Bernhard Knuth - Bürgermeister der Spargelstadt Beelitz

 

Geschäftsführer  Laga 2022

Landesgartenschau Beelitz

Intendant Beelitzer Festspiele

 

Alles außer Krise     27. 01.2021

 

 

 

 

 

 

 

Beelitz   27. 01.2021

 

Alles außer Krise


Obwohl das Pandemiegeschehen täglich unser aller Leben begleitet, gibt es doch so viel mehr, was Beelitz zurzeit ausmacht.

 


Ein Rück– und Ausblick zum neuen Jahr

 


Liebe Beelitzerinnen, liebe Beelitzer, liebe Kinder,

obwohl das neue Jahr schon einige Wochen alt ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Ihnen und Euch noch einmal alles Gute, vor allem Glück und Gesundheit zu wünschen.


Die Zeit nach dem Jahreswechsel ist traditionsgemäß die Gelegenheit, um zurückzublicken, nach vorne zu schauen und für sich selbst herauszufinden, wo man steht. Auch wenn das derzeitige Pandemiegeschehen alles andere zu überschatten droht, bleibt für uns als Stadt dabei jede Menge Positives festzuhalten. Denn trotz Corona schreitet die Entwicklung weiter voran, nehmen Investitionsprojekte Form an, arbeiten viele Menschen in und für Beelitz und sind damit erfolgreich.

Vieles konnten wir im vergangenen Jahr bei allen Einschränkungen auf den Weg bringen oder fertigstellen. Bei einem Spaziergang durch unsere Altstadt entdeckt man allerorten rege Bautätigkeit: Unser kommunales Objekt in der Poststraße 19 ist nach der Sanierung ein wahres Schmuckstück geworden und wird demnächst zwei kleinen Familien oder Paaren ein neues zu Hause geben, und nebenan haben bereits die Arbeiten für den Bau der neuen Sparkassenfiliale begonnen.

Darüber hinaus sind viele private Hauseigentümer gerade dabei, ihre Gebäude zu sanieren und zu entwickeln und damit Platz für Wohnen und Gewerbe zu schaffen. Und es sind vor allem Handwerksbetriebe aus unserer Stadt und der Region, die hier im Einsatz sind - und die damit eindrucksvoll zeigen, dass gute und hochwertige Arbeit immer Konjunktur hat.

Auch rund um den Wasserturm herrscht momentan reges Treiben: Nachdem wir bereits im Oktober die neue Skateanlage fertig gestellt haben, folgen in den nächsten Bauabschnitten nun die Umgestaltung des südlichen Bereiches rund um die historische Treppenanlage zum Familienpark sowie der Ausbau des Wegenetzes und die Installation der Fitnessgeräte im nördlichen Bereich. Sobald der Bebauungsplan beschlossen und genehmigt ist, wird auch mit dem neuen Freibad begonnen, das wir im kommenden Jahr einweihen wollen.

In der Clara-Zektin-Straße tut sich derzeit ebenfalls einiges – wenn auch zunächst auf dem Reißbrett. Denn nachdem der Beelitzer Standort der Firma Struik trotz aller Kraftanstrengungen der Belegschaft und der Betriebsleitung seine Tore schließen musste, wird es doch immerhin eine Zukunft für das Gelände geben. Gemeinsam mit dem neuen Eigentümer - der Beelitzer Baufirma Schielicke - möchten wir das Areal zur neuen Beelitzer Mitte entwickeln, wo neuer, auch barrierefreier Wohnraum für unsere Bürger entsteht. Auch ein zentraler Hort ist hier angedacht, in dem dann alle Grundschüler nach Unterrichtsschluss betreut werden können und nicht mehr auf einzelne Gebäude verteilt werden müssen.

Unsere Einwohnerzahl wird sich in den kommenden Jahren merklich erhöhen, denn nachdem der Bebauungsplan für den ersten Teilbereich des neuen Wohnquartiers in Heilstätten genehmigt ist, werden dort neben dem neuen Ortszentrum auch die ersten Häuser und Wohnungen geschaffen - und überdies die unschätzbar wertvollen Klinikgebäude gesichert.

Schon lange vorbei sind die Zeiten, in denen Beelitz in einem Satz erwähnt wurde mit Landflucht, Investitionsstau oder Leerstand. Wir alle haben diesen Trend gemeinsam umgekehrt: Statt der einst prognostizierten 10500 Einwohner sind wir heute fast 13 000. Und unsere Stadt wächst moderat und in verträglichem Maße weiter - nicht nur an Einwohnern, sondern auch an Wirtschaftskraft.

Aus dieser Trendwende können wir nun die ersten Früchte ernten, denn wohl kaum eine Kommune ist in den letzten Jahren so ausgiebig mit Förderprogrammen bedacht worden wie Beelitz. Zugegeben: Wir sind im Rathaus sehr aktiv, wenn es um die Aquise geht und wir haben mit unseren Stadtverordneten Partner im politischen Raum, die sich zum allergrößten Teil ebenfalls stark für das Wohl unserer Stadt einsetzen. Aber auch das würde nicht viel helfen, wenn man auf Kreis-, Landes– und Bundesebene nicht an unsere Kommune glauben, uns etwas zutrauen würde.

Ein Beispiel ist die Landesgartenschau, die jetzt und in Zukunft unser Stadtbild verändert, ein weiteres ist der geplante neue Sitz der Kreisverwaltung in Heilstätten mit 550 Arbeitsplätzen. Auch der Ausbau der Verkehrswege ist ein klares Zeichen dafür, dass Beelitz eine Zukunft hat. Zwischen Klaistow und Glindow entsteht derzeit der neue Radweg, der unsere beiden Mittelzentrums-Städte Werder (Havel) und Beelitz touristisch verbinden soll. Am Spargelhof selbst wird ein neuer Kreisverkehr geschaffen, der das beliebte Ausflugsziel noch besser erreichbar macht. Mit einem weiteren Lückenschluss im Radwegenetz werden wir in diesem Jahr entlang der L73 zwischen Zauchwitz und Rieben beginnen. In Beelitz wird ab diesem Jahr zudem die Brücker Straße und auch die nördliche Berliner Straße im letzten unsanierten Bereich bis zur Hermann-Löns-Straße ausgebaut. Und in Fichtenwalde packen wir als Stadt unter anderem die Potsdamer Straße an, alles in enger Abstimmung mit dem WAZ Nieplitz.

Auch die Privatwirtschaft entwickelt ihre Standorte weiter, man denke nur an die Recura-Kliniken, an den Baumkronenpfad, an all die Unternehmen, die sich im Gewerbegebiet angesiedelt haben. Wir als Stadt sorgen für die baurechtlichen Voraussetzungen - und schaffen die nötige Infrastruktur.

Dazu gehört vor allem die Entwicklung unserer Kitas und Schulen: Mit dem Kita-Neubau in Fichtenwalde konnten wir im vergangenen Herbst einen or-dentlichen Sprung machen, was die Kapazitäten, aber auch was die Qualität in der Kindertagesbetreuung angeht. In diesem Jahr setzen wir den Ausbau in der Kita „Sonnenschein“ fort, mit einem neuen Gebäudeteil, der als Entree die beiden Häuser miteinander verbindet und mit der Sanierung des zweiten Hau-ses. Auch die Wittbrietzener „Landwichtel“ werden demnächst ein neues Quartier bekommen, wie es schon seit längerem geplant ist. Die Spielplätze in Beelitz und auf den Dörfern, wie demnächst in Zauchwitz, werden weiterentwickelt, auch die Sportstätten werden ausgebaut, so wird unter anderem die geplante Tennishalle in Beelitz in den kommenden beiden Jahren realisiert - und auf dem Sportplatz in der Bergstraße soll, sofern der Landkreis dem Projekt zustimmt, ein zweiter Kunstrasenplatz angelegt werden.

Zu unseren Erfolgen und dem, was mich wirklich stolz macht, zählt auch unsere medizinische Infrastruktur, die immer vielfältiger wird. So erweitern wir unser Ärztehaus nach dem ersten Anbau um zwei weitere Flügel, wodurch die Ansie-delung von Neurologen und einem Urologen ermöglicht wird. Auch der Altbau wird modernisiert und die Bedingungen für die bereits niedergelassenen Ärzte weiter verbessert.


Zur Infrastruktur gehört schließlich auch die Versorgung, die sich mit dem nun näher rückenden Neubau des Rewemarktes in der Trebbiner Straße nebst Rossmann-Ansiedelung verbessern wird.

In unseren Ortsteilen laufen viele Projekte an und auch weiter, so wird zurzeit in Buchholz ein neues Dorfgemeinschaftshaus gebaut, in Fichtenwalde demnächst ebenfalls ein neues Begegnungshaus, außerdem werden bereits die Außenanlagen an der neuen Turnhalle hergerichtet - für den Schul– und Vereinssport und den Individualsport, also für alle Einwohner. Es stehen weitere Projekte zur Schulwegsicherung in den Ortsteilen an, und in Elsholz wird die Ortsmitte ausgebaut, einschließlich der Feuerwehr, die vergrößert werden soll. Auch das Gerätehaus in Wittbrietzen wird saniert werden.

Diese Vorhaben sind allesamt Teil des Doppelhaushaltes, der demnächst von den Stadtverordneten beschlossen werden soll. Allein für dieses Jahr ist eine Rekordsumme an Investitionen in Höhe von 32 Millionen Euro geplant, im kommenden Jahr sind es weitere 13 Millionen. Natürlich macht sich in diesem Zusammenhang auch die Landesgartenschau mit den zahlreichen Vorhaben auf und rund um das Kerngelände bemerkbar. Fast durchgängig laufen die Bauarbeiten an der Nieplitz, fast täglich sieht man hier Neues entstehen - nicht nur für das kommende Jahr, wenn wir zum „Gartenfest für alle Sinne“ einladen, sondern auch für die Zeit danach, für uns hier in Beelitz.

Es gibt also so viel mehr als das tägliche Pandemiegeschehen, das wir zwar im Auge haben und auf das wir tagesaktuell reagieren - zum Beispiel, indem wir Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, von der Beitragspflicht ausnehmen - aber von dem wir uns nicht lähmen lassen. Das vergangene Jahr war in unserer Stadt in diesem Zusammenhang auch nicht nur von Einschränkungen gekennzeichnet. Es war viel mehr geprägt von Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und letztendlich auch einem gehörigen Maße an Selbstdisziplin und der Fähigkeit, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen.

Ich rechne damit, dass sich die Situation ab dem Frühjahr zumindest schrittweise normalisieren, dass es aber auch in diesem Jahr noch Einschränkungen bis über den Sommer hinaus geben wird. Es ist fraglich, ob Großveranstaltungen wie unser Spargelfest vor diesem Hintergrund möglich sein werden. Aber zumindest hoffe ich, dass wir im Juli zu unserem Sommerfest für ehrenamtlich Tätige und zur schon lange geplanten Festveranstaltung zur Verleihung der Beelitzer Ehrennadel einladen können. Ihnen und Euch, die Ihr das Leben in unserer Stadt am Laufen haltet und auf so vielfältige Weise prägt, würde ich gern so bald wie möglich persönlich danken. Denn uns alle verbindet das Ziel, für die Menschen in Beelitz das Beste zu erreichen. Vor allem jetzt, aber auch zu jeder anderen Zeit.

Ihr und Euer
Bernhard Knuth,
Bürgermeister





 

Bernhard Knuth

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