MICHAEL  HOLSTEIN


 

Bilddateien © Michael Holstein

 

Familienwappen und Ortswappen

 

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Beelitz   05.08.2021

Neues Stadtwappen und neue Flagge für Beelitz
715 Jahre Stadtgeschichte in einem Symbol

Ein märkischer Adler, eine große Mondsichel und ein Schlüssel zum Himmelsreich: Die Stadt Beelitz hat ab sofort ein neues Wappen. Das Brandenburger Innenministerium hat den von den Stadtverordneten im Juni beschlossenen Entwurf genehmigt. Auch die Flagge, auf der das Wappen nun in einem roten Streifen mit weißen Rändern steht, wurde in diesem Zusammenhang neugestaltet. Das Wappen zeigt den Märkischen Adler auf weißem Grund. In seinem rechten Fang hält der Adler einen Schlüssel, in seinem linken eine Mondsichel – da der Betrachter den Adler von vorn sieht, erscheint es für ihn umgekehrt.

Die Geschichte dieser Symbolik beginnt im Jahr 1307: Damals wurde der Bischof von Brandenburg Stadt- und Landesherr von Beelitz. Höchstwahrscheinlich durch ihn gelangte der Schlüssel in das Stadtwappen. „Er symbolisiert den Himmelsreich-Schlüssel, den Jesus dem Neuen Testament zufolge in die Hände von Petrus gelegt hat“, so Bürgermeister Bernhard Knuth. Der christlichen Deutung nach ist diese Vollmacht auf Papst und Bischöfe übergegangen.

Im damaligen Wappen enthalten waren auch zwei Mondsicheln: Heraldikern zufolge verkörperten sie im Mittelalter die Maria. Wahrscheinlich kamen sie zu Ehren der Stadtkirche St. Marien in das Wappen, die durch ein Hostienwunder – der Überlieferung nach einer blutenden Hostie – im Jahre 1247 zu einer landesweit bekannten Wallfahrtsstätte geworden war. Gegen diese kirchlichen Symbole stellten sich dann ab 1321 die Markgrafen von Brandenburg, die den Märkischen Adler zunächst mit auf das Wappen holen. „Mit ihrer zunehmenden Macht wurde dann auch der Adler im Stadtsignet immer größer“, erklärt Bernhard Knuth. „Ende der 1960er-Jahre wurde er aus dem Stadtwappen verbannt, da die politische Führung der DDR unseren Märkischen Adler als ein imperialistisch anmutendes Symbol empfunden hat.“ Das ab dann mit Mondsichel und Schlüssel nur kirchlich belegte Symbole das Stadtwappen zierten, schien hingegen weniger gestört zu haben.

1992 kehrte der Adler ins Stadtwappen zurück. Es erhielt auch eine Mauerkrone, wie sie Kaiser Wilhelm II. zur Größenklassifizierung von Städten deren Wappen hinzugefügt hat. „Da diese Krone in der Heraldik inzwischen aber umstritten ist, haben wir sie im neuen Wappenentwurf nicht berücksichtigt“, so der Bürgermeister. Auch die Mondsichel im Fang des Adlers ist nun deutlich größer und auch auf kleineren Abbildungen des Wappens deutlich besser zu erkennen.

Erstellt wurden die Entwürfe zu Wappen und Flagge von der Firma Holstein Salahor Wappengestaltung. Für die Wappenerstellung sowie die Umstellung von amtlichen Siegeln und ähnlichem hat die Stadt Beelitz rund 6000 Euro ausgegeben. Die neuen Formen werden ab sofort auf allen Dokumenten der Stadt Beelitz verwendet. Das bisherige Wappen wird noch als Schmuckwappen für Nutzungen ohne amtlichen Charakter weitergeführt. Dadurch möchte die Verwaltung unnötige Ressourcenverschwendung vermeiden: So kann etwa das große Banner zum Spargelfest weiterverwendet werden, genauso wie Postkarten oder Informationsbroschüren der Stadt.

 

 


 

 

Zeichen der Identität


Jetzt haben sich die letzten beiden Beelitz-Dörfer ein Wappen gegeben

Informationen aus unserer Stadt 27. Jahrgang | Nr. 7 | 28. August 2019 BN

Man findet sie auf Schildern an den Ortseingängen, auf Briefköpfen oder auf den Trikots der Vereine: Jeder Ortsteil der Spargelstadt Beelitz verfügt mittlerweile über ein eigenes Ortswappen, mit dem er und seine Bürger sich präsentieren können - und mit dem sie sich identifizieren. Über umfangreiche Findungsphasen haben die Einwohner und Ortsbeiräte in den vergangenen Jahren ihre örtlichen Besonderheiten ausgemacht und von Profis in heraldische Form bringen lassen. Mit Zauchwitz und seinem Gemeindeteil Körzin haben nun auch die letzten beiden ihre Wappen beschlossen...

 

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