22.06.22 – 09:35 Uhr

Update:

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,

hier ein letztes Mal und das wird sie alle freuen, aktuelle Informationen zum Waldbrand.

Die Lage entspannt sich immer weiter. Es sind nach wie vor viele Kräfte im Einsatz, um auch die letzten Glutnester und Gefahrenstellen des Waldbrandes zu beseitigen.

Zurzeit sind viele Feuerwehren, das THW und die Bundeswehr im Einsatz.

Da es sich jetzt um die letzten Arbeiten in dem Areal handelt, werden wir unsere Informationen einstellen. Da es seit Tagen nur positive Meldungen gab, können wir auch ganz langsam zur Normalität in unserer Stadt zurückkehren.

Sie bekommen von uns nur neue Informationen, wenn sich an der aktuellen Lage wieder zum Negativen entwickelt.

Nach aktuellem Stand werden nur noch Bodenarbeiten durchgeführt, der Einsatz von Hubschraubern zur Brandbekämpfung ist derzeitig nicht erforderlich.

Trotzdem kann es sein, dass Sie hin und wieder Hubschrauber am Himmel sehen. Diese haben eher aufklärenden Charakter, ganz vereinzelt kann es aber auch noch zur Bekämpfung von punktuellen Glutnestern kommen.

Wir rechnen damit, dass am Ende der Woche die Verantwortlichkeit für den Einsatz wieder an unsere Stadtwehr übertragen wird und damit auch ein Ende der Brandbekämpfung eintritt.

Dies ist die schönste Bürgerinformation, die wir an sie weiterleiten können!

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der ganzen Stadt bei allen Einsatzkräften aufs herzlichste bedanken. Was seit Sonntag auf unserem Stadtgebiet durch die Einsatzkräfte geleistet wurde, ist übermenschlich und mit Worten fast nicht zu beschreiben. Sie alle haben unter Einsatz ihres eigenen Lebens, ihrer eigenen Gesundheit den Schutz einer Stadt mit deren Einwohnern und deren Lebensgrundlage erhalten.

Wir zollen Allen den größten Respekt und die größte Anerkennung für diese Leistung.

Es gab in diesen Stunden eine hervorragende Zusammenarbeit aller Akteure und wieder einmal eine große Welle der Hilfsbereitschaft.

Ich danke Allen, die den Einsatz unterstützt haben.

Ich danke denen die mit Getränken, Essen oder selbst mit einem Grillwagen vor die Einsatzzentrale gefahren sind und so die Einsatzkräfte und ihre erbrachte Leistung unterstützt und honoriert haben.

Aber ganz besonders danken möchte ich Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, dass sie in diesen schweren Stunden, die wir alle durchlebt haben, mit großem Vertrauen und mit Glauben an die von uns geführte Berichterstattung bzw. Aufklärung nicht in Panik verfallen sind. Vertraut haben auf das, was wir Ihnen kommuniziert haben und so entscheidend dazu beigetragen haben, dass der Brand ohne Behinderung erfolgreich bekämpft und Schaden von uns abgewendet wurde.

Nochmals von ganzem Herzen Danke!

Bernhard Knuth

Bürgermeister

 

 

 

 

 Update vom 21.06.22 - 17:00

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

an dieser Stelle erneute Informationen zum Waldbrand:

An der letzten Lagebeschreibung hat sich nichts Wesentliches verändert. Die Brandfläche ist unter Kontrolle, allerdings gibt es nach wie vor Glutnester im Erdreich. An deren Beseitigung arbeiten derzeit die Feuerwehren, die Bundeswehr und auch Wehren aus benachbarten Bundesländer wie Sachsen-Anhalt intensiv.
Die Lage entspannt sich immer mehr, auch die befürchtete verstärke Rauchentwicklung ist bisher ausgeblieben. Ich freue mich sehr darüber, dass wir in den vergangen Stunden nur noch positive Nachrichten an Sie weitergeben konnten. Wir bitten Sie, die ausgesprochene Verhaltensregel zu berücksichtigen. Ansonsten können die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einen entspannten, wunderschönen Sommerabend genießen.

Bitte wundern Sie sich nicht, am späten Nachmittag setzt noch einmal verstärkt die Löschung aus der Luft durch Hubschrauber ein und auch mehrere Fahrzeuge werden weiter im Einsatz sein, um Löschwasser zu transportieren und Vorhaltebecken aufzubauen. Auch Bergungspanzer sind dabei Schneisen in den Wald zu schlagen. Diese Maßnahmen konzentrieren sich alle darauf, die Brandspuren restlos zu beseitigen.

Beachten Sie bitte auch, dass der RE 7 bis 23.06.2022 18:00 Uhr nicht fährt. Zwischen Beelitz-Heilstätten und Michendorf fahren unregelmäßig Busse im Ersatzverkehr. Der RB33 fährt voraussichtlich ab Donnerstag wieder. Weitere Fahrplan Informationen entnehmen Sie bitte den Informationen des VBB.


Wenn es keine gravierenden Ereignisse gibt, werden Sie erst morgen früh nach der morgendlichen Lagebesprechung wieder neue Informationen von uns erhalten.

Bernhard Knuth
Bürgermeister

 

 

 

 

21.06.22 – 09:10 Uhr

Update:

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

hier wieder eine aktuelle Information zum Waldbrand:

Die positive Nachricht, die Lage ist nach wie vor stabil. Die Feuerwehr hat den Brand voll unter Kontrolle, somit besteht keine Gefahr für die Stadt und die Bürgerinnen und Bürger.

Der Brand ist aber noch nicht gelöscht, es gibt immer noch eine sehr starke Hitze (verursacht durch den Brand) auf dem Boden und im Erdreich. Das Wetter gestern hat allen sehr geholfen, allerdings ist die heutige Witterungslage nicht die Beste für die finale Brandbekämpfung. Am Nachmittag wird mit einer Verstärkung des Windes gerechnet, was erneut zu verstärkter Rauchentwicklung führen kann. Die Gefahr eines erneuten Feuers besteht jedoch nicht!

Es sind weiterhin viele Feuerwehren im Einsatz, zurzeit wird der Boden intensiv gepflügt, sodass die Hitze und die Glut zum Erliegen kommen.

Wenn es heute zu erneuter Rauchentwicklung kommt, bitten wir Sie, wie in den vergangenen Tagen, die Fenster geschlossen zu halten und sich nicht im Freien aufzuhalten.

Durch die Einsatzfahrzeuge gibt es aktuell noch ein hohes Verkehrsaufkommen. Wir bitten Sie, möglichst die Zuwegung zum Wald freizuhalten und so die Löscharbeiten nicht zu behindern.

Auch möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass das Betreten des Waldes in den betroffen Bereichen nicht gestattet ist.

Sobald es neue Entwicklungen gibt, werden wir sie informieren.

Bernhard Knuth
Bürgermeister

 

 

 

20.06.2022 07:11 Uhr

 

Der Brand ist zwar unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

die Nacht war für alle Einsatzkräfte, die in Beelitz bei der Brandbekämpfung im Einsatz waren, eine sehr anstrengende. An dieser Stelle möchten wir nochmals allen unseren herzlichen Dank und große Anerkennung für den geleisteten Einsatz und die erfolgreiche Eindämmung des Brandes aussprechen.

Hier ist in wenigen Stunden übermenschliches geleistet worden, und so wurde großer Schaden, der für die Bürgerinnen und Bürger und die gesamte Stadt hätte entstehen können, von uns abgewendet.

Die Evakuierungen sind aufgehoben – weitere Evakuierungen sind nicht notwendig.

Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Gebieten sich vorsichtig und zurückhaltend zu verhalten.

Der Brand ist zwar unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. Auch wenn uns der aktuelle Regen sehr hilft, kann es trotzdem nochmal zu starker Rauchentwicklung kommen. Wir bitten in diesen Fällen sich ähnlich zu verhalten, wie am gestrigen Abend – Fenster und Türen sollten geschlossen gehalten werden und halten Sie sich möglichst wenig im Freien auf.

Wir sind sehr glücklich, der Stadt heute diese Zeilen schreiben zu können und hoffen sehr, dass alle Bürgerinnen und Bürger wohlauf sind.

Bernhard Knuth
Bürgermeister

 

 

 

Zukunft der Kreisverwaltung: Standortentwicklung nicht zerreden

Wir als Stadt Beelitz haben uns in der Diskussion um die Entwicklung der Verwaltungsstandorte des Landkreises Potsdam-Mittelmark lange zurückgehalten. Auch wenn das Thema in der Vergangenheit sehr kontrovers zwischen den verschiedensten Seiten diskutiert worden ist, waren wir immer der Ansicht: Die Frage, wie und wo die Kreisverwaltung in Zukunft arbeiten wird, kann einzig und allein eine Entscheidung des Kreistages sein. Diese Entscheidung wurde bereits vor über zwei Jahren getroffen: Sie sieht die Entwicklung von zwei zentralen Standorten in Bad Belzig und Beelitz-Heilstätten vor.

Nun wird diese Diskussion von den Vorsitzenden der Kreistags-Fraktionen von CDU und Freien Wählern in der Märkischen Allgemeinen erneut aufgemacht und deshalb komme ich als Bürgermeister der kreisangehörigen Spargelstadt Beelitz nicht umhin, das Wort zu ergreifen. Denn es besteht die Gefahr, dass dieses sehr sinnvolle Vorhaben einer Zusammenführung von vielen dezentralen, zum Teil außerhalb des Kreisgebietes liegenden Verwaltungsstandorten, zerredet wird – frei nach dem Motto: Wenn man nur oft genug Zweifel streut, dann kann man irgendwann jedes Vorhaben zu Fall bringen.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft der Status von Bad Belzig als Kreisstadt infrage gestellt wurde oder wird. Weder ist eine solche Idee Teil des beschlossenen Masterplanes, noch haben wir in Beelitz Ambitionen, diesen Status zu erlangen. Der Landrat und der Kreistag sowie große Teile der Kreisverwaltung bleiben auch in Zukunft in Bad Belzig beheimatet. Etwas anderes zu behaupten, gerade im Vorfeld der anstehenden Landratswahl, ist unsachlich und führt nur zu einer weiteren Emotionalisierung der Diskussion.

Ungeachtet der Argumente, die für einen Verwaltungsstandort in Beelitz-Heilstätten sprechen mögen, möchte ich prinzipiell unterstreichen, dass die Zusammenlegung der vielen Verwaltungsstandorte sehr sinnvoll ist. Viele Landkreise haben diesen Schritt bereits in den 1990ern nach der Kreisgebietsreform getan und sind damit gut gefahren.

    Die Zusammenarbeit der Fachdienste an nur noch zwei zentralen Standorten dürfte wesentlich besser funktionieren als bisher. Im Moment dauert zum Beispiel die Bearbeitung von Bauanträgen viel zu lange, was mitunter auch am schwierigen Austausch zwischen den einzelnen Fachbehörden an unterschiedlichen Standorten liegen dürfte.
    Die Schaffung eines oder zweier zukunftsfähiger Verwaltungssitze im Eigentum des Landkreises ist nachhaltiger als die langfristige Unterbringung der Mitarbeiter an angemieteten Standorten, die teilweise längst jenseits heutiger Standards in Sachen Ausstattung, Komfort und Energieeffizienz liegen.
    Für die Bürger würde die Zusammenfassung der Verwaltung für mehr Klarheit sorgen, wer wann und wo erreichbar ist. Im Moment hat man je nach Anliegen bis zu drei verschiedene Anlaufstellen an drei verschiedenen Orten – ob man nun ein Haus bauen oder soziale Leistungen beantragen will. Schriftverkehr läuft zumeist umständlich auf dem Postwege über die Hauptadresse in Bad Belzig, was viel Zeit kostet.

Im Zuge der aktuellen Debatte wurde vonseiten der Freien Wähler und der CDU im Kreistag prognostiziert, dass Verwaltungsarbeit in Zukunft ohnehin überwiegend im Home Office erfolgen würde. Dem möchte ich als Leiter einer Kommunalverwaltung entschieden widersprechen: Die Arbeit am Laptop zwischen Küche und Kinderzimmer kann kein dauerhafter Zustand sein. Auch wenn es in der derzeitigen Situation der Corona-Pandemie eine adäquate Übergangslösung ist und vielleicht noch einige Zeit sein wird, ist ein fester Arbeitsplatz in entsprechender Atmosphäre außerhalb des eigenen zu Hauses für Angestellte wie auch für das Führungspersonal unverzichtbar. Dabei geht es zum einen um den regelmäßigen fachlichen und zum anderen auch den zwischenmenschlichen Austausch. Gerade beim Landkreis werden Entscheidungen von großer Tragweite gefällt – und das geht nicht von zu Hause aus, ohne sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen, mit den Menschen zu reden oder mit Kollegen Rücksprache zu halten.

Es geht um Aspekte wie Teamarbeit und die Entwicklung von Ideen, die nur miteinander funktionieren können. Und es geht nicht zuletzt um eine klare Trennung von Privatem und Beruflichem: Die vielzitierte Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Grundlage einer gesunden und nachhaltigen Lebensweise gerät nachweislich aus den Fugen, wenn sich Arbeit und Freizeit immer stärker vermischen. Im Interesse der Angestellten sollten wir dies nicht aus den Augen verlieren. Und von zu Hause aus lösen wir sicher auch nicht die Probleme der Bürger.

Wenn man übrigens diese Einschätzung, Arbeit findet in Zukunft im Home Office statt, auf andere Branchen überträgt, dann bräuchten wir in Zukunft auch keinen Einzelhandel mehr, sondern nur noch Paketverteilzentren. Wir bräuchten auch keine Kindergärten mehr, da ja Eltern ohnehin zu Hause sind. Das kann und darf keine ernsthafte Zukunftsperspektive sein! Unsere Gesellschaft ist seit jeher vom Miteinander und von der Gemeinschaft geprägt. Das gilt nicht nur bei uns im ländlichen Raum, sondern generell.

Ein weiteres Argument, welches nun vorgebracht wurde, sind die steigenden Investitionskosten. Dazu möchte ich festhalten, dass ein Neubau in Beelitz sicher nicht teurer sein wird als einer in Bad Belzig. Über kurz oder lang wird der Landkreis in größerem Maße in seine Bausubstanz investieren müssen. Darüber hinaus darf man aber nicht nur die reinen Kosten sehen, denn Investitionen der öffentlichen Hand schaffen auch langfristig Werte. Und sie fließen in die heimische Wirtschaft, denn wer partizipiert denn am ehesten an den Ausschreibungen? Oft sind es doch die regionalen Firmen, die vor Ort Arbeitsplätze schaffen und für eine wirtschaftliche Stabilität sorgen.

Ich appelliere an die Mitglieder des Kreistages, sich bei der weiteren Umsetzung des Masterplanes nicht von politischen Meinungsumschwüngen oder lokalen Befindlichkeiten beeinflussen zu lassen, sondern das eigentliche Ziel im Auge zu behalten: die Entwicklung einer effizienten, gut erreichbaren, modernen und vorbildlich arbeitenden Kreisverwaltung, die im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und nicht zuletzt aller kreisangehörigen Kommunen liegt. Und den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises lege ich nahe, genau zu schauen, welche Kandidaten für die Wahl des Landrates am 6. Februar sich wie positionieren. Denn an einer so zentralen Frage – wie wird die Kreisverwaltung für die Zukunft aufgestellt – kann man durchaus festmachen, wer in den nächsten Jahren Probleme anpacken will – und wer sie lieber hinausschiebt.

Bernhard Knuth,

Bürgermeister der Stadt Beelitz

Beelitz  28. 01.2022


 

Verehrte Soldatinnen und Soldaten,

 

Angehörige der Bundeswehr und Gäste,

 

 

 

wer den Namen Beelitz hört, denk zuallererst an Spargel. Das hat seinen guten Grund, denn immerhin leben wir hier in einem der deutschlandweit größten Anbaugebiete. Unsere Stadt hat aber auch eine lange Tradition als Militärstandort: 1731 stationierte Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. in Beelitz eine Schwadron preußischer Husaren unter dem Kommando des späteren Reitergenerals Hans Joachim von Zieten, um die seinerzeit noch nahe gelegene Grenze zu Sachsen zu schützen. Damals wurden die Soldaten in Bürgerhäusern einquartiert, exerziert wurde im Lustgarten am Rande der Altstadt, vor den Augen der Öffentlichkeit. Über 200 Jahrhunderte später waren Rote Armee und Nationale Volksarmee in Beelitz kaserniert, allerdings weitgehend abgeschottet von der Zivilbevölkerung.

 

 

 

Heute ist es die Bundeswehr, die unser Stadtbild mitprägt und die mehr als jede Armee zuvor Teil der Öffentlichkeit ist. Mit dem Logistikbataillon 172 haben wir im Jahr 2012 einen Patenschaftsvertrag unterzeichnet, den wir seither mit Leben füllen. Wir unterstützen uns gegenseitig bei Projekten, stärken „unserer“ Truppe den Rücken, wenn sie in den Einsatz geht, sind gemeinsam stolz auf Erfolge – und natürlich feiern wir auch zusammen. Viele derzeitige und ehemalige Angehörige des Bataillons wohnen in unserer Stadt, engagieren sich hier in den Vereinen, viele haben hier auch eine Familie gegründet oder ihre Familie hier her geholt, was uns immer wieder besonders freut.

 

 

 

Unsere Stadt soll mehr als nur Dienstort für Sie sein: Beelitz mit seiner einmaligen Lage im Naturpark Nuthe-Nieplitz sowie den vielen Sehenswürdigkeiten und dem reichhaltigen kulturellen Programm bietet viele Möglichkeiten für Freizeit und Erholung. Und in Anbetracht unser guten Verkehrs– und Versorgungsinfrastruktur sowie den Kitas und Schulen werden vielleicht auch Sie irgendwann zum Schluss kommen, dass es sich hier nicht nur gut arbeiten, sondern auch vortrefflich leben lässt.

 

 

Bernhard Knuth, Bürgermeister

 

Beelitz  26.01.2022

 

 

 

Bürgermeister ruft die Beelitzer auf, auch weiter friedlich und respektvoll miteinander umzugehen

 

An ALLE Bürgerinnen und Bürger unserer schönen und liebenswerten Stadt Beelitz

 

 

 

Seit mehreren Wochen finden in Beelitz wie auch in vielen anderen deutschen Städten die Montagsspaziergänge statt. Diese nehme ich, obgleich sie keinen unmittelbaren Bezug zum kommunalen Geschehen in der Spargelstadt haben, natürlich trotzdem wahr. Und selbstverständlich bleibt auch mir nicht verborgen, wie sich die Stimmungen in unserem Lande insgesamt entwickeln. Ich möchte Sie und Euch dazu aufrufen, bei aller Gegensätzlichkeit in der Haltung zur Corona-Politik auch weiterhin friedlich und respektvoll miteinander umzugehen.

 

 

Ich wünsche mir, dass unterschiedliche Meinungen nicht dazu führen, dass sich Beelitzerinnen und Beelitzer gegenseitig anfeinden – nicht auf der Straße, erst recht nicht in den eigenen vier Wänden und auch nicht im Internet wie zum Beispiel den Facebook-Gruppen, wo die Hemmschwelle meist niedrig ist und Diskussionen schnell persönlich werden. Ich wünsche mir, dass Menschen, die seit jeher in unserer wunderbaren Stadt gut zusammenleben, sich nicht plötzlich miteinander überwerfen und Gräben entstehen, die auf absehbare Zeit nicht überwunden werden können. Ich wünsche mir, dass wir es schaffen, gegensätzliche Meinungen zu tolerieren.

 

 

Man muss immer bedenken, dass jeder Mensch seine ganz eigenen Umstände, Erfahrungen und Empfindungen hat, auf deren Grundlage er oder sie argumentiert und handelt. Diese zum Teil sehr persönlichen Hintergründe kennt man meist nicht. Deshalb sollte man niemanden in irgendeine Schublade stecken. Und erst recht sollte man nicht den Respekt gegenüber dem- oder derjenigen verlieren, geschweige denn irgendwelche Schuldzuweisungen treffen. Ich bin mir sicher, dass unsere Gemeinschaft solche Gegensätzlichkeiten überwinden kann.

 

 

Wenn sich jemand für eine Impfung entscheidet, aus welchem Grund auch immer, dann begrüße ich das und verwahre mich ausdrücklich dagegen, dass er oder sie dafür von anderen verurteilt wird. Und wenn jemand montags in Beelitz spazieren gehen möchte, um seiner persönlichen Meinung Ausdruck zu verleihen, ohne dabei in politische Extreme abzugleiten, dann ist das verständlich und auch in Ordnung. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen belasten uns letztendlich alle – und das nicht nur in Beelitz. Aber wir sollten uns stets vor Augen halten, dass wir hier in unserer Stadt bisher immer gute Wege gefunden haben, damit zurechtzukommen.

 

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Nachbarn, für uns und unsere Stadt ist in diesen Tagen ein sehr wichtiges und vor allem auch ein sehr schönes Jahr angebrochen: Ab dem 14. April richtet Beelitz die Landesgartenschau aus. Das Großereignis hat schon jetzt dazu geführt, dass sich Beelitz in vielen Bereichen, vor allem aber auf dem künftigen Gartenschaugelände, rasant entwickelt hat und es hat auch dafür gesorgt, dass die Stadt in den aktuellen Krisenzeiten investieren kann und hiesige Betriebe Aufträge bekommen. Die Vorfreude und der Stolz auf das, was wir alle bisher geleistet haben, sollten uns alle mit Hoffnung und Zuversicht erfüllen.

 

 

Es gibt in Beelitz so vieles, das uns verbindet. Besinnen wir uns darauf - und nicht auf Dinge, die uns derzeit unterscheiden und die wir hier vor Ort schwerlich beeinflussen können.

 

 

Herzliche Grüße,

Ihr und Euer Bernhard Knuth,
Bürgermeister.

 

Beelitz, Januar 2022

 

 

Liebe Beelitzerinnen,

 

liebe Beelitzer,

 

liebe Kinder,

 

 

 

Ihnen und Euch möchte ich auf diesem Wege eine besinnliche Weihnachtszeit, erfüllte Festtage im Kreise von Familie und Freunden sowie alles Gute für das neue Jahr 2022 wünschen.

 

 

 

Für die meisten von uns war auch dieses Jahr wieder von Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geprägt.  Und doch haben wir es als Gemeinschaft hinbekommen, das beste aus der Lage zu machen. Unsere Vereine haben auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen den Draht zu ihren Mitgliedern aufrecht erhalten, unsere Unternehmen haben, sofern sie durften, weitergearbeitet und das Leben in unserer Stadt am Laufen gehalten. Letztendlich hat jeder einzelne dazu beigetragen, indem er nicht mutlos wurde.

 

 

 

Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als das wir im kommenden Jahr endlich zu Normalität zurückkehren können. Wobei es alles andere als ein „normales“ Jahr zu werden verspricht – und das im positiven Sinne! Denn mit der Landesgartenschau, die am 14. April beginnt, werden wir ein neues Kapital in unserer Stadtgeschichte aufschlagen. Schon im Vorfeld dieses Großereignisses ist unheimlich viel Bleibendes geschaffen worden und dadurch, dass Beelitzer und Besucher jederzeit haben miterleben können, wie unser Gelände an der Nieplitz Form annimmt, haben wir nicht nur Interesse geweckt, sondern auch vielen Menschen eine Freude in den ansonsten schweren Zeiten bereiten können. Auch im kommenden Jahr wird vor dem Hintergrund der Gartenschau noch Einiges in unserer Stadt passieren. Wir haben in Beelitz in diesem Jahr insgesamt viel erreicht. Es ist viel investiert worden und es wird auch weiter investiert: In den Ortsteilen, in die Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur, in die Feuerwehr, in die Sport- und Vereinsstätten und viele weitere Bereiche. Festzustellen, dass es trotz allem weitergeht, dass sich unsere Stadt weiter entwickelt, ist dieser Tage besonders wichtig. Denn es sorgt für Zuversicht.

 

 

 

Ich freue mich darauf, wenn im kommenden Jahr unzählige Menschen zu uns nach Beelitz kommen. Ich garantiere Ihnen, dass viele von ihnen hier ein bisschen ihr Herz verlieren werden. Ich hoffe, dass auch wir als Gemeinschaft dieses besondere Jahr ohne Einschränkungen genießen können. Vielleicht können wir mit unserem „Gartenfest für alle Sinne“ sogar dazu beitragen, dass die Menschen nach den letzten beiden Jahren der Ungewissheit und der Einschränkungen wieder miteinander feiern und vor allem genießen. Ihnen, liebe Beelitzerinnen und Beelitzer, wünsche ich viel Gesundheit, freudige Momente und gutes Gelingen bei allem, was Sie sich für das nächste Jahr vorgenommen haben. Und Euch, liebe Kinder, wünsche ich einen fleißigen Weihnachtsmann und unvergessliche Momente mit Euren Familien.

 

 

 

Ihr und Euer Bernhard Knuth,

 

Bürgermeister

 

 

 

Beelitz, Dezember 2021

 

 

 

 

 

 

Bernhard Knuth - Bürgermeister der Spargelstadt Beelitz

 

Geschäftsführer  Laga 2022

Landesgartenschau Beelitz

Intendant Beelitzer Festspiele

 



 

 

 

 

 

 

Beelitz  21.10.2021

 

GRUSSWORT DES BÜRGERMEISTERS

DIE LANDESGARTENSCHAU IN BEELITZ HAT FÜR KINDER UND JUGENDLICHE EINE MENGE ZU BIETEN

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,
liebe Kita-Leiterinnen und -Leiter,
liebe Kinder,

interaktives Lernen, Entdecken, Erforschen und kreatives Umsetzen – das bietet Ihnen und Euch unser Grünes Klassenzimmer. Der Unterricht in der Schule wird ergänzt durch Lernen unter freiem Himmel und in beeindruckender Natur. Wir haben den gesamten Bereich des Gartenschaugeländes naturnah und auch für zukünftige Generationen entwickelt und gestaltet. Sogar das Flüsschen Nieplitz wurde gemeinsam mit dem Landesumweltamt in Teilen renaturiert und bietet nun pflanzlichen und tierischen Wasserbewohnern neuen Lebensraum, ebenso wie die einst ausgetrockneten Biotope auf dem Gelände. Mit dem Anspruch, etwas Bleibendes zu schaffen, haben wir auch das Programm des Grünen Klassenzimmers zusammengestellt. Denn was könnte nachhaltiger sein, als jungen Menschen das Wissen und die Erfahrung mit an die Hand zu geben, um verantwortungsbewusst mit unserer Heimat und unserer Erde insgesamt umzugehen? Seit vielen Jahren gehört die Umweltbildung unter freiem Himmel zu einer Landesgartenschau. Mit der Grünen Liga Berlin e. V. haben wir dafür einen erfahrenen Partner ins Boot geholt, der hervorragend vernetzt ist und mit freien Bildungsträgern, Organisationen und Pädagogen zusammenarbeitet.

Und so werden wir über 250 Veranstaltungen an den 201 Tagen bieten können, bei denen Kita- und Hortgruppen sowie Schulklassen Einblicke ins Gärtnern, in die heimische Natur, in die Landwirtschaft, aber auch in globale Themen wie Klimaschutz und Umwelt bekommen – vermittelt von Menschen, die diese Themen anschaulich gestalten. Gemeinsam mit vielen Partnern aus der Praxis werden wir Euch das alles nahebringen.

Der Lernort liegt mitten in der Natur, unweit der Nieplitz – und zwar dort, wo bereits vor mehr als 1.000 Jahren Menschen gelebt und gearbeitet haben. Archäologische Grabungen im Vorfeld der Landesgartenschau haben nämlich spannende Details zutage gefördert, die auf eine slawische Siedlung an dieser Stelle schließen lassen, welche die Wiege der Stadt Beelitz sein dürfte. In Anlehnung an die Geschichte dieses Ortes haben wir für die Veranstaltungen im Grünen Klassenzimmer ein Slawendorf errichtet, das den natur- und umweltthematischen Inhalten einen authentischen geschichtlichen Rahmen verleiht.

Ich wünsche allen Teilnehmern viele interessante, spannende und einprägsame Momente im Grünen Klassenzimmer auf der Landesgartenschau Beelitz 2022.

Ihr und Euer Bürgermeister
Bernhard Knuth

 

 

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Beelitz  01.06.2021

 

Liebe Kinder, liebe junge Beelitzer,
 
zum heutigen Internationalen Kindertag möchte ich Euch alles erdenklich Gute wünschen. Und ich möchte Euch zu diesem Anlass noch einmal versichern, welch große Rolle Ihr in unserer Stadt spielt. Wie Ihr bestimmt wisst, darf sich Beelitz seit nunmehr zehn Jahren „Kinder- und familienfreundliche Kommune“ nennen. Für uns als Stadt ist es nicht nur ein Titel, sondern auch eine Verpflichtung: Ihr habt in den vergangenen Jahren sicher mitbekommen, wieviel sich in Eurer Kita oder Schule getan hat, wie oft Baufirmen vor Ort waren und die Häuser und Räume erneuet haben, und dass neues Spiel- und Lernmaterial angeschafft wurde. Ihr habt garantiert auch Eure Lieblingsplätze in der Stadt, an denen Ihr Euch regelmäßig trefft wie die neue Skateanlage oder die Spielplätze. Und Ihr habt bestimmt Orte, zu denen Ihr mit Euren Familien immer wieder gern Ausflüge unternehmt. Bestimmt habt Ihr auch Lieblingsfeste, die Ihr gemeinsam mit anderen Beelitzern feiert. Wir setzen alles daran, dass sich nicht nur die Erwachsenen, sondern vor allem auch Ihr als Kinder und Jugendliche Euch in Beelitz wohl fühlt.
 
In den vergangenen Monaten habt Ihr sehr viel zu verkraften gehabt: Wegen der Corona-Pandemie musstet Ihr auf so vieles verzichten, was Spaß macht und was zum Kind Sein dazugehört. Ihr musstet mehr Verantwortung übernehmen – für Euch, vielleicht auch für jüngere Geschwister, und dafür, dass zu Hause alles klappt, wenn Mama und Papa auf Arbeit sind. Ihr musstet viel mehr leisten und auch viel mehr aushalten, als wir Älteren in unserer eigenen Kindheit – und mehr, als man von Euch hätte erwarten dürfen. Ihr seid dabei auch über Euch hinausgewachsen und habt ganz bestimmt dafür gesorgt, dass es zu Hause nicht zu still und traurig wird. Ihr habt trotzdem und weiterhin gelernt und natürlich habt Ihr mitgeholfen, Ansteckungen zu vermeiden, indem Ihr Euch besonders vorbildlich an die Regeln gehalten habt und auch noch haltet. Dafür hat Euch – bis vielleicht auf Eure Eltern und Großeltern – noch nie jemand so richtig Danke gesagt. Ich möchte das sehr gern und im Namen aller Beelitzer tun, denn es ist allerhöchste Zeit dafür: Danke!
 
Nun ist es ja auch üblich, dass man zum Kindertag etwas schenkt. Wenn Ihr dieser Tage mal an der Nieplitz, auf unserem LAGA-Gelände unterwegs seid, dann seht Ihr schon, was dort gerade Tolles entsteht. Unsere Spiel- und Abenteuerlandschaft ist leider noch nicht ganz fertig, die Baufirma ist noch fleißig und stellt die Spielgeräte auf und macht alles schön für Euch. Der Spielplatz, der noch viel größer und schöner wird als der bisherige, kann dann erst einmal bis zum Winter und dann wieder ab dem Frühjahr von Euch genutzt mit Leben gefüllt werden. Gemeinsam mit Euch werden wir die Anlage in vier bis sechs Wochen einweihen. Und es gibt keinen Anlass, auf den ich mich mehr freuen könnte.
 
Alles Gute für Euch und Eure Familien. Ich wünsche Euch, dass sich all Eure Hoffnungen und Sehnsüchte erfüllen. Genießt Euren heutigen Ehrentag!
 
Euer Bürgermeister Bernhard Knuth
 

 

 

 

 

 

 

Beelitz  24.03.2021

 

 

Liebe Beelitzerinnen,
liebe Beelitzer, liebe Kinder,

ich möchte die Gelegenheit nutzen und Ihnen und Euch allen, auch im Namen unserer Verwaltung, ein frohes Osterfest wünschen. Bei all den Einschränkungen, mit denen wir immer noch leben müssen, hoffe ich dennoch, dass die Menschen in unserer Stadt die Feiertage ein wenig genießen können und Sie und Ihr viele Gelegenheiten findet, den Frühling zu begrüßen. Denn mit ihm kommt wieder mehr Farbe in unsere Stadt - und damit auch in die Gemüter. Und vor allem gibt es bald wieder leckeren Beelitzer Spargel!

Dass wir auch weiterhin mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie leben müssen, ist mehr als traurig, für viele ist es schon frustrierend. Und es sieht im Moment nicht einmal so aus, als würde es in den nächsten Monaten sehr viel anders werden. Virusmutationen, Impfstoffrückruf, Infektionszahlen auf hohem Niveau - und Strategien, die einfach nicht wirken wollen. Ich werde derzeit oft angesprochen, was denn nun wird mit den kostenlosen Schnelltests, immerhin wurden die ja von der Bundesregierung versprochen. Auch wir als Stadt werden da im Moment, genauso wie Sie, in Unkenntnis gelassen. Es gibt keine Informationen, wo wir Tests in dieser Menge und zu welchen Konditionen herbekommen, wer sie durchführen soll, wer sie finanziert. Aber wir setzen alles daran, dass - sobald Land und Landkreis derlei Fragen geklärt haben und Konzepte vorlegen - wir sofort loslegen. Wir haben sehr engagierte Wohlfahrtsverbände in unserer Stadt, mit denen wir uns gerade abstimmen und mit denen wir die Testungen organisieren möchten. Trotzdem werden wir in diesem Sommer einmal mehr auf unsere großen Veranstaltungen verzichten müssen - auf das Spargelfest, auf unser Sommerfest für die Ehrenamtlichen, auf große Partys in unseren Ortsteilen. Niemandem tut das mehr leid als mir. Ich kann aber mittlerweile aus eigener Erfahrung berichten, dass eine Erkrankung an Covid 19 alles andere als angenehm ist. Für die vielen Genesungswünsche, die mich Ende Februar erreicht haben, möchte ich mich auch auf diesem Wege ganz herzlich bedanken. Es war wirklich rührend und für mich auch ein bisschen überraschend, wie groß die Anteilnahme gewesen ist. Mir hat die Infektion gezeigt, wie groß die Gefahr einer Ansteckung ist und dass wir noch weit entfernt sind von unbeschwerten Begegnungen - und dass bestimmte Vorsichtsmaßnahmen einfach sein müssen. Wenn man schon eine Ansteckung nicht hundertprozentig ausschließen kann, so sollte man eine Weiterverbreitung verhindern. Aus diesem Grunde hatten wir auch mehrere Mitarbeiter der Stadtverwaltung vorsorglich isoliert gehabt. Glücklicherweise blieb es bei den beiden bekannten Fällen, sodass alle anderen die Arbeit nach entsprechenden Testungen zeitnah wieder aufnehmen konnten. Mittlerweile können wir immerhin schon Schnelltests bei unseren Mitarbeitern und beim Personal in den Kitas durchführen, sodass zumindest in diesem Bereich ein bisschen mehr Sicherheit gewährleistet werden kann.

Wie Sie und Ihr wünsche ich mir auch, dass das „normale Leben“ so schnell wie irgend möglich wieder beginnen kann. Wir sollten uns dabei immer wieder vergegenwärtigen, dass wir uns in einer sehr lang andauernden Ausnahmesituation befinden, nicht in einem neuen Alltag, der ganz selbstverständlich von Pandemie und Lockdown geprägt wird. Diese Ausnahmesituation müssen wir alle irgendwie überstehen, am besten gemeinsam.

Liebe Kinder,Euch wünsche ich einen fleißigen Osterhasen und schöne Osterferien. Auch wenn die reguläre Schule für die meisten gerade erst wieder begonnen hat, habt Ihr Euch die Pause nach den Wochen des Homeschooling mehr als verdient.

Genießt die freie Zeit, tobt herum und freut Euch drauf, wenn in unserer Stadt wieder mehr los sein wird. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten.

Ihr und Euer Bürgermeister
Bernhard Knuth

 

 

 

 

 

 

 

Beelitz   27. 01.2021

 

Alles außer Krise


Obwohl das Pandemiegeschehen täglich unser aller Leben begleitet, gibt es doch so viel mehr, was Beelitz zurzeit ausmacht.

 


Ein Rück– und Ausblick zum neuen Jahr

 


Liebe Beelitzerinnen, liebe Beelitzer, liebe Kinder,

obwohl das neue Jahr schon einige Wochen alt ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Ihnen und Euch noch einmal alles Gute, vor allem Glück und Gesundheit zu wünschen.


Die Zeit nach dem Jahreswechsel ist traditionsgemäß die Gelegenheit, um zurückzublicken, nach vorne zu schauen und für sich selbst herauszufinden, wo man steht. Auch wenn das derzeitige Pandemiegeschehen alles andere zu überschatten droht, bleibt für uns als Stadt dabei jede Menge Positives festzuhalten. Denn trotz Corona schreitet die Entwicklung weiter voran, nehmen Investitionsprojekte Form an, arbeiten viele Menschen in und für Beelitz und sind damit erfolgreich.

Vieles konnten wir im vergangenen Jahr bei allen Einschränkungen auf den Weg bringen oder fertigstellen. Bei einem Spaziergang durch unsere Altstadt entdeckt man allerorten rege Bautätigkeit: Unser kommunales Objekt in der Poststraße 19 ist nach der Sanierung ein wahres Schmuckstück geworden und wird demnächst zwei kleinen Familien oder Paaren ein neues zu Hause geben, und nebenan haben bereits die Arbeiten für den Bau der neuen Sparkassenfiliale begonnen.

Darüber hinaus sind viele private Hauseigentümer gerade dabei, ihre Gebäude zu sanieren und zu entwickeln und damit Platz für Wohnen und Gewerbe zu schaffen. Und es sind vor allem Handwerksbetriebe aus unserer Stadt und der Region, die hier im Einsatz sind - und die damit eindrucksvoll zeigen, dass gute und hochwertige Arbeit immer Konjunktur hat.

Auch rund um den Wasserturm herrscht momentan reges Treiben: Nachdem wir bereits im Oktober die neue Skateanlage fertig gestellt haben, folgen in den nächsten Bauabschnitten nun die Umgestaltung des südlichen Bereiches rund um die historische Treppenanlage zum Familienpark sowie der Ausbau des Wegenetzes und die Installation der Fitnessgeräte im nördlichen Bereich. Sobald der Bebauungsplan beschlossen und genehmigt ist, wird auch mit dem neuen Freibad begonnen, das wir im kommenden Jahr einweihen wollen.

In der Clara-Zektin-Straße tut sich derzeit ebenfalls einiges – wenn auch zunächst auf dem Reißbrett. Denn nachdem der Beelitzer Standort der Firma Struik trotz aller Kraftanstrengungen der Belegschaft und der Betriebsleitung seine Tore schließen musste, wird es doch immerhin eine Zukunft für das Gelände geben. Gemeinsam mit dem neuen Eigentümer - der Beelitzer Baufirma Schielicke - möchten wir das Areal zur neuen Beelitzer Mitte entwickeln, wo neuer, auch barrierefreier Wohnraum für unsere Bürger entsteht. Auch ein zentraler Hort ist hier angedacht, in dem dann alle Grundschüler nach Unterrichtsschluss betreut werden können und nicht mehr auf einzelne Gebäude verteilt werden müssen.

Unsere Einwohnerzahl wird sich in den kommenden Jahren merklich erhöhen, denn nachdem der Bebauungsplan für den ersten Teilbereich des neuen Wohnquartiers in Heilstätten genehmigt ist, werden dort neben dem neuen Ortszentrum auch die ersten Häuser und Wohnungen geschaffen - und überdies die unschätzbar wertvollen Klinikgebäude gesichert.

Schon lange vorbei sind die Zeiten, in denen Beelitz in einem Satz erwähnt wurde mit Landflucht, Investitionsstau oder Leerstand. Wir alle haben diesen Trend gemeinsam umgekehrt: Statt der einst prognostizierten 10500 Einwohner sind wir heute fast 13 000. Und unsere Stadt wächst moderat und in verträglichem Maße weiter - nicht nur an Einwohnern, sondern auch an Wirtschaftskraft.

Aus dieser Trendwende können wir nun die ersten Früchte ernten, denn wohl kaum eine Kommune ist in den letzten Jahren so ausgiebig mit Förderprogrammen bedacht worden wie Beelitz. Zugegeben: Wir sind im Rathaus sehr aktiv, wenn es um die Aquise geht und wir haben mit unseren Stadtverordneten Partner im politischen Raum, die sich zum allergrößten Teil ebenfalls stark für das Wohl unserer Stadt einsetzen. Aber auch das würde nicht viel helfen, wenn man auf Kreis-, Landes– und Bundesebene nicht an unsere Kommune glauben, uns etwas zutrauen würde.

Ein Beispiel ist die Landesgartenschau, die jetzt und in Zukunft unser Stadtbild verändert, ein weiteres ist der geplante neue Sitz der Kreisverwaltung in Heilstätten mit 550 Arbeitsplätzen. Auch der Ausbau der Verkehrswege ist ein klares Zeichen dafür, dass Beelitz eine Zukunft hat. Zwischen Klaistow und Glindow entsteht derzeit der neue Radweg, der unsere beiden Mittelzentrums-Städte Werder (Havel) und Beelitz touristisch verbinden soll. Am Spargelhof selbst wird ein neuer Kreisverkehr geschaffen, der das beliebte Ausflugsziel noch besser erreichbar macht. Mit einem weiteren Lückenschluss im Radwegenetz werden wir in diesem Jahr entlang der L73 zwischen Zauchwitz und Rieben beginnen. In Beelitz wird ab diesem Jahr zudem die Brücker Straße und auch die nördliche Berliner Straße im letzten unsanierten Bereich bis zur Hermann-Löns-Straße ausgebaut. Und in Fichtenwalde packen wir als Stadt unter anderem die Potsdamer Straße an, alles in enger Abstimmung mit dem WAZ Nieplitz.

Auch die Privatwirtschaft entwickelt ihre Standorte weiter, man denke nur an die Recura-Kliniken, an den Baumkronenpfad, an all die Unternehmen, die sich im Gewerbegebiet angesiedelt haben. Wir als Stadt sorgen für die baurechtlichen Voraussetzungen - und schaffen die nötige Infrastruktur.

Dazu gehört vor allem die Entwicklung unserer Kitas und Schulen: Mit dem Kita-Neubau in Fichtenwalde konnten wir im vergangenen Herbst einen or-dentlichen Sprung machen, was die Kapazitäten, aber auch was die Qualität in der Kindertagesbetreuung angeht. In diesem Jahr setzen wir den Ausbau in der Kita „Sonnenschein“ fort, mit einem neuen Gebäudeteil, der als Entree die beiden Häuser miteinander verbindet und mit der Sanierung des zweiten Hau-ses. Auch die Wittbrietzener „Landwichtel“ werden demnächst ein neues Quartier bekommen, wie es schon seit längerem geplant ist. Die Spielplätze in Beelitz und auf den Dörfern, wie demnächst in Zauchwitz, werden weiterentwickelt, auch die Sportstätten werden ausgebaut, so wird unter anderem die geplante Tennishalle in Beelitz in den kommenden beiden Jahren realisiert - und auf dem Sportplatz in der Bergstraße soll, sofern der Landkreis dem Projekt zustimmt, ein zweiter Kunstrasenplatz angelegt werden.

Zu unseren Erfolgen und dem, was mich wirklich stolz macht, zählt auch unsere medizinische Infrastruktur, die immer vielfältiger wird. So erweitern wir unser Ärztehaus nach dem ersten Anbau um zwei weitere Flügel, wodurch die Ansie-delung von Neurologen und einem Urologen ermöglicht wird. Auch der Altbau wird modernisiert und die Bedingungen für die bereits niedergelassenen Ärzte weiter verbessert.


Zur Infrastruktur gehört schließlich auch die Versorgung, die sich mit dem nun näher rückenden Neubau des Rewemarktes in der Trebbiner Straße nebst Rossmann-Ansiedelung verbessern wird.

In unseren Ortsteilen laufen viele Projekte an und auch weiter, so wird zurzeit in Buchholz ein neues Dorfgemeinschaftshaus gebaut, in Fichtenwalde demnächst ebenfalls ein neues Begegnungshaus, außerdem werden bereits die Außenanlagen an der neuen Turnhalle hergerichtet - für den Schul– und Vereinssport und den Individualsport, also für alle Einwohner. Es stehen weitere Projekte zur Schulwegsicherung in den Ortsteilen an, und in Elsholz wird die Ortsmitte ausgebaut, einschließlich der Feuerwehr, die vergrößert werden soll. Auch das Gerätehaus in Wittbrietzen wird saniert werden.

Diese Vorhaben sind allesamt Teil des Doppelhaushaltes, der demnächst von den Stadtverordneten beschlossen werden soll. Allein für dieses Jahr ist eine Rekordsumme an Investitionen in Höhe von 32 Millionen Euro geplant, im kommenden Jahr sind es weitere 13 Millionen. Natürlich macht sich in diesem Zusammenhang auch die Landesgartenschau mit den zahlreichen Vorhaben auf und rund um das Kerngelände bemerkbar. Fast durchgängig laufen die Bauarbeiten an der Nieplitz, fast täglich sieht man hier Neues entstehen - nicht nur für das kommende Jahr, wenn wir zum „Gartenfest für alle Sinne“ einladen, sondern auch für die Zeit danach, für uns hier in Beelitz.

Es gibt also so viel mehr als das tägliche Pandemiegeschehen, das wir zwar im Auge haben und auf das wir tagesaktuell reagieren - zum Beispiel, indem wir Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, von der Beitragspflicht ausnehmen - aber von dem wir uns nicht lähmen lassen. Das vergangene Jahr war in unserer Stadt in diesem Zusammenhang auch nicht nur von Einschränkungen gekennzeichnet. Es war viel mehr geprägt von Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und letztendlich auch einem gehörigen Maße an Selbstdisziplin und der Fähigkeit, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen.

Ich rechne damit, dass sich die Situation ab dem Frühjahr zumindest schrittweise normalisieren, dass es aber auch in diesem Jahr noch Einschränkungen bis über den Sommer hinaus geben wird. Es ist fraglich, ob Großveranstaltungen wie unser Spargelfest vor diesem Hintergrund möglich sein werden. Aber zumindest hoffe ich, dass wir im Juli zu unserem Sommerfest für ehrenamtlich Tätige und zur schon lange geplanten Festveranstaltung zur Verleihung der Beelitzer Ehrennadel einladen können. Ihnen und Euch, die Ihr das Leben in unserer Stadt am Laufen haltet und auf so vielfältige Weise prägt, würde ich gern so bald wie möglich persönlich danken. Denn uns alle verbindet das Ziel, für die Menschen in Beelitz das Beste zu erreichen. Vor allem jetzt, aber auch zu jeder anderen Zeit.

Ihr und Euer
Bernhard Knuth,
Bürgermeister





 

Bernhard Knuth

Geschäftsführer  Laga 2022

Landesgartenschau Beelitz

Intendant Beelitzer Festspiele