laga-Botschafter“ aus der Bürgerschaft einzusetzen, die authentisch und leidenschaftlich über die Stadt informieren und für Beelitz werben. Als öffentliche Anlaufstelle für die Abgabe von Ideen und Vorschlägen der Bürger könnte im Stadtzentrum ein Info-Pavillon aufgebaut werden.


Das große Ganze erläuterte indes Uwe Brzezek vom Büro Plancontext im Hauptausschuss: Demnach liege ein Vorteil am künftigen Kerngelände im bereits vorhandenen Bestand an Bioto-pen, aber auch den Kleingärten. Die bleiben alle erhalten - und im Idealfall lassen sich die Eigentümer dafür gewinnen, sich gestalterisch zu beteiligen. „Wir haben auf dieser Grundlage die Parklandschaft behutsam geformt“, er-läuterte er. So wird es vor allem im östlichen Teil intensiv gestaltete Bereiche geben - mit Beeten, Spiel– und Aufenthaltsflächen. Anhand der bereits asphaltierten Wege kann man bereits erahnen, wie es hier mal aussehen wird. Zudem sind in diesem Monat bereits Bäume gepflanzt worden.


Für den Spielplatz, der unter dem Motto „Obst und Gemüse“ stehen soll, wird es indes einen Ideenwettbewerb geben. Durch das Biotop nebenan wird ein Bohlensteg gebaut. Die Uferbereiche der Nieplitz werden ebenfalls aufgewertet, zudem werden Holzbrücken, die nur von Fußgängern genutzt werden sollen, die Verbindung zum Veranstaltungsgelände im Bereich des ehemaligen Klärwerkes schaffen. Auf der anderen Seite indes wird das frühere Mühlenfließ mit einem kleinen Kanal nachempfunden, in dem auch Kinder mit den Füßen baden können. Für Bewegung sorgen Wasserspiele und Pumpen - und das Rad der Wasser-mühle, das sich zur Gartenschau wieder drehen soll.


Im westlichen Bereich indes, auf der sogenannten Archeinsel, entsteht neben dem Mühlenteich und diversen Themengärten auch ein Slawendorf, das während und auch nach der Gartenschau als Grünes Klassenzimmer genutzt wer-den soll. Und schließlich der Bereich um die Stadtpfarrkirche, der - anders als die anderen Gartenschaubereiche - als Regionalmarkt eintrittsfrei bleibt. Red.



Interessengemeinschaft wird gegründet

Damit möglichst viele Ideen der Bür-gerschaft in die Landesgartenschau in Beelitz mit einfließen, soll eine Interes-sengemeinschaft gegründet werden. Die Gründungsversammlung erfolgt am 18. Februar 2020 um 18 Uhr im Ratssaal der Stadt Beelitz. Dazu sind alle interes-sierten Bürger, Unternehmer, Vereins-mitglieder sehr herzlich eingeladen.

 

beelitz.de

 
  

 

 

 

 

 

 

Nutzung der Stadtpfarrkirche für die Gartenschau vereinbart

für eine der zentralen Attraktionen zur Landesgartenschau in Beelitz ist der Weg frei: Die

 

 

 

Evangelische Kirchengemeinde St. Marien - St. Nikolai

 

 

und die Stadt haben eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der die Nutzung der Stadtpfarrkirche für die Hallenschau im Jahr 2022 geregelt wird. Demnach wird das Beelitzer Wahrzeichen „zur Präsentation von Pflanzen und Blumenarrangements“ zur Verfügung gestellt und es wird die Nutzung für „Veranstaltungen, die thematisch der Landesgartenschau entsprechen“, gestattet. Die sakrale Funktion des Gebäudes bleibt aber erhalten: Gottesdienste zu den Kirchenfeiertagen werden auch während des Gartenschau-Halbjahres stattfinden.

Die Evangelische Kirchengemeinde in Beelitz möchte im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerne sowohl die Vorbereitung als auch die Durchführung der Landesgartenschau unterstützen“, erklärt Pfarrer Olaf Prelwitz. Vorstellbar wäre auch, den Kirchturm  als höchstes Gebäude der Altstadt für die Bewerbung der Laga zu nutzen, immerhin ist der auch schon von der Ortsumgehung aus sichtbar. „Mit der Hallenschau in der Stadtpfarrkirche schaffen wir eine echte Besonderheit“, freut sich Bürgermeister Bernhard Knuth. So werde auch das älteste Gebäude der Stadt und eines der Wahrzeichen in die Gartenschau eingebunden. „Außerdem locken wir die Besucher auch in unsere historische Altstadt und beleben sie auch langfristig.“ Schon jetzt ist darüber hinaus klar, dass die Hallenschau 2022 nicht erst zusammen mit der Gartenschau eröffnet werden soll, sondern zwei Wochen vorher.

Die Kirchengemeinde stellt aber nicht nur das Gebäude zur Verfügung, sondern wird selbst eine wichtige Rolle vor und während der Gartenschau spielen. So wird die Andachtsfläche mit Pavillion auf dem Kerngelände an der Nieplitz gemeinsam geplant und während der Laga auch von der evangelischen, wie von der katholischen Kirche genutzt. Unterdessen wird auch das Beelitzer Gotteshaus selbst profitieren, denn letztendlich soll mit der Gartenschau der Grundstein für eine anschließende Sanierung und künftige Nutzung des Gebäudes gelegt werden.

Die Beelitzer Stadtpfarrkirche mitten in der Altstadt ist in Teilen bereits rund 800 Jahre alt und seit jeher Beelitzer Wahrzeichen. Von der Ausichtsplattform des Turmes hat man einen ausschweifenden Blick über Beelitz und seine Ortsteile. Die Wunderblutkapelle wurde wahrscheinlich nach 1370 errichtet und später baulich mit dem Kirchenschiff verbunden.            

 

siehe auch : Stadtpfarrkirche Beelitz

 

siehe auch : Reflexionen von Licht und Glas in der Stadtpfarrkirche

 

13.09.2019   Thomas Lähns  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  Tel. (033204) 39 138  Fax (033204) 39 136   Spargelstadt Beelitz   Berliner Straße 202  14547 Beelitz   

 

 

 

 

 

 

 

Beelitz - 2018

Park an der Nieplitz – Umgestaltung der Festwiese

Wo bisher die Beelitzer Festspiele und andere Veranstaltungen von Stadt und Vereinen ausgerichtet wurden, rollen nun die Bagger: Heute wurde offiziell mit der Umgestaltung der Festwiese zwischen Nieplitz und Beelitzer Altstadt begonnen – zum Kerngelände für die Brandenburgische Landesgartenschau 2022. Dazu hat Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) einen Förderscheck über eine Million Euro vor Ort übergeben. Dafür – und mit weiteren Mitteln der Stadt– soll hier in den nächsten gut drei Jahren eine Parklandschaft entstehen, auf der sich nicht nur das Brandenburgische Gärtner-Handwerk präsentiert, sondern wo sich Beelitz und die gesamte Region einem großen Publikum vorstellen.

„Dreieinhalb Jahre sind nicht mehr viel Zeit, deshalb ist es gut, dass jetzt begonnen wird“, sagte der Minister und betonte: „Die Landesgartenschau ist in Beelitz in guten Händen.“ In einem ersten Schritt werden nun die alten Garagen abgerissen, wobei Vogelsänger sich heute Vormittag selbst in den Bagger setzte und mit der Schaufel zupackte. Für jene Mieter, welche die Garagen noch für ihre Autos genutzt hatten, ist durch die Stadt Ersatz geschaffen worden, was für Akzeptanz gesorgt hatte.

Bürgermeister Bernhard Knuth unterstrich, dass der heutige 5. Dezember ein denkwürdiges Datum sei: „Wir schreiben hier ein Stück Stadtgeschichte. Was sich in den nächsten Jahren durch die Landesgartenschau bei uns tun wird, wird einfach sensationell.“ Die Stadt werde alles geben, um die Schau zu einem Erfolg werden zu lassen. Dafür sei man gut aufgestellt: „Für den Doppelhaushalt der kommenden beiden Jahre haben wir enorm hohe investive Ausgaben vorgesehen: elf Millionen Euro für 2019 und weitere 19 Millionen für das übernächste Jahr.“ Natürlich sind das nicht nur Ausgaben für Laga-Projekte, aber insgesamt seien solche Zahlen schon beachtlich für eine Kleinstadt wie Beelitz.

Knuth würdigte zudem die gute Zusammenarbeit in Vorbereitung auf die Gartenschau mit allen Genehmigungsstellen, allem voran mit der Interministeriellen Arbeitsgruppe des Landes, welche die Stadt bei den Vorbereitungen auf die Gartenschau begleitet. Auch die Lokale Aktionsgruppe Fläming und das Landesamt für Verbraucherschutz, Umwelt und Flurneuordnung sowie der Landkreis mit seinen Behörden würden der Stadt hilfreich und wohlwollend zur Seite stehen. „Nicht zuletzt haben aber unsere Stadtverordneten mit ihrem einstimmigen Votum für die Landesgartenschau in Beelitz die Weichen gestellt, um unsere Stadt nicht nur für ein halbes Jahr zum Besuchermagneten zu machen, sondern nachhaltig weiter zum Positiven zu verändern.“

Die EU-weite Ausschreibung für die zentralen Planungsleistungen ist mittlerweile abgeschlossen, Anfang des neuen Jahres soll der Auftrag vergeben werden. Dann werden die Gartenschauprojekte wie die Umwandlung der Festwiese zum Gartenschaugelände, des ehemaligen Klärwerks zur Veranstaltungsarena und viele weitere Form annehmen – zunächst auf dem Reißbrett, und dann, unmittelbar für alle zu erkennen, direkt neben der Altstadt. ...

beelitz.de

 

 

Bürgermeister Bernhard Knuth   -  Agarminister Axel Vogel

 

 

Bürgermeister Christoph Schulze Stadt Bad Dürrenberg     -    Oberbürgermeisterin Romina Barth Kreisstadt Torgau     -     Bürgermeister Bernhard Knuth Spargelstadt Beelitz

 


LGS2022a