Stille Konzerte im Park an der Nieplitz


Rund um das Wäldchen wurden vier italienische Skulpturen aufgestellt

Informationen aus unserer Stadt 28. Jahrgang | Nr. 6 | 30. Juni 2020 BN

Im Moment stehen sie noch sicher eingepackt auf ihren Sockeln in den Rondellen rund um das Wäldchen an der Nieplitz. Doch zur Landesgartenschu sollen sie vier Musiker-Skulpturen aus Kalkstein voll zur Geltung kommen und auf der Brandenburgischen Gartenschau ein wenig italienisches Flair verbreiten. Hergestellt wurd sie von der Firma Gardenforest in der Toskana. Bürgermeister Bernhard Knuth hatte deren Arbeit bei einem Urlaub kennengelernt und überlegt, dass solche Blickfänger auch gut an die Nieplitz passen würden. Im Mai sind sie nun geliefert und auch gleich aufgestellt worden.

 

Beelitz - 2020

Gartenschaugelände wird künftig bewacht

Die liebevolle Gestaltung des künftigen Beelitzer Gartenschaugeländes und der Altstadt insgesamt ruft offensichtlich die ersten Randalierer auf den Plan: Auf den neuen Laternenmasten im künftigen Bürgerpark wurden in den letzten Nächten Farbschmierereien hinterlassen, eine der Holzbänke wurde angeschmort – und nun haben die Täter auch noch eine Spargelskulptur aus dem Boden herausgerissen und kopfüber im Altglascontainer versenkt. Die Stadt will solchen Umtrieben von Anfang an entschlossen entgegentreten und lässt unter anderem das Laga-Gelände nun nachts von einem Wachschutzunternehmen beaufsichtigen.

„Ich kann nicht verstehen, wie manche mutwillig Dinge angreifen, welche die Lebensqualität für uns alle in der Stadt verbessern sollen“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. „Die Zerstörung von Allgemeingut ist weder witzig noch irgendein Ausdruck von Stärke. Es ist im Gegenteil einfach nur feige und zeugt von sehr geringem Selbstbewusstsein, sich heimlich an solchen Sachen zu vergehen. Leiden müssen wir letztendlich alle darunter.“

Zu den Gegenständen, die offenbar eine große Anziehungskraft auf die Randalierer ausüben, gehören immer wieder auch Kunstgegenstände wie die neuen Statuen, welche vor rund zwei Wochen in den Rondellen an der Nieplitz aufgestellt worden sind. Diese sind zum Schutz vor Wetter und Vandalismus noch in Folie verpackt, eine davon hatte man schon versucht, auszuwickeln. Wiederholt das Ziel von Angriffen war auch die Skulptur im Wasserturmpark gewesen, sogar geschossen wurde auf den „Apoll“, der auf halber Höhe der Treppenanlage steht – wie auch auf die Laternen, die das Gelände beleuchten.

„Wir werden solche Angriffe nicht einfach hinnehmen“, erklärt der Bürgermeister. „Sollte jemand dabei erwischt werden, wie er sich mutwillig an öffentlichem Eigentum vergreift, wird diese Person angezeigt und knallhart zur Begleichung jener Kosten herangezogen, die sie verursacht hat.“  Der Bürgermeister betont, dass die Stadt immer sehr kulant ist, wenn sich Gruppen von vornehmlich jüngeren Leuten auf öffentlichen Plätzen aufhalten und dabei auch mal über die Stränge schlagen. Hinterlassenschaften wie Pizzakartons und haufenweise Flaschen wie zum Beispiel im Lustgarten werden morgens ohne großes Aufhebens vom Bauhof weggeräumt. „Wir alle waren mal jung und haben uns sicher auch nicht immer so benommen, wie man es von uns erwartet hat“, so Bernhard Knuth.

Auch dass das künftige Gartenschaugelände im ersten fertiggestellten Bereich nicht einfach komplett abgeriegelt wird, ist ein Zugeständnis an die Bürgerschaft. Viele nehmen das Angebot dankbar an und gehen auf den neuen befestigten Wegen an der Nieplitz spazieren und verfolgen gespannt, wie sich der Bereich weiterentwickelt oder sie nutzen die Strecke als Abkürzung, um auf die Wiesen außerhalb der Altstadt zu gelangen. Das soll auch weiterhin so bleiben, nicht zuletzt weil eine gewisse Belebung Randalierer fernhält. Sollten die dann meinen, dafür nachts ihr Unwesen treiben zu müssen, könnten in Zukunft sie es sein, welche eine böse Überraschung erleben.  

beelitz.de

 

Interessengemeinschaft Landesgartenschau Beelitz   IG

 

Ideengeber, Programmgestalter, Botschafter - wie sich die Beelitzer zur Landesgartenschau einbringen wollen          

Für die Landesgartenschau in Beelitz gibt es ordentlich Rückenwind aus der Bürgerschaft: 70 Interessierte waren am Dienstagabend in der Alten Posthalterei zusammengekommen, um gemeinsam mit Vertretern der Stadt und der Laga-Gesellschaft zu erörtern, wie sie sich und ihre Ideen einbringen können. Der Abend war ein erster Schritt auf dem Weg zu einer „Interessengemeinschaft Landesgartenschau Beelitz“: Kontaktdaten wurden erfasst, Ideen aufgenommen und noch einmal der Stand der Planungen erläutert.

Möglichkeiten der Beteiligung, so wurde deutlich, gibt es viele: ob jemand als Botschafter die Werbetrommel für Beelitz im Urlaub oder auf Messen rührt, als Alteingesessener mit seinem Wissen über die Stadt Gästeführer für das Gartenschaujahr schult, oder seinen „grünen Daumen“ auf dem Veranstaltungs-Gelände im „Bürgergarten“ zum Einsatz bringt. Helfen können Interessierte auch, wenn sie ihren Kleingarten auf oder am Laga-Gelände für Besucher herrichten – vielleicht sogar öffnen. Auch über Möglichkeiten des Sponsorings, zum Beispiel einzelner Bäume oder Stauden, vielleicht auch Bänke, wurde gesprochen, immerhin kann man so etwas Dauerhaftes für die Nachwelt schaffen und sich mit Namen auf einer Plakette verewigen.

Einige sind mit ihren Ideen recht konkret, so hat der Verein Blühstreifen Beelitz schon ein Konzept, wie die Ortsteile eingebunden werden können, erklärte der zweite Vorsitzende Lutz Pahl. Derzeit bereitet der Verein einen Naturlehrpfad vor. Andere Vereine indes könnten sich am Programm während der Gartenschau-Monate beteiligen, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth. Auf der Grünen Woche habe man gerade erst wieder erleben können, wie eindrucksvoll Carneval Club, die Burning Ropes der SG Beelitz oder der Spielmannszug das Publikum unterhalten. Als feste Institution soll während der Laga-Monate ein „Sommergarten“ immer sonntags zur gleichen Zeit, aber mit wechselnden Akteuren auf die Beine gestellt werden.

Andere erklärten sich bereits vorab bereit, auch Verantwortung zu übernehmen. So wird die langjährige Stadtverordnete und pensionierte Lehrerin Christel Niederland die inhaltliche Ausgestaltung des Grünen Klassenzimmers koordinieren. Kathleen Exner von der gleichnamigen Beelitzer Bäckerei schlug vor, dass man aus dem Obst, das an den vielen Bäumen im Stadtgebiet anfällt, einen großen Apfelkuchen backen und das auch gleich mit einem Event verbinden könnte. Und die Beelitzerin Nicole Hahn sprach sich dafür aus, zusätzliche Attraktionen für Kinder zu schaffen – zum Beispiel mit Flößen auf dem dann wiederhergestellten Mühlenteich.

Ein Teil der Ideen, die geäußert wurden, ist indes bereits berücksichtigt: So wird die Einrichtung eines Fahrradverleihsystems derzeit gemeinsam mit den Städten Trebbin und Luckenwalde vorbereitet. Und auch an Ladesäulen für Elektrofahrzeuge auf dem großen Parkplatz in der Trebbiner Straße – der nach der Laga als Reisemobilstellplatz genutzt werden soll – ist gedacht. Die Verkehrsanbindung der Ortsteile soll zum einen mit den vorhandenen Plus-Bus-Linien zum anderen mit einem Spargelshuttle, das auch die Höfe anfährt, ermöglicht werden. Und wie sieht es mit Übernachtungskapazitäten aus? „Ich würde mir private Investoren sehr wünschen“, sagte Bürgermeister Knuth, „aber wir als Stadt können kein Hotel bauen“. Immerhin: Private Herbergsbetreiber können sich Investitionen in ihre Zimmer unter anderem vom Landkreis bezuschussen lassen. Und der Tourismus ist schon jetzt nicht nur zur Spargelsaison im Aufwind.

Die Ideen der Bürger sollen nun im Rathaus ausgewertet und die nächste Veranstaltung vorbereitet werden – dann vielleicht auch schon in einzelnen Gruppen, je nach Interessenschwerpunkten. Das soll aber niemanden hindern, schon selbst aktiv zu werden, unterstrich der Bürgermeister: „Fangt an, bringt etwas auf den Weg. Ihr habt die Stadt dafür an Eurer Seite.“


19.02.2020   Thomas Lähns  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  Tel. (033204) 39 138  Fax (033204) 39 136   Spargelstadt Beelitz   Berliner Straße 202  14547 Beelitz
  

Wo die Ortsteile zusammentreffen

Informationen aus unserer Stadt 27. Jahrgang | Nr. 10 | 27. November 2019 BN

Für die Landesgartenschau wurden jetzt konkrete Pläne vorgestellt - und erläutert, wie sich
Bürger, Vereine, Unternehmen und die Beelitzer Dörfer einbringen können

In drei Jahren halten die Ortsteile Einzug in Beelitz: Unweit der Nieplitz wird der Grundriss der Gesamtstadt nachempfunden, mit Wegen im Verlauf der Verbindungsstraßen und mit kreisrunden Beeten, die entsprechend der Lage der Dörfer angeordnet werden. In deren Mitte stehen kleine Kirchen und im Herzen der Miniaturstadt befindet sich eine Präsentati-onsfläche, die über ein halbes Jahr von jedem Ortsteil im Wechsel mit Leben gefüllt wird.


Die Landesgartenschau 2022 wird mehr als eine Präsentation des gärtnerischen Berufsstandes in Brandenburg - sie wird ein Podium für die gesamte Region, für die vielen kulinarischen Erzeugnisse und vor allem für die Spargelstadt selbst. Während die vorbereitenden Arbeiten im ersten Abschnitt des Kerngeländes - vom Wegebau über das Aufschütten der Fläche bis hin zur Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern - jetzt abgeschlossen sind, hat die Beteiligung der Bürger begonnen. Ende Oktober wurden der aktuelle Stand öffentlich vorgestellt - im Hauptausschuss und bereits kurz zuvor in einer Bürgerversammlung.


Dabei musste zunächst erstmal mit zwei Gerüchten aufgeräumt werden, die letzthin in der Stadt die Runde machten: Das Spargelfest wird selbstverständlich auch im Jahr 2022 stattfinden, größer und bunter als sonst, wie Bürgermeister Bernhard Knuth unterstrich. Und der Altstadtspielplatz wird nicht verschwinden, sondern zugunsten des Gartens der Ortsteile nur um einige Meter versetzt - und in dem Zuge auch gleich modernisiert und erheblich erweitert. Laut Bürgermeister sind allein dafür 500.000 bis 600.000 Euro eingeplant. Der Spielplatz wird an den jetzigen Standort des Freibades ziehen, für das demnächst am Fuße des Beelitzer Wasserturms Ersatz geschaffen wird (siehe Beitrag S. 6).


Neben den Ortsteilen werden sich aber auch Gastronomen und Städte aus dieser und anderen Regionen Brandenburgs in Beelitz wiederfinden, so wird in der Mauerstraße ein „Städtegarten“ angelegt, in dem diese sich präsentieren können. Dort, wo das einstige Mühlenfließ mit einem plätschernden Wasserlauf nachempfunden wird, flanieren die Gäste auch bis zur Wassermühle, die bis 2022 ebenfalls saniert wird.


Im Mühlengarten entsteht dann eine weitere Besonderheit: Ein Tapas-Garten, in dem man mit dem Gaumen die Stadt erkunden kann. In einer Außenküche werden von Spargelhöfen, Gastronomen und Vereinen Spezialitäten als Häppchen zubereitet. „Der Mühlengarten eignet sich sehr gut, da er von einer Mauer umgeben ist und so einen Raum darstellt, der in der Nachnutzung ohne weiteren Aufwand im besonderen Zusammenhang mit der Mühle nutzbar ist“, sagte Agnes Graming-Steinland im Hauptausschuss. Als Mitglied des Strategieteams liefert sie die kreativen Ideen für die Ausgestaltung der Gartenschau. Neben den Beelitzer Spezialitäten in Tapas-Form wäre der Mühlengarten auch ein geeigneter Ort für Kochkurse, eine Rezeptbörse oder eine Themenkü-che, in der Schulklassen kochen oder Speisen unter konkreten Gesichtspunkten wie „Ernährung der Zukunft“ oder „Gesundes Essen“ zubereitet werden.


Aber nicht nur Ortsteile, Landwirte und Gastronomen sollen bei der Landesgar-tenschau mit eingebunden werden, das wurde vor allem auf der Bürgerversammlung deutlich. Letztendlich sei die Unterstützung jedes Bürgers willkommen - in welcher Form auch immer. Bürgermeister Knuth verwies als Beispiel auf einen Bürger aus Seddin, der bereits angeboten hat, eine Feldbahn auf dem Gartenschaugelände einzusetzen. Beelitzer Akteure wie Karnevalisten, Spielmannszüge und andere Kultur-schaffende können sich auch bei den geplanten Open-Air-Veranstaltungen einbringen - denkbar wäre ein „Sommergarten“, der immer sonntags von 11 bis 14 Uhr stattfindet, in Zusammenarbeit mit den Medien vielleicht sogar übertragen wird. „Wir haben so viel zu bieten - da brauchen wir Sie“, erklärte Bernhard Knuth den Beelitzern.


Vom Heimatverein wurde an dem Abend bereits angeboten, einmal im Monat während der Laga extra Führungen anbietet. Das passt auch zur Idee, „interessierte Laga-Botschafter“ aus der Bürgerschaft einzusetzen, die authentisch und leidenschaftlich über die Stadt informieren und für Beelitz werben. Als öffentliche Anlaufstelle für die Abgabe von Ideen und Vorschlägen der Bürger könnte im Stadtzentrum ein Info-Pavillon aufgebaut werden.


Das große Ganze erläuterte indes Uwe Brzezek vom Büro Plancontext im Hauptausschuss: Demnach liege ein Vorteil am künftigen Kerngelände im bereits vorhandenen Bestand an Bioto-pen, aber auch den Kleingärten. Die bleiben alle erhalten - und im Idealfall lassen sich die Eigentümer dafür gewinnen, sich gestalterisch zu beteiligen. „Wir haben auf dieser Grundlage die Parklandschaft behutsam geformt“, er-läuterte er. So wird es vor allem im östlichen Teil intensiv gestaltete Bereiche geben - mit Beeten, Spiel– und Aufenthaltsflächen. Anhand der bereits asphaltierten Wege kann man bereits erahnen, wie es hier mal aussehen wird. Zudem sind in diesem Monat bereits Bäume gepflanzt worden.


Für den Spielplatz, der unter dem Motto „Obst und Gemüse“ stehen soll, wird es indes einen Ideenwettbewerb geben. Durch das Biotop nebenan wird ein Bohlensteg gebaut. Die Uferbereiche der Nieplitz werden ebenfalls aufgewertet, zudem werden Holzbrücken, die nur von Fußgängern genutzt werden sollen, die Verbindung zum Veranstaltungsgelände im Bereich des ehemaligen Klärwerkes schaffen. Auf der anderen Seite indes wird das frühere Mühlenfließ mit einem kleinen Kanal nachempfunden, in dem auch Kinder mit den Füßen baden können. Für Bewegung sorgen Wasserspiele und Pumpen - und das Rad der Wasser-mühle, das sich zur Gartenschau wieder drehen soll.


Im westlichen Bereich indes, auf der sogenannten Archeinsel, entsteht neben dem Mühlenteich und diversen Themengärten auch ein Slawendorf, das während und auch nach der Gartenschau als Grünes Klassenzimmer genutzt wer-den soll. Und schließlich der Bereich um die Stadtpfarrkirche, der - anders als die anderen Gartenschaubereiche - als Regionalmarkt eintrittsfrei bleibt. Red.



Interessengemeinschaft wird gegründet

Damit möglichst viele Ideen der Bür-gerschaft in die Landesgartenschau in Beelitz mit einfließen, soll eine Interes-sengemeinschaft gegründet werden. Die Gründungsversammlung erfolgt am 18. Februar 2020 um 18 Uhr im Ratssaal der Stadt Beelitz. Dazu sind alle interes-sierten Bürger, Unternehmer, Vereins-mitglieder sehr herzlich eingeladen.

 

beelitz.de

 
  

 

Nutzung der Stadtpfarrkirche für die Gartenschau vereinbart

für eine der zentralen Attraktionen zur Landesgartenschau in Beelitz ist der Weg frei: Die

 

 

 

Evangelische Kirchengemeinde St. Marien - St. Nikolai

 

 

und die Stadt haben eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der die Nutzung der Stadtpfarrkirche für die Hallenschau im Jahr 2022 geregelt wird. Demnach wird das Beelitzer Wahrzeichen „zur Präsentation von Pflanzen und Blumenarrangements“ zur Verfügung gestellt und es wird die Nutzung für „Veranstaltungen, die thematisch der Landesgartenschau entsprechen“, gestattet. Die sakrale Funktion des Gebäudes bleibt aber erhalten: Gottesdienste zu den Kirchenfeiertagen werden auch während des Gartenschau-Halbjahres stattfinden.

Die Evangelische Kirchengemeinde in Beelitz möchte im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerne sowohl die Vorbereitung als auch die Durchführung der Landesgartenschau unterstützen“, erklärt Pfarrer Olaf Prelwitz. Vorstellbar wäre auch, den Kirchturm  als höchstes Gebäude der Altstadt für die Bewerbung der Laga zu nutzen, immerhin ist der auch schon von der Ortsumgehung aus sichtbar. „Mit der Hallenschau in der Stadtpfarrkirche schaffen wir eine echte Besonderheit“, freut sich Bürgermeister Bernhard Knuth. So werde auch das älteste Gebäude der Stadt und eines der Wahrzeichen in die Gartenschau eingebunden. „Außerdem locken wir die Besucher auch in unsere historische Altstadt und beleben sie auch langfristig.“ Schon jetzt ist darüber hinaus klar, dass die Hallenschau 2022 nicht erst zusammen mit der Gartenschau eröffnet werden soll, sondern zwei Wochen vorher.

Die Kirchengemeinde stellt aber nicht nur das Gebäude zur Verfügung, sondern wird selbst eine wichtige Rolle vor und während der Gartenschau spielen. So wird die Andachtsfläche mit Pavillion auf dem Kerngelände an der Nieplitz gemeinsam geplant und während der Laga auch von der evangelischen, wie von der katholischen Kirche genutzt. Unterdessen wird auch das Beelitzer Gotteshaus selbst profitieren, denn letztendlich soll mit der Gartenschau der Grundstein für eine anschließende Sanierung und künftige Nutzung des Gebäudes gelegt werden.

Die Beelitzer Stadtpfarrkirche mitten in der Altstadt ist in Teilen bereits rund 800 Jahre alt und seit jeher Beelitzer Wahrzeichen. Von der Ausichtsplattform des Turmes hat man einen ausschweifenden Blick über Beelitz und seine Ortsteile. Die Wunderblutkapelle wurde wahrscheinlich nach 1370 errichtet und später baulich mit dem Kirchenschiff verbunden.            

 

13.09.2019   Thomas Lähns  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  Tel. (033204) 39 138  Fax (033204) 39 136   Spargelstadt Beelitz   Berliner Straße 202  14547 Beelitz   

 

 

Beelitz - 2018

Park an der Nieplitz – Umgestaltung der Festwiese

Wo bisher die Beelitzer Festspiele und andere Veranstaltungen von Stadt und Vereinen ausgerichtet wurden, rollen nun die Bagger: Heute wurde offiziell mit der Umgestaltung der Festwiese zwischen Nieplitz und Beelitzer Altstadt begonnen – zum Kerngelände für die Brandenburgische Landesgartenschau 2022. Dazu hat Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) einen Förderscheck über eine Million Euro vor Ort übergeben. Dafür – und mit weiteren Mitteln der Stadt– soll hier in den nächsten gut drei Jahren eine Parklandschaft entstehen, auf der sich nicht nur das Brandenburgische Gärtner-Handwerk präsentiert, sondern wo sich Beelitz und die gesamte Region einem großen Publikum vorstellen.

„Dreieinhalb Jahre sind nicht mehr viel Zeit, deshalb ist es gut, dass jetzt begonnen wird“, sagte der Minister und betonte: „Die Landesgartenschau ist in Beelitz in guten Händen.“ In einem ersten Schritt werden nun die alten Garagen abgerissen, wobei Vogelsänger sich heute Vormittag selbst in den Bagger setzte und mit der Schaufel zupackte. Für jene Mieter, welche die Garagen noch für ihre Autos genutzt hatten, ist durch die Stadt Ersatz geschaffen worden, was für Akzeptanz gesorgt hatte.

Bürgermeister Bernhard Knuth unterstrich, dass der heutige 5. Dezember ein denkwürdiges Datum sei: „Wir schreiben hier ein Stück Stadtgeschichte. Was sich in den nächsten Jahren durch die Landesgartenschau bei uns tun wird, wird einfach sensationell.“ Die Stadt werde alles geben, um die Schau zu einem Erfolg werden zu lassen. Dafür sei man gut aufgestellt: „Für den Doppelhaushalt der kommenden beiden Jahre haben wir enorm hohe investive Ausgaben vorgesehen: elf Millionen Euro für 2019 und weitere 19 Millionen für das übernächste Jahr.“ Natürlich sind das nicht nur Ausgaben für Laga-Projekte, aber insgesamt seien solche Zahlen schon beachtlich für eine Kleinstadt wie Beelitz.

Knuth würdigte zudem die gute Zusammenarbeit in Vorbereitung auf die Gartenschau mit allen Genehmigungsstellen, allem voran mit der Interministeriellen Arbeitsgruppe des Landes, welche die Stadt bei den Vorbereitungen auf die Gartenschau begleitet. Auch die Lokale Aktionsgruppe Fläming und das Landesamt für Verbraucherschutz, Umwelt und Flurneuordnung sowie der Landkreis mit seinen Behörden würden der Stadt hilfreich und wohlwollend zur Seite stehen. „Nicht zuletzt haben aber unsere Stadtverordneten mit ihrem einstimmigen Votum für die Landesgartenschau in Beelitz die Weichen gestellt, um unsere Stadt nicht nur für ein halbes Jahr zum Besuchermagneten zu machen, sondern nachhaltig weiter zum Positiven zu verändern.“

Die EU-weite Ausschreibung für die zentralen Planungsleistungen ist mittlerweile abgeschlossen, Anfang des neuen Jahres soll der Auftrag vergeben werden. Dann werden die Gartenschauprojekte wie die Umwandlung der Festwiese zum Gartenschaugelände, des ehemaligen Klärwerks zur Veranstaltungsarena und viele weitere Form annehmen – zunächst auf dem Reißbrett, und dann, unmittelbar für alle zu erkennen, direkt neben der Altstadt. ...

beelitz.de

 

LGS2022a