FESTSPIELE  BEELITZ  2015

fRAU LUNA

 

Das waren die Beelitzer Festspiele 2015

Mondmission erfolgreich

Mit der Inszenierung von „Frau Luna“ hat Beelitz neue Maßstäbe gesetzt

Mit der Pusebach‘n ist nicht zu spaßen: „Ick bin ja een jemütlicher Mensch, aber wat zu ville is, is zu ville“. Der Verlobte drückt sich vor der Hochzeit, der Zukünftige ihrer Nichte ist arbeitslos und der Schneider hat ihr eine minderwertige Mantille geliefert. Jeder bekommt ihren Zorn zu spüren - und das Publikum viel zu lachen. Uta Schorn ist jedes Mal zur Höchstform aufgelaufen in ihrer Rolle als wetternde Witwe in der Operette „Frau Luna“, ihre Auftritte gehörten zu den umjubelten Höhepunkten der Beelitzer Festspiele 2015.

Rund 4500 Besucher haben die Aufführungen auf der Festwiese erlebt und den Mechaniker Fritz Steppke, eben jenen arbeitslosen Schwiegerneffen, und seine Freunde auf ihre Reise im selbstgebauten Heißluftballon „uff‘n Mond“ begleitet.

Künstler wie Uta Schorn, Herbert Köfer, Uwe Karpa, Eva-Maria Pieckert und Andrea Meissner sowie viele weitere großartige Darsteller und Sänger lieferten sich an sieben Abenden launige Wortgefechte und sangen unter der Begleitung des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde die berühmten Melodien aus der Feder von Paul Lincke. Dazu gehörten „Schenk‘ mir doch ein kleines bisschen Liebe“ oder „Das macht die Berliner Luft“. Aus der wurde zum Finale die „Beelitzer Luft“, sodass die Inszenierung von Regisseur Peter Fabers vor Lokalkolorit sprühte.

Dafür sorgten auch die vielen Beteiligten aus Beelitz: Frauenchor und Carnevalclub gaben die Berliner Bürger, die Feuerwehr rückte in historischen Uniformen an, die Beelitzer Blasmusikanten spielten zum Finale vor der Bühne. Die Ausstattung war mit Kutschen, Oldtimer, Feuerwerk und dem Bühnenbild einer Alt-Berliner Häuserzeile durchweg opulent.

Als „Frau Luna“ bezauberte die Sopranistin Jessica Glatte von der Staatsoperette Dresden, in seiner Doppelrolle als preußischer Leutnant und androgyner Prinz Sternschnuppe gab sich Tenor Jens Winkelmann vom Mittelsächsischen Theater unheimlich wandlungsfähig.

Heiko Walter vom Staatstheater Cottbus wurde als Wachtmeister Theophil mit Charme und Schnauze zum Publikumsliebling. Und in die Hauptrolle des Fritz Steppke ist Peter-Benjamin Eichhorn von den Uckermärkischen Bühnen Schwedt geschlüpft.

Das Schauspielhaus in der Oderstadt hat die Festspiele wie bereits 2013 wieder unterstützt. Schon nach der fast ausverkauften Premiere war klar, dass die Beelitzer Interpretation des über hundert Jahre alten Stoffes gelungen ist, die Rückmeldungen waren durchweg positiv.

Unter den Gästen waren die Landesminister Schneider und Vogelsänger, Landtagspräsidentin Stark, die Rathauschefs der Nachbargemeinden und bekannte Persönlichkeiten wie die Schauspieler Ursula Karusseit, Ingeborg Krabbe und Wolfgang Bahro.

Vor allem aber waren Bürger aus Beelitz, Brandenburg und den benachbarten Bundesländern dabei - und sie spendeten am Ende immer stehenden Applaus. Dass die letzte Vorstellung wegen eines Unwetters dann buchstäblich ins Wasser fiel, ließ sich dadurch immerhin etwas leichter verschmerzen. Und weil sich in zwei Jahren wieder der Vorhang hebt: für die Beelitzer Festspiele 2017.

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Informationen aus unserer Stadt 26. Jahrgang Nr. 08   23. September 2015 BN
 

 

Styling anno 1900

Friseure und Kosmetiker aus Beelitz haben für ein zeitgemäßes Äußeres der Akteure gesorgt

Sie haben hinter den Kulissen dafür gesorgt, dass die Darsteller davor blendend aussahen: Die Mitarbeiter der Beelitzer Friseursalons „Schreinicke und Kretschmar“ und „Jana Eichler Friseure“ sowie Kosmetikerin Steffi Verona Exner. Auch bei den diesjährigen Festspielen kam die Kompetenz für Haar und Maske direkt aus Beelitz. Die Stylisten haben mit ihrem Können atemberaubende Frisuren und schillernde Make ups geschaffen und erreicht, dass die Darsteller nicht nur durch Gesang und Schauspiel das Publikum verzauberten, sondern schon durch ihr Äußeres.

Die Arbeit mit den Darstellern schildern alle als angenehm. „Bei aller Hektik kurz vor den Vorstellungen läuft es doch sehr harmonisch ab“, sagte zum Beispiel Rex Wegner vom Salon „Jana Eichler Friseure“. Die Herausforderungen lauerten woanders: „Beim Bühnen-Make up muss man darauf achten, dass es zusammen mit der Beleuchtung wirkt“, erklärt Steffi Verona Exner. So müsse man immer ein bisschen mehr verwenden als normalerweise üblich. Bei Hauptdarstellerin Jessica Glatte als Frau Luna habe der Schwerpunkt darüber hinaus bei einem besonders schillernden Äußeren gelegen. „Ich verwende viele glitzernde Elemente“, so die Maskenbildnerin. Es lag auch daran, dass „Frau Luna“ bei ihren Auftritten die gesamte Bühne und den Zuschauerraum für sich einnahm.

Aber woher haben die Stylisten ihre Anregungen bekommen? „Bei den Frisuren der Jahrhundertwende orientierten wir uns an alten Bildern“, erklärte Friseurmeisterin Annette Schreinicke. Und es gab konkrete Vorstellungen der Regie. „Das ist wie bei einem herkömmlichen Kunden, der zu uns in den Salon kommt“, so Rex Wegner. Allerdings sei auch jede Menge Raum für eigene Ideen geblieben. Und für die Frisuren der Gestirne, die am Ende des ersten Aktes auftraten – einschließlich Frau Luna – konnte sich die Kreativität dann völlig frei entfalten.

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Informationen aus unserer Stadt 26. Jahrgang Nr. 08   23. September 2015 BN
 

 

Danke, Beelitz!

Jubelnde Zuschauer, begeisterte Zuschriften, Anerkennung von allen Seiten:

Mit den Festspielen ist es uns wieder gelungen, eine ganze Region mitzureißen. Es ist ein Erfolg, den die gesamte Stadt für sich verbuchen kann und der ohne die Unterstützung so vieler Beteiligter nicht möglich geworden wäre. Ihnen möchte ich herzlich Danke sagen: Der Firma Gerüstbau Schleuder, die gemeinsam mit den Kulissenbauern von „Domino Design“ für unser Bühnenbild gesorgt hat, den Friseuren und Kosmetikern, die hinter der Bühne gewirbelt haben.

Den Beteiligten auf der Bühne wie dem Carnevalclub, dem Frauenchor, den Beelitzer Blasmusikanten und der Feuerwehr. Steffi Schmidt, die ihre Kutsche, und Stephan Rüde-Mösenthin, der seinen Oldtimer zur Verfügung gestellt hat. Die Sponsoren, angefangen beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark über EMB, Edis, Bad Liebenwerder, Dinamix bis hin zu hiesigen Unternehmen wie der Bäckerei Exner, Schröter Medizintechnik und dem Planungsbüro PST.

Ein großer Dank auch den Mitarbeitern der Stadt: Dem Bauhof, der die Kulisse geschaffen hat, den Verwaltungsangestellten, die mit weiteren ehrenamtlichen Helfern während der Vorstellungen für einen reibungslosen Ablauf sorgten, und unseren Köchinnen Frau Müller und Frau Schmidt, die sich ums leibliche Wohl der Gäste kümmerten.

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Informationen aus unserer Stadt 26. Jahrgang Nr. 08   23. September 2015 BN
 

 

Die Chemie stimmt

Mitte Juli traf das Ensemble der nächsten Beelitzer Festspiele erstmals aufeinander - eine vielseitige Truppe aus bekannten Künstlern und talentierten jungen Darstellern.

Allmählich wird es ernst für die Akteure der Beelitzer Festspiele: In nur drei Wochen erklingt der erste Akkord der Berliner Operette „Frau Luna“ an der Nieplitz. Bis dahin müssten die Kostüme angepasst, Rollen einstudiert und die Lieder geprobt werden. Immerhin: Das Ensemble steht und die Chemie zwischen den Schauspielern, Musikern und Choreografen stimmt auch. „Es wird ein bisschen wie damals im Ferienlager“, witzelte Regisseur Peter Fabers, als er den Darstellern die Unterkunft während der beiden Festspielwochen auf dem Jakobs-Spargelhof in Schäpe erläuterte.

Mitte Juli traf die die Riege von „Frau Luna“ zum Probenbeginn das erste Mal aufeinander: Junge, talentierte Darsteller und Musiker wie Jessica Glatte, Julia Klemm und Jannick Harneit von der Staatsoperette Dresden, erfahrene und namhafte Künstler wie Eva Maria Pieckert, Uta Schorn, Uwe Karpa und nicht zuletzt Schauspiellegende Herbert Köfer sowie Profis, die mit Tanz und Musik den richtigen Rahmen schaffen. Für viel Heiterkeit nicht nur auf der Bühne dürften Kabarettistin Andrea Meissner und Jacub Gwit von den Uckermärkischen Bühnen sorgen. Mit dem Schwedter Theater verbindet die Stadt Beelitz seit den ersten Festspielen 2013 eine enge Partnerschaft. Und auch dieses Mal stellt das Schauspielhaus im Nordosten Brandenburgs die Kostüme, einen Teil der Deko und nicht zuletzt einen Teil der Darstellerriege.

Neben Gwit feiert Peter-Benjamin Eichhorn ein Wiedersehen mit Beelitz, vor zwei Jahren gab er den Kellner Piccolo im „weissen Rössl“. Und so ist jetzt schon klar: Die Aufführungen werden auch hohen Ansprüchen an Sanges– und Schauspielkunst genügen - und trotzdem werden sie ein launiger Spaß für das Publikum.

„Wir möchten gern an den Erfolg der ersten Festspiele anknüpfen“, so Bürgermeister Bernhard Knuth, der sich an die Bezeichnung „Intendant“ noch ein wenig gewöhnen muss. Damals war an fünf Abenden das Singspiel „Zum weissen Rössl“ aufgeführt worden. Alle Veranstaltungen waren ausverkauft, oft gab es Standing Ovations und Rufe nach einer Zugabe. Mit Frau Luna sollen die Festspiele noch ein bisschen weiter wachsen: 700 Plätze - die Tribüne ist nur unwesentlich teurer - und sieben Spieltermine. Im Moment sieht es so aus, als würden die Vorstellungen gut besucht sein, denn von den 5000 Karten ist die Hälfte bereits vier Wochen vor der Premiere verkauft gewesen. „Mit 103000 Euro aus den Verkaufserlösen haben wir die geplanten Einnahmen schon so gut wie drin“, so Knuth. Immerhin gibt es finanzielle Unterstützung auch aus dem Brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie vom Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Dass die Beelitzer sich ebenfalls schon freuen und hinter dem Projekt stehen, wusste Peter Fabers zu berichten: Auf seinen Aufruf, Requisiten wie ein altes Fass, alte Fahrräder und Ähnliches zur Verfügung zu stellen, hätten sich sehr viele Beelitzer gemeldet. Unterstützung gibt es für die Aufführungen auch von den Beelitzer Blasmusikanten, dem Frauenchor und dem Carnevalsclub, welche die singenden Bürger von Berlin stellen.

Die Maske übernehmen wieder Beelitzer Salons und für die Installation von Kulisse und Bühnenbild haben Firmen aus der Stadt bereits ihre Hilfe zugesagt. Letztendlich werden die Festspiele ein Gemeinschaftsprojekt der Beelitzer - und damit ist man ja schon vor zwei Jahren gut gefahren

beelitz.de
 
www.beelitzer-festspiele.com

Informationen aus unserer Stadt 26. Jahrgang Nr. 07    22. Juli 2015 BN
 

 

Die Riege steht

Uta Schorn, Eva Maria Pieckert, Herbert Köfer, Uwe Karpa und viele weitere großartige Künstler bei den Beelitzer Festspielen

Die Darstellerriege für Frau Luna steht:

Wenn im August dieses Jahres der Vorhang aufgeht für die nächsten Beelitzer Festspiele, werden bekannte Künstler wie Uta Schorn, Eva Maria Pieckert, Uwe Karpa und Filmlegende Herbert Köfer auf der Bühne stehen und die berühmte Berliner Operette von Paul Lincke zum Leben erwecken. Unterdessen wurde mit dem Kartenvorverkauf ein beachtlicher Start hingelegt: Seit Dezember sind mittlerweile über 800 Tickets verkauft worden - und das, bevor die Stadt überhaupt in die intensive Vermarktung gegangen ist. Erstmals wurde die Werbetrommel so richtig auf der Grünen Woche in Berlin gerührt, weiter geht es im März auf der Internationalen Tourismusbörse ITB.

Für die nächsten Festspiele kann die Spargelstadt mit großen Namen aufwarten: So wird die Schauspielerin Uta Schorn, bekannt aus Fernsehserien wie „In aller
Freundschaft“ oder „Familie Dr. Kleist“ in die Rolle der Witwe Pusebach schlüpfen. Die Beelitzer haben Schorn bereits beim Adventskonzert in der Stadtpfarrkirche am 1. Dezember kennengelernt. Damals präsentierte sie gemeinsam mit Eva Maria Pieckert Weihnachtsgedichte und Lieder. Auch Pieckert, die viele noch von den ersten Festspielen als stimmgewaltige Postfrau Evi kennen dürften, ist wieder mit dabei. Sie spielt die Rollen von Anna und Venus. Ein weiteres großes Gesangstalent ist Gesine Forberger, die seit über 20 Spielzeiten am Staatstheater Cottbus engagiert ist. Ob als Parmina in der Zauberflöte, als Freia in Das Rheingold oder Madame Pompadour in der gleichnamigen Operette: Die Sopranistin ist stets auf herausragende Rollen gebucht. Bei den Beelitzer Festspielen wird sie in die Rolle der Frau Luna schlüpfen.

Eine weitere Hauptrolle - die des Mechanikers Fritz Steppke, der in einem selbstgebasteltem Ballon aus dem Berlin der Kaiserzeit auf den Mond fliegt, spielt Peter Benjamin Eichhorn. Auch er stand bei den ersten Beelitzer Festspielen bereits auf der Bühne, nämlich in der Rolle des Piccolo.

Steppkes Freund wird indes von Uwe Karpa gespielt : Sein Gesicht kennt man aus vielen Film- und Fernsehproduktionen, unter anderem den Polizeiruf 110 und 2007 den Kinofilm „Der Baader-Meinhof-Komplex“. Einem großen Publikum wurde der Theaterschauspieler Ende der 1990er bekannt, als Oberpfleger Brennecke in der Sat -1-Serie „alphateam – Die Lebensretter im OP“. Karpa und Eichhorn gehören wie Ireneusz Rosinski, der den Theophil spielen wird, zum Ensemble der Uckermärkischen Bühnen Schwedt, welche die Spargelstadt auch dieses Mal wieder unterstützen - personell und logistisch.

Weitere bekannte Namen für Beelitz: Herbert Köfer (als Graf Zepelin) und Andrea Meissner (als Elle / Stella). Die künstlerische Verantwortung übernimmt wieder Regisseur Peter Fabers, der bereits die ersten Festspiele zu einem überwält igenden Erfolg gemacht hat.

beelitz.de
 
Informationen aus unserer Stadt 26. Jahrgang Nr. 1    28. Januar 2015 BN
 

 

 

 

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