08.07.2020

Pressemitteilung

Spargel- und Erlebnishof Klaistow, Glindower Straße 28, 14547 Beelitz
Tel. 033206 61070,

www.spargelhof-klaistow.de

Mit Abstand in die Heidelbeer-Saison 2020

Klaistow, 8. Juli: In diesem Jahr ist alles anders als sonst und doch bekannt! Seit Mitte März grassiert das Corona Virus in Deutschland und mit ihm behördliche Auflagen zur Eindämmung der Pandemie. Der Spargel- und Erlebnishof Klaistow setzt diese Maßnahmen konsequent um. Das bewies die Organisation der Pressekonferenz zur Eröffnung der Heidelbeersaison auf eine originelle Art und Weise. Auf der großen Heidelbeerplantage wurden Stühle im Abstand von 1,5 m aufgestellt, auf denen die Teilnehmer Platz nehmen durften. So war es möglich, die rund 130 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Presse auf Abstand zu halten. Im persönlichen Kontakt wurden Schutzmasken getragen, Speisen und Getränke ausschließlich „verpackt“ gereicht. Es war eine angenehme Stimmung auf dem Feld, die durch die einführenden Worte des von Ingo Dubinski, Moderator, in Neugierde auf die nachfolgenden Redeanteile von Christian Stein, Beigeordneter des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Bernhard Knuth, Bürgermeister der Stadt Beelitz und dem Präsident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg e.V., Dr. Klaus Henschel, überging. Die abschließenden Worte hielt Ernst-August Winkelmann, Inhaber Spargelhof Klaistow, der über die Erntebedingungen seiner Heidelbeeranlagen sowie zur aktuellen Situation referierte:

 „Aufgrund des Frostes in diesem Jahr hoffen wir auf ein positives Ernteergebnis von über 800 t auf unseren 150 hektargroßen Feldern.“ Er bedankte sich bei allen Teilnehmern für das Erscheinen und lud zur abschließenden Besichtigung der Anlage mit darauffolgendem Heidelbeer-Buffet ein. Der Spargelhof Klaistow bietet während der Heidelbeerzeit eine Vielzahl von Produkten und Gerichten, in denen die blaue Beere verarbeitet wird. Diese können mittwochs und sonntags beim Heidelbeer-Buffet ausgiebig geschlemmt werden. Im Hofladen können Heidelbeerprodukte wie Marmelade, Bier, Honig, Schokolade, Sirup, Secco und Direktsaft u.v.w.m. gekauft werden. Die hofnahen Heidelbeerfelder laden zur Selbstpflücke an den mannshohen Sträuchern ein. Die Saison dauert bis September und wird dann von der Kürbiszeit auf dem Hof abgelöst.

Hintergrundinformationen:

Zur Firmenphilosophie des Erlebnishof Klaistow gehört es, den Gästen Landwirtschaft erlebbar zu machen. Dies erfolgt in diesem Jahr natürlich unter Einhaltung von erhöhten Hygienestandards und Abstandsregeln. Heidelbeeren können nicht nur gekauft, sondern auch selbst gepflückt, etwas über deren Anbau in gebuchten Führungen gelernt oder in Form von hausgemachten Heidelbeer-Spezialitäten im Hofladen und Hofrestaurant genossen werden.


Heidelbeer-Selbstpflücke

In den idyllischen Heidelbeeranlagen im Wald nahe dem Hof können die süßen Beeren in den Sorten Duke, Reka, Blue Crop und Elisabeth ab 9.Juli bis September an mannshohen Sträuchern selbst gepflückt werden. Das Heidelbeercafé neben den Heidelbeeranlagen verwöhnt die Gäste u.a. mit hausgemachtem Heidelbeerkuchen, -waffeln & -eis.

Heidelbeeren in aller Munde

Heidelbeerspezialitäten wie hauseigenen Heidelbeerdirektsaft, Heidelbeerwein, Heidelbeer Bier, Heidelbeer Schokolade, Heidelbeersirup und Heidelbeermarmelade gibt es im Hofladen in Klaistow. Und auch im Hofrestaurant dreht sich vom 12. Juli bis 30. August jeden Mittwoch und Sonntag beim Heidelbeerbuffet alles um die blauen Früchte aus eigenem Anbau. Hier können sich die Gäste süße und herzhafte Leckereien wie Heidelbeerflammkuchen, Hähnchenbrust mit Heidelbeeren, Heidelbeer-Eierkuchen, Sommersalate mit Heidelbeeren u.v.m. schmecken lassen. Auf der täglichen Speisekarte im Restaurant stehen neben Heidelbeerspezialitäten auch Pfifferlingsgerichte. Frische Heidelbeeren zum Mitnehmen für zu Hause und Heidelbeerpflanzen für den eigenen Garten bietet die „Beerenhöhle“ im Marktbereich an.


Heidelbeer-Markt 11.+12.7.

Da die blaue Beere eine wichtige Rolle auf dem Hof der Familien Buschmann und Winkelmann einnimmt, ist ihr der Heidelbeer-Markt am 11. und 12. Juli gewidmet. Für blaue Stunden in Klaistow sorgen an diesem Wochenende ein beeriges Markttreiben, Kunsthandwerk, eine Schäferei, Heidelbeer-spezialitäten zur Verkostung, Heidelbeer Pfannkuchen, Heidelbeer Secco, Heidelbeer Muffins, Heidelbeer-Eis und Fahrgeschäfte wie ein Riesenrad, Kinderkarussel, Entenangeln u.v.w.m.


GUT ZU WISSEN: Superfruit Heidelbeere

Die dicken Blauen sind nicht nur sehr schmackhaft, man zählt sie aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und gesundheitsfördernder Eigenschaften sogar zur Gruppe der „superfruits“. Sie weisen unter anderem einen extrem hohen Gehalt an Anthocyanen auf, die das Immunsystem stärken und den Alterungsprozess unserer Körperzellen verzögern können. Der hohe Gehalt an bioaktiven Substanzen mit antioxidativer Wirkung soll das Krebsrisiko mindern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Schon mittelalterliche Quellen weisen die blauen Beeren als Heilpflanze aus und die Indianer Nordamerikas wussten um ihre gesundheitsfördernde Wirkung und verarbeiteten sie zu wohlschmeckenden Früchteriegeln. Zudem haben sie wenige Kalorien und sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie wirken entschlackend, sind verdauungsregulierend und besonders magenfreundlich. Selbst die Gedächtnisleistung sollen die blauen Früchte unterstützen. Und noch einen großen Vorteil hat die Kulturheidelbeere. Ihre Haltbarkeit ist wesentlich höher als bei anderem Beerenobst

Der Spargel‐ und Erlebnishof in Klaistow ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie vor den Toren Berlins. Täglich gibt es Landgemachtes aus eigenem Anbau zum Entdecken. Von selbst angebautem Beelitzer Spargel, Erdbeeren, Heidelbeeren und Kürbissen bis hin zu eigenen Freilandgänsen und ‐hühnern bietet der Hof seine eigenen Produkte an. Diese können vor Ort auf dem eigenen Markt und dem Hofladen verkostet sowie gekauft werden. Im gemütlichen Hofrestaurant mit Terrasse und Kamin oder der rustikalen Scheunenküche können die Gäste die hofeigenen Spezialitäten genießen. Holzofenbrot und Blechkuchen gibt es in der Hofbäckerei und hausgemachtes Eis in der Landeisdiele.

Der große Spielplatz mit Hüpfkissen und Riesenrutschen, die Streichelwiese mit zahmen Ziegen und der Kletterwald bieten jede Menge Unterhaltung für die ganze Familie. Im Naturwildgehege können die Besucher Rot‐ und Damwild samt ihrem Nachwuchs beobachten. Weitere Attraktionen wie ein Jeep‐Parcours für Kinder, ein nostalgisches Kinder‐Karussell, eine Holzmalecke u.v.m., erwarten die Hofbesucher.

Pressekontakt: Susanne Häberer, Tel. 033206‐61072, s.haeberer@spargelhof.de

Pressemitteilung
Spargel- und Erlebnishof Klaistow, Glindower Straße 28, 14547 Beelitz
Tel. 033206 61070,

 

www.spargelhof-klaistow.de

 

siehe auch :  www.web-bb.de/galerie-2/produkte/heidelbeeren/
 

siehe auch :  Spargel   -   Erdbeeren   -   Heidelbeeren   -   Kürbisse

 

 


 

 

 

 

 

 

08.07.2020 - Beelitz

 

 

Das digitale Film- und Serienregal aus Beelitz

viele kennen das Dilemma: Man nimmt sich vor, einen Film- oder Serienabend auf der Couch einzulegen, aber bis man endlich etwas Passendes aus den unzähligen Internet-Mediatheken und Streaming-Diensten gefunden hat, kann man eigentlich schon wieder ins Bett gehen. Die Lösung für chronisch Unschlüssige kommt aus Beelitz: Eine Internetplattform, die das Beste aus allen möglichen Online-Angeboten zusammenträgt und – auf Wunsch – entsprechend der eigenen Präferenzen von Romantik über Action bis Doku filtert. „Shelfd.com“ ist ein „Start-up“-Unternehmen, das mittlerweile 30.000 registrierte Nutzer kostenlos mit Filmtipps versorgt, und das seinen Sitz im Ortsteil Schlunkendorf hat. 

Die wenigsten wissen, welche Filmperlen es im Internet kostenlos zu sehen gibt

Denn dort ist der Begründer der Seite, David Streit, vor einiger Zeit hingezogen – oder besser gesagt zurückgekehrt. Mit seiner Vita entspricht der 32-Jährige dem Idealtypus des jungen Menschen, der für ein Studium vom Lande in die Großstadt zieht, danach aber wieder den Weg zurück in die Heimat findet, wo die Familie lebt und die Wurzeln liegen. Streit selbst stammt aus Borkheide, hat sein Abitur am Sally-Bein-Gymnasium gemacht. Schon damals hatte er durch AG’s wie die Schulhomepage und die Schulchronik seine Interessen vertieft. Dann wurde er zum Wahlberliner und blieb es zwölf Jahre.

Seine Freundin stammt indes aus Schlunkendorf, wo die beiden nun das Haus der Großeltern übernommen und saniert haben, um darin zu leben – und auch zu arbeiten...

 

... weiterlesen :   Das digitale Film- und Serienregal aus Beelitz

 

 


 

 

 

 

 

 

Gastwirt in vierter Generation


Lutz Bastian hat nach der Wende die Lindenschenke in Elsholz komplett neu
aufgebaut / Umsatzeinbruch durch Corona

 

Informationen aus unserer Stadt 28. Jahrgang | Nr. 6 | 30. Juni 2020 BN

 

Ein lockerer Spruch zum Vatertag.

Eine Papp-Helene Fischer als Abstandsmesser zwischen den nun weit auseinander stehenden Tischen. Zuprosten über den Aufsteller hinweg. Wie viele Gaststätten hat die Lindenschenke in Elsholz seit Mitte Mai wieder geöffnet, und versucht das Beste daraus zu machen. „Wir müssen von Woche zu Woche leben“, sagt Gastwirt Rudolph Wilhelm Lutz Bastian.

 

von Antje Schroeder

Die Lindenschenke ist eine Dorfgaststätte, in der die Leute aus Elsholz, Wittbrietzen und den umliegenden Orten bei Soljanka, Gulasch und Königsberger Klopsen mit Spargel zusammenkommen. Außerdem bewirtet die Gaststätte Bustouristen und richtet Familienfeiern aus. 1989 hatte Lutz Bastian die Gaststätte in Elsholz übernommen und sie komplett neu aufgebaut. Weichen mussten bei den Umbaumaßnahmen leider das alte, bereits marode Fachwerkhaus und die Linde vor dem Haus. Der Putz ist beige-grau, wie er kurz nach der Wende eben nicht anders erhältlich war. Doch das tut der Stimmung im Gasthaus keinen Abbruch. Hier herrscht ein äußerst geselliges Leben. Kellner Frank „Charly“ Albrecht und die anderen Leute vom Team verbreiten gute Laune. Im Saal trifft sich der Karnevalsverein, finden Feste und Tanzkurse statt. Im Sommer kann man draußen auf der Terrasse sitzen und auf die Linden an der gegenüberliegenden Straßenseite blicken. Doch dahinter steckt noch eine viel ältere Geschichte. Wer in den Gastraum geht, findet dort alte Familienfotografien an den Wänden. Bastians Eltern und Großeltern waren schon Gastwirte gewesen. Der Urgroßvater mütterlicherseits, Carl Neie, betrieb eine der beiden Gaststätten in Wittbrietzen mit der dazugehörigen Landwirtschaft, dem Lebensmittelladen, der Poststelle.

Lutz Bastians Vater Wilhelm, Jahrgang 1901, hatte von seinem Vater Rudolf das Fährhaus in Caputh geerbt. Doch als er 1949 aus polnischer Kriegsgefangenschaft zurückkam, fand er sein bisheriges Leben zerstört vor. Seine Frau und die beiden Kinder lebten nicht mehr – sie hatten sich mit Zyankali vergiftet. Sie sahen keinen Sinn mehr im Leben, sorgten sich um Vergewaltigungen, Fähre und Haus waren zerstört worden. Bastians Vater heiratete wieder, zog nach Wittbrietzen.

Hier wuchs Lutz Bastian auf, lernte Koch in Werder und ging als Jungkoch zum „Alten Krug“. Er hätte in den 80er-Jahren das Fährhaus in Caputh wieder übernehmen können – der stellvertretende Bürgermeister drängte ihn, die zwischenzeitlich zur HO gehörende Gaststätte zu kaufen. Sein Vater hatte die Gaststätte erst im Jahr 1958 verkauft und noch oft von den alten Stories erzählt – von den Gästen „von und zu“, die auf einen Ausflug aus Berlin kamen. Von dem alten Kellner Bach, der den Gästen schon mal das Essen vom Vortag als besondere, extra für sie aufgehobene Leckerbissen anpries. Er muss fast ebenso charismatisch gewesen sein wie heute in Elsholz „Charly“, wenngleich mit anderen Methoden.

Doch Lutz Bastian wollte seine Eltern nicht im Stich lassen und ihnen einen guten Lebensabend verschaffen. Die LPG hatte ihnen ein gutes Angebot für die Gaststätte gemacht, unter der Voraussetzung, dass der Junior zurückkam. Also ging Lutz Bastian wieder nach Wittbrietzen, führte die Gaststätte zehn Jahre – konnte sich aber nach der Wende nicht mit der LPG über eine Übernahme einigen.

Deshalb also das Nachbardorf Elsholz. Lutz Bastian sanierte das Haus aus dem Jahr 1874 von Grund auf, bis unter das Dach. Er modernisierte auch den Saal und baute eine Licht- und Tonanlage ein. Zwischendurch kam die Scheidung von seiner Frau, die für die Kredite mit gebürgt hatte - er dachte fast, er würde die Gaststätte verlieren. Doch die ist schon zum dritten Mal renoviert.

Krisen und Umbrüche hat die Familie also schon oft erlebt. Teile der weitverzweigten Familie wohnen noch immer in Caputh, in Potsdam. Eine mittlerweile verstorbene Cousine war sogar nach Australien ausgewandert. Bastian ist optimistisch, dass die Lindenschenke auch die Corona-Krise überstehen wird. Während der Schließzeit hatte Bastian mit Charly und den anderen vom Team einen Abholservice etabliert, an den Wochenenden 150 bis 300 Essen mittags ausgegeben. Trotzdem sei der Umsatz zwischen April und Mitte Mai um 70 Prozent eingebrochen. Auch seien viele Familienfeiern abgesagt worden. Bisher ist nur das A-la-Carte-Geschäft mit Gästen, die von der Karte bestellen, wieder angelaufen. Die Ausflugsbusse steuern Elsholz noch nicht wieder an. Immerhin: Viele Feiern wurden lediglich um ein Jahr vertagt. „2021 wird ein Superjahr“, sagt Bastian. Im Juni steht dann auch das 30-jährige Betriebsjubiläum an.

Und immerhin ist die Nachfolgefrage gelöst. Bastian, der 67 Jahre alt ist, hat keine eigenen Kinder. Der Sohn seiner Ex-Frau, den er mit aufgezogen hat, hat sich anderen Aufgaben zugewandt. Doch Bastian hat eine Lösung gefunden, die eigentlich naheliegend ist: Charly wird dereinst die Gaststätte übernehmen.

 Antje Schroeder


 

 

 

 

 

 

Informationen aus unserer Stadt 28. Jahrgang | Nr. 6 | 30. Juni 2020 BN

Liebe Sportfreunde,

Hallo Kampfsportenthusiasten, es zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Nach den Pfingstfeiertagen sind öffentliche Sporthallen wieder zugänglich. Wir können unser Training in naher Zukunft, mit Einschränkungen, wieder aufnehmen. Viele von Euch können es kaum noch erwarten.

Nach wie vor halten wir Euch unter www.mobileKampfsportschule.com , Facebook sowie auf allen anderen Kanälen auf dem Laufenden und freuen uns bei Trainingsbeginn selbstverständlich über jeden Kampfsportinteressierten und jeden neuen Kursteilnehmer.

Da davon auszugehen ist, dass viele Urlaubsreisen aus den verschiedensten Gründen in diesem Sommer nicht stattfinden können, werden wir versuchen, so etwas wie ein Sommer – Kampfsport – Camp für Kinder und Erwachsene auf die Beine zu stellen.
 
www.mobileKampfsportschule.com

Wir sehen uns.

Mike Braun


mobile Bewegungs- und Kampfsportschule Fun and Fight

 
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer tun wolltest. Tue sie jetzt. (Paulo Coelho)

 


 

 

 

 

 

 

Mit blauem Auge

Die Beelitzer Spargelbauern hatten durch die Corona-Eindämmung und das Ausbleiben der Erntehelfer heftige Einbußen. Doch die Verluste waren weniger hoch, als anfangs befürchtet

von Antje Schroeder

Schlimm, aber nicht so schlimm wie befürchtet: Das ist die einhellige Meinung der Spargelbauern zur diesjährigen Saison, die traditionell am 24. Juni beendet worden ist. „Unter den Blinden sind wir die Einäugigen“, sagt Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins und mit seinem Bruder Josef zusammen Inhaber der Jakobs-Höfe in Beelitz und Schäpe. Immerhin konnten die Spargelbauern trotz der Grenzschließungen infolge der Ausbreitung des Coronavirus‘ noch eine große Anzahl an osteuropäischen Erntehelfern ins Land holen.
 
„Ich bin zufrieden, gemessen daran, dass wir erst gar nicht wussten, wie es wird“, sagt der Zauchwitzer Landwirt Thomas Syring. Seine leitende Angestellte Anica Schauer erinnert daran, dass anfangs noch nicht einmal klar war, ob die Bauern ihre Verkaufsstände aufmachen dürften. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“ Und Gerald Simianer aus Busendorf verweist darauf, dass höhere Preise einen Teil der wegfallenden Erntemengen wieder ausgeglichen hätten. Um durchschnittlich einen Euro sei der Spargel teurer gewesen als in anderen Jahren. „Unterm Strich ist es keine Katastrophe geworden, aber es ist auch nicht zum himmelhoch Jauchzen“, sagt der Inhaber des Spargelhofs Klaistow, Ernst-August Winkelmann.
 
Die Einbußen waren gleichwohl heftig. Ein Viertel bis ein Drittel der Saisonarbeiterinnen und -arbeiter konnten erst gar nicht anreisen. Bei Syring kamen beispielsweise nur 40 statt sonst 60 Helferinnen und Helfer aus Polen, Rumänien und Bulgarien. Bei Simianer waren es 60 statt 90 Spargelstecher. Er konnte anders als einige Kollegen keine Flüge für seine zumeist kroatischen Arbeiterinnen und Arbeiter organisieren – aus Zagreb hob schlicht kein Flieger ab. Winkelmann und die Jakobs-Brüder flogen immerhin in Sonderaktionen Erntehelfer aus Rumänien ein – insgesamt 300 waren am Ende bei Jakobs in Schäpe und Beelitz untergebracht, Winkelmann hatte noch 800 Helferinnen und Helfer ins Land holen können.
 
Weniger Helfer, das bedeutete weniger Ernte. Statt sonst 330-350 Tonnen Spargel konnte Simianer nur rund 250 Tonnen ernten. Thomas Syring hatte schon im Vorfeld zehn von insgesamt 45 Hektar Spargel gar nicht erst für die Ernte vorbereitet. Winkelmann hatte zwar auch inländische Kurzarbeiter und Studenten angeheuert – trotzdem konnte er am Ende nur 70 Prozent der Ernte einbringen. Insgesamt schätzt Jakobs, dass die Beelitzer Bauern nur zehn Millionen Kilogramm Spargel ernten konnten – statt sonst zwölf Millionen. Hinzu kamen steigende Kosten, unter anderem durch die zusätzlichen Flüge und durch die Auflagen des Gesundheitsamtes. So konnten bei Syring statt vier nur zwei Helfer in einem Zimmer wohnen. Die Spargelstecher mussten in Kleingruppen aufgeteilt und in ihren jeweiligen Gruppen zu den Feldern gebracht werden. „Wir haben 20-30 gebrauchte Autos angeschafft“, so Jakobs. Die Zusatzkosten beziffert er auf 500 bis 800 Euro pro Arbeiter – die meisten Bauern hätten diese Kosten übernommen, statt sie den Erntehelfern aufzubürden.
 
Ernst-August Winkelmann, Spargelhof Klaistow

"Es ist keine Katastrophe geworden, aber es ist auch nicht zum himmelhoch Jauchzen."
 
Strenge Sicherheitsmaßnahmen hatte auch Winkelmann bei seinen Erntehelfern eingeführt. Diese durften beispielsweise nicht die ehemalige Kaserne in Hennickendorf, wo sie untergebracht sind, für Einkäufe oder Besuche bei Landsleuten in Berlin verlassen. Harte Beschränkungen, die aber Winkelmann zufolge auch bei den Arbeiterinnen und Arbeitern auf Zustimmung stießen, da sie dadurch selbst besser vor Corona geschützt waren. „Wir ziehen das voll durch und sind die ganze Zeit komplett in Quarantäne“, sagt Winkelmann.
 
Der höhere Spargelpreis kam den Bauern nur bedingt zugute – sie konnten davon praktisch nur an den eigenen Ständen und in den Hofläden profitieren. Im Einzelhandel seien höhere Preise nicht durchsetzbar, so Jakobs. Schließlich säßen die Beelitzer Spargelbauern gegenüber den mächtigen Handelskonzernen am kürzeren Hebel. Die Jakobs-Brüder liefern 50 Prozent ihrer Ernte an Ketten wie Edeka und Rewe.
 
Thomas Syring, Syringhof Zauchwitz

"Gemessen daran, dass wir erst nicht wussten, wie es wird, bin ich zufrieden.“
 
Mit der Zwangsschließung aller Restaurants bis Mitte Mai fielen zudem wichtige Kunden aus. Ein Fünftel beim Umsatz und der Menge entfallen üblicherweise auf den so genannten „Schälspargel“, mit dem die Bauern die Gastronomie beliefern. Hinzu kommt die lange Schließung der eigenen Restaurants, die einen wichtigen Teil zum Umsatz beitragen. Simianer hatte seine Gaststätte erst gar nicht aufgemacht, das Zelt nicht aufgebaut. „Es hat sich nicht mehr gelohnt.“ Bei Jakobs ist rein optisch an einem sonnigen Mittwochvormittag im Juni zwar wieder einigermaßen viel los – doch insgesamt seien die Leute beim Hofbesuch zurückhaltend, sagt er. Ähnliches berichtet Winkelmann. „Der Hof fängt an zu laufen und ist gut, aber nicht übermäßig besucht.“

Bund und Länder unterstützen die Corona-geplagte Wirtschaft, davon konnten auch Spargelbauern in Brandenburg profitieren. Für Agrar-, Forst-, Fischerei- und Gartenbaubetriebe bis zu 100 Beschäftigten hat das Agrarministerium ein eigenes Förderprogramm aufgelegt. Bis zu 60.000 Euro Soforthilfe konnten von der Krise betroffene Betriebe  erhalten. Bisher seien mehr als 600 Anträge eingegangen und 4,4 Millionen Euro bewilligt, so die Sprecherin des Ministeriums, Frauke Zelt. Für die Ausfälle in der eigenen Gastronomie konnten die Spargelhöfe indes bei der Investitionsbank des Landes Zuschüsse beantragen.
 
Nicht zuletzt gab es auch positive Nebeneffekte: Vom Spargel-Drive in bei Winkelmann bis hin zum „Spargel to Go“ bei Jakobs – viele in der Not geborenen Ideen könnten zum Dauerbrenner werden. „So eine Krise kann auch neue Impulse geben“, sagt Anica Schauer, Marketingchefin bei Syring. So hätte man das bargeldlose Zahlen an den Ständen ausgeweitet und viele neue Leute kennengelernt. An manchen Spargelständen würden nun sogar Musiker als Verkäufer arbeiten. Jeder Hof hätte die Corona-Probleme für sich gelöst, sagt Jakobs. Die Saison sei „herausfordernd“ und „wirtschaftlich schwierig“ gewesen – doch unterm Strich ist es in Beelitz besser gelaufen als anderswo. Im Münsteraner Raum seien nur die Hälfte der Erntehelfer angereist, berichtet er. Bundesweit seien fünf bis sechs Spargelhöfe in die Insolvenz gegangen. „Das hat es vorher nicht gegeben“, sagt Jakobs. Sein Kollege Winkelmann sagt: „Für so ein schlimmes Jahr sind wir mit 70 Prozent ganz zufrieden.“
 
Wo die Hähnchen wachsen dürfen

Unternehmerin Steffi Schmidt zieht sogenannte Bruderhähne auf - also männliche Küken, die in Legegroßbetrieben normalerweise getötet werden würden

Von Antje Schroeder

 

Wo die Hähnchen wachsen dürfen - Beelitzer Betrieb unterstützt Initiative gegen Kükenschreddern

 


Wie kleine weiße Wollknäuel stehen sie auf der Wiese und picken. Andere Hähnchen sind noch im Stall, lassen sich von der Heizsonne Wärme auf die Federn strahlen. Auf einmal kommen alle nach draußen gestürzt. „Da hat wohl einer einen Wurm gefunden“, sagt die Halterin Steffi Schmidt und schmunzelt. Die Inhaberin des Kaninchenspezialitätenbetriebs in der Brücker Straße zieht seit ein paar Monaten so genannte „Bruderhähne“ auf. Das sind männliche Küken aus der Legehennen-Züchtung, die normalerweise als wirtschaftlich schlecht zu verwerten gelten – sie setzen weniger Fleisch an als Masthähnchen und legen keine Eier. Deshalb landen diese Küken oft im Schredder. Seit einigen Jahren haben Geflügelhalter mit der Aufzucht der männlichen Legeküken begonnen, um dieses grauenhafte Gemetzel zu verhindern.
 
Steffi Schmidt hat durch einen Geflügelhalter aus Zauchwitz von den Bruderhähnen gehört – und war sofort Feuer und Flamme. „Es hat mich geärgert, dass die männlichen Legehähnchen gar nicht gebraucht werden“, sagt die gelernte Pferdewirtin, die das Kaninchen-Unternehmen von ihrem Vater übernommen hat. Derzeit hat sie schon den dritten Durchgang - jeweils 100 junge Hähne. Künftig will sie das aufteilen, und alle 14 Tage 50 neue Hähne dazu nehmen. Die Bruderhähne werden zwar am Ende auch geschlachtet, dürfen davor aber noch acht bis zehn Wochen auf der Wiese picken und herumrennen. Zwei- bis dreimal so lange wie bei Masthühnern dauert die Aufzucht, entsprechend teurer sind Futter und Nebenkosten.
 
Dreieinhalb bis vier Kilo Mais, Weizen und Haferschrot verzehrt ein Bruderhahn im Laufe seines Lebens. Ein Kilo Bruderhahn kostet deshalb bei Schmidt im Laden in der Berliner Straße oder auf dem Wochenmarkt in Werder 7,99 Euro, statt 6,99 Euro für ein Maishähnchen aus Bodenhaltung. Und das ist schon günstig, verglichen mit Berlin. Mit den Preisen für Hühnchen aus Massentierhaltung ist das natürlich nicht zu vergleichen. Dafür ist das Fleisch dieser durchtrainierten Hähnchen schön fest. Und es ist etwas Besonderes. „In Werder kamen die Kunden eine Woche später wieder und fragten, ob wir wieder Bruderhahn hätten“, sagt Steffi Schmidt.

Man muss nicht jeden Tag Fleisch essen. aber wenn, dann sollte es ordentliches sein.
 
Ein Vorteil ist auch, dass sie auf dem Grundstück in der Brücker Straße – hinter der Produktionshalle für die Kaninchenverarbeitung – ohnehin Platz hat. Dort wachsen auch alle möglichen anderen Tiere auf: Enten und Gänse und Nutztiere, die teilweise auf der roten Liste stehen. Das ist eine Art Hobby von Schmidts Mann Manfred Memmert, der sich damit einen Traum im Ruhestand erfüllt. Beispielsweise hält er hier Husumer Landschweine, auch dänische Protestschweine genannt. Diese Rasse wurde einst von in Nordfriesland lebenden Dänen gezüchtet, weil sich in ihrem Fell der Dannebrog abzeichnet – die dänische Flagge, die nach der preußischen und österreichischen Besetzung von Schleswig und Holstein Ende des 19. Jahrhunderts nicht gehisst werden durfte. Hier laufen auch Sundheimer Hühner herum, die als Zwiehuhn sowohl Fleisch liefern als auch Eier.
 
Es sind Tiere, die nicht unbedingt den Rentabilitätsgeboten einer hochspezialisierten Landwirtschaft genügen. Sie haben aber trotzdem viele Vorteile. So ist das kurzfaserige Fleisch der Burenziege zarter als Lammfleisch und sehr begehrt. Spezialitäten-Fleisch, das natürlich seinen Preis hat. Aber es findet seinen Absatz. Und es kommt von Tieren, die im Freiland und mit viel Platz aufwachsen durften und vermutlich ein gutes Leben hatten. „Man muss nicht jeden Tag Fleisch essen, aber es muss ordentlich sein“, sagt Schmidt.


 

 

 

 

 

In der Krise liegt die Kraft

Viele Unternehmen im Land müssen aufgrund der Corona-Pandemie aufgeben. In Beelitz ist das offensichtlich anders: Hier legen drei Geschäfte erst so richtig los

von Antje Schroeder

In jeder Krise steckt eine Chance - wohl nirgendwo passt dieses Sprichwort dieser Tage besser als in Beelitz. Während durch die  Corona-Pandemie und die Eindämmungsmaßnahmen allerorten Unternehmen ins Schlingern geraten sind, sogar schließen mussten, haben in Beelitz gleich drei neue Geschäfte eröffnet.

„Man muss weiterdenken“, sagt Burkhard Kasten von der gleichnamigen Metallbaufirma aus Wittbrietzen, der zusammen mit seinem Sohn Oliver den bisherigen Schlüsseldienst Bachmann in der Clara-Zetkin-Straße, gegenüber  des Denkmals für den Spargelpionier Carl F. W. Herrmann, übernommen und Anfang Mai wiedereröffnet hat. Der Vorbesitzer hatte nach neun Jahren einen Nachfolger gesucht. Die beiden bisherigen Angestellten haben Kastens gleich mitübernommen – den Berater Klaus Ermler und den Außendienstmitarbeiter Mike Beschnitt, die mit ihren 29 beziehungsweise 30 Jahren Betriebszugehörigkeit schon „Urgesteine“ sind. Am grundsätzlichen Sinn der Geschäftserweiterung haben Vater und Sohn keinen Zweifel: „Metallbau und Schlüsseldienst passen zusammen“, sagt Oliver Kasten. Wer sich beispielsweise ein Tor bauen lässt, ist froh, wenn er die Schließanlage gleich mitkaufen kann.

Durch die behördlich angeordnete Schließung aller nicht unmittelbar lebensnotwendigen Geschäfte hatten die Kastens die geplante Wiedereröffnung zunächst um zwei Wochen verschieben müssen – immerhin etwas Zeit, um den Laden etwas gründlicher umzuräumen.


"Dann war auf einmal alles dicht. Das war hart!"

Die Inhaberin des neuen Vintage Lädchens in der Poststraße, Jeanette Behnke, musste sogar noch fast zwei Wochen länger warten - denn ein guter Teil der Ware war schlicht nicht lieferbar. Bei Privatpersonen und Händlern bis nach Holland und Dänemark sucht Behnke, die seit einigen Jahren auch das Café „Zur Alten Wache 1903“ am Kirchplatz führt, nach alten Möbeln und neuen Einrichtungsgegenständen – beispielsweise ein altehrwürdiges Küchenbuffet aus der Jahrhundertwende oder dekorative Kisten aus der Defa-Requisite. Diese arbeitet ihr Mann, der zugleich Geschäftsführer des Vintage Lädchens ist, dann auf. Oft genug gestaltet er sie auch um: Türen alter Schränke werden zur stilvollen Garderobe, alte Munitionskisten dienen als Bar.

Das Vintage Lädchen ist für Behnke die logische Erweiterung ihres Cafés, wo sie ebenfalls schon alte Sachen verkauft hatte.  Der Platz wurde dort schlicht zu eng. Die Coronazeit bedeutete für Behnke einen harten finanziellen Einschnitt, besonders auch fürs Café. Aufgeben kam für die Unternehmerin, die ursprünglich aus Schönefeld stammt, trotzdem nicht in Frage. Hatte sie sich doch mit dem Café und nun mit dem Laden einen Traum erfüllt. „Ohne die finanzielle Unterstützung der Familie wäre es nicht gegangen“, sagt sie. Seit der Eröffnung am 13. Mai sei das Vintage Lädchen „gut angelaufen“, sagt Behnke.

 
Abderrezak Bekal hat fünf Jahre lang nach einem geeigneten Restaurant gesucht. Ausgerechnet jetzt ist er fündig geworden: In Beelitz.
 
Der Betreiber des argentinischen Steakhauses Los Ríos gleich neben dem Schlüsseldienst, Abderrezak Bekal, hatte indes schon fünf Jahre nach einem Restaurant gesucht und die Eröffnung für den 1. April geplant. „Dann war auf einmal alles dicht, das war hart“, sagt Bekal, der ursprünglich aus Algerien stammt. Das neue Steakhaus hat er nun Anfang Juni aufgemacht – was von vielen Beelitzern schon mit Spannung erwartet worden war. Die Speisekarte umfasst neben argentinischen Steaks, die je nach Wunsch mehr oder weniger durchgebraten werden, auch Pizza, Pasta und weitere italienischen Gerichte.

Er versuche, ein breit gefächertes Angebot zu machen, sagt Bekal, der als gelernter Koch auch selbst in der Küche steht. Das traditionelle nordafrikanische Gericht Couscous – eine Art Eintopf mit Hartweizengrieß – hat er bisher nicht auf der Karte. Er könne es aber zubereiten, sagt Bekal, der seit 24 Jahren in Deutschland lebt. „Meine Mutter hat mir beigebracht, Couscous zu kochen“. Bekals Frau, die aus Frankfurt (Oder) stammt, arbeitet im Restaurant mit. Bekal würde auch noch gern eine Kellnerin einstellen, am liebsten aus Beelitz.

Erschwert wird die Lage nun dadurch, dass Bekal wegen der strengen Corona-Hygienevorschriften statt 75 Plätzen nur 35 besetzen kann, hinzu kommen 14 Sitze vor dem Restaurant auf dem Trottoir. „Es ist ein bisschen schwierig, aber es wird schon gehen“, sagt Bekal.  Die Corona-Pandemie treffe schließlich nicht nur sein Restaurant, sondern sei eine weltweite Krise. Mit dem Standort ist er sehr zufrieden. Besonders die Stadt Beelitz hat es ihm angetan. Es sei ein schönes Städtchen. „Beelitz ist vom Flair her eher italienisch oder französisch als typisch deutsch“, sagt der Gastronom.
"Wenn keiner mehr was wagt, kommt die Wirtschaft nie wieder in die Gänge"

Bürgermeister Bernhard Knuth freut sich immer, wenn jemand so ins Schwärmen gerät über seine Stadt. „Ja, Beelitz ist schön, was aber nicht nur an den Gebäuden und Plätzen liegt, sondern vor allem auch an den Menschen, die hier leben.“ Dass die Stadt relativ gut durch die Krise gekommen ist, liege nicht zuletzt am großen Zusammenhalt in Beelitz, dass einer für den anderen einstünde. Und dadurch verbreitet sich Zuversicht. „Gewerbetreibende, die sich in solchen Zeiten nicht beirren lassen sondern weitermachen, sogar investieren, ein neues Geschäft gründen, tragen unheimlich stark dazu bei, das man in Beelitz frohen Mutes ist und mit einem Lächeln in die Zukunft schaut.“

Ob es besonderen Mut braucht, mitten in der Corona-Krise neu aufzumachen? Die Inhaber der drei Geschäfte sind sich einig: Nicht nur wegen Corona, sondern generell braucht es Mut, ein Unternehmen zu gründen. Jeder von ihnen hat schon Umbrüche erlebt. Behnke hatte schon bis vor acht Jahren einen Einrichtungsladen in Großbeeren. Sie musste ihn damals aufgeben, weil der Vermieter wegen Eigenbedarfs gekündigt hatte. Bekal betrieb bis vor fünf Jahren mit einem Partner das Steakhaus in Nauen. Dort stieg er aus, weil es Differenzen gab. Burkhard Kasten musste nach der Wende komplett neu anfangen. „Es war ja alles weg“, sagt er.

Vielleicht ist es ihre Erfahrung, welche die Unternehmer zuversichtlich bleiben lässt. Den Familienbetrieb Kasten gibt es schon seit 170 Jahren –1850 wurde die Huf- und Waffenschmiede in Wittbrietzen erstmals urkundlich erwähnt. Die Vorfahren beschlugen Pferde, bauten später Kutschen und mussten in beide Weltkriege ziehen. Wer schon in der 7. und 8. Generation ein Unternehmen führt, den kann wahrscheinlich nichts mehr so leicht schrecken. Jede Generation müsse eben ihr eigenes Risiko tragen und weiterarbeiten, sagt Burkhard Kasten. „Wenn keiner mehr was wagt, kommt die Wirtschaft nie wieder in die Gänge."

  

beelitz.de

 

 

 

 

 

 

Wenn alle an einem Strang ziehen

Der Beelitzer Gewerbeverein hat den Frühling offiziell eingeläutet: Mit dem Maibaum, der am 30. April gemeinsam mit vielen weiteren Beteiligten aus anderen Vereinen, der Stadt und der Feuerwehr aufgestellt wurde. Die Botschaft, die dahinter steckt: In Beelitz ziehen alle an einem Strang. Und so waren auch wieder viele Besucher am frühen Abend vorbeigekommen, um dem Spektakel zuzuschauen und danach zu Musik in den Wonnemonat zu tanzen.

Auch in diesem Jahr hatte der Gewerbeverein wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt, unter anderem mit der Garde des Beelitzer Carneval Clubs und einem Travestie-Künstler. Außerdem wurde wieder ein sportlicher Ehrengast begrüßt: Birgit Fischer, die erfolgreichste deutsche Olympia-Teilnehmerin überhaupt. Die Kanutin holte im Laufe ihrer Karriere insgesamt acht Gold– und vier Silbermedaillen. Im Gespräch mit Gewerbevereinchef Norbert Wuck und Bürgermeister Bernhard Knuth berichtete sie, dass solche Erfolge nur möglich sind, wenn die Familie hinter einem stehe. Natürlich wurde die Sportlerin auch nach ihren Spargelgewohnheiten befragt: „Am liebsten gebraten. Aber immer ohne Hollandaise“, verriet sie. Birgit Fischer durfte sich auch in das goldene Gästebuch der Stadt eintragen.

Eine weitere Mai-Tradition des Gewerbevereins: Hier treffen noch einmal beide Spargelköniginnen aufeinander - die ehemalige und die neue - und so waren Nicole Hahn und Lara Luisa Kramer vor Ort. „Die beiden königlichen Hoheiten ergaben mit Birgit Fischer ein tolles Trio, das beim Aufstellen des Maibaums angepackt hat“, berichtet Norbert Wuck. Aber natürlich ging es ohne Männer nicht: Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, der Bürgermeister und Mitglieder des Gewerbevereins halfen mit.

Nachdem dieser „Kraftakt“ vollführt war und von den Feuerwehrleuten gegen den an jenem Tage frischen Wind gesichert wurde, lockerte sich die Stimmung. Die Garde des BCC stimmte die Anwesenden mit ihrem Tanz „Fluch der Karibik“ auf den kommenden Tanz in den Mai ein, danach sorgte John Idell in seinen schillernden Kostümen mit französischen Chansons, Anekdoten und Witzen für Lacher - ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung.

Für die über Tausend Besucher standen auf dem Kirchplatz Stände bereit, die Fleischereien König und Becker boten unter anderem Gegrilltes an. Auch die Kinder hatten ihren Spaß und tanzten vor der Bühne. Gegen 20 Uhr nahm dann der „Musik-Express Beelitz“ mit den DJ‘s Jens-Uwe und Birgit Gimbatschki Fahrt auf.  Mit Stimmungsmusik, aktuellen Hits und Oldies konnte bis weit in den Mai getanzt werden.

Wir danken den Akteuren, der Stadtverwaltung Beelitz und allen ehrenamtlichen Helfern, welche wir alle nicht einzeln erwähnen können. Als letztes möchte ich auch ein Dankeschön an die Beelitzer selbst sagen, weil es mit Euch immer ein tolles und friedliches Feiern und Miteinander ist.

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Willkommen in der Spezialitäten-Stube

Behaglich ist er geworden, der Laden im Stadthaus in der Berliner Straße 200: Türen und Fenster sind im dunklen Grün gehalten, antike Leuchter verbreiten warmes Licht. Die umlaufenden Fliesen enden auf halber Raumhöhe in kunstvollen Bordüren, die Blumenmotive und Pfauen zeigen: Es sind Spezialanfertigungen aus England, historischen Vorbildern aus der Kolonialzeit nachempfunden. Die Räume verbinden Tradition und Moderne - ein klassisches Ambiente, kreativ inszeniert, mit dem Blick auf die Beelitzer Altstadt vor den Scheiben. In dieser einzigartigen Atmosphäre kann man seit kurzem Feinkost und Spezialitäten kosten und kaufen: Hausgemachte Wurst vom Familienbetrieb Kaplick aus Alt Bork, Sanddornlikör und Rumtöpfe aus der Süßmost– und Weinkelterei Hohenseefeld, Leinöl aus der Schulzendorfer Ölmühle. Und Kaninchenkost aus Beelitz.
 
Inhaberin Steffi Schmidt, zugleich Chefin des renommierten Kaninchenspezialitätenbetriebes in der Brücker Straße, hat die Generalprobe bestanden: Seit der Eröffnung  ihres Ladens „Kaninchen und Spezialitäten“ Ende November geben sich die Gäste die Klinke in die Hand. „Viele bestellen jetzt ihre Weihnachtsbraten, kommen wegen unseres Mittagsangebotes“, berichtet sie. Und manche wollen einfach nur schauen, was aus der ehemaligen Eisdiele in der Beelitzer Altstadt geworden ist.
 
Erst im März hatte der Beelitzer Optiker Stefan Fuhrmann das Gebäude gekauft, um es zu sanieren und zurück in das städtische Leben zu holen. Das bis dato eher unscheinbare Haus neben der Adler-Apotheke hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Im 19. Jahrhundert diente es als Zigarrengeschäft und Friseur, später nur noch als Friseur. Zuletzt befand sich hier eine Eisdiele. Äußerlich hatte sich seither nicht viel getan, doch in den letzten Monaten wandelte sich das Gesicht des Gebäudes rasant: Das Dach wurde erneuert, die Fassade rekonstruiert und neue Holztüren und –fenster eingesetzt. Auch die Leitungen mussten überarbeitet und schließlich die Ladenräume hergerichtet werden. „Gerade in der Schlussphase wurde es richtig anspruchsvoll“, berichtet der Eigentümer. Pünktlich zum Adventsmarkt sollte das Geschäft eröffnet werden, sodass der umsatzstarke Dezember von der neuen Mieterin mitgenommen werden kann.
 
Das Spezialitätengeschäft im Erdgeschoss war von Anfang an fester Bestandteil des Sanierungs– und Nutzungskonzeptes. Steffi Schmidt wollte das Haus ursprünglich selbst übernehmen, die jetzige Lösung ist ihr aber lieber - immerhin kann sie sich so auf die Vermarktung konzentrieren - und den Ausbau des Sortiments. „Auf der Grünen Woche im Januar werden wir die Werbetrommel für den Laden rühren“, kündigt sie an. Dort hat ihr Unternehmen seit Jahren einen eigenen Stand, der Name „Kaninchen-Schmidt“ ist vielen Berlinern ein Begriff. In früheren Jahren sei sie vor allem dort immer wieder gefragt worden, wo man die Erzeugnisse des Beelitzer Familienbetriebes kaufen kann. Einen Hofladen gab es bislang nicht, der Verkauf erfolgte gewissermaßen zwischen Tür und Angel auf dem Firmengelände - oder über die Supermärkte und Hofläden anderer Anbieter.
 
Für Stefan Fuhrmann, der im Frühjahr mit der Sanierung des Obergeschosses weitermachen möchte und hier letztendlich auch wohnen will, ist die Gebäudesanierung weitgehend Neuland gewesen. „Man muss vor allem lernen, ruhig zu bleiben“, schmunzelt er. Obwohl er den beteiligten Firmen aus Beelitz und der näheren Umgebung durchweg gute Arbeit bescheinigen kann. „Aber gerade bei alten Häusern ist man vor Überraschungen nicht gefeit.“
 
Zur Eröffnung Ende November waren fast alle Gewerbetreibenden aus der Altstadt vor Ort gewesen und haben die neuen Nachbarn begrüßt. „Sie alle freuen sich, dass hier ein frequentiertes Geschäft entstanden ist, das Kunden lockt und unsere Altstadt weiter belebt“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. Er hat dem Sanierungsprojekt ein Stück weit den Weg geebnet und Investor und Mieter zusammengebracht. „Herr Fuhrmann hat zwei wesentliche Dinge bewirkt: Zum einen wurde ein städtebaulicher Missstand behoben, zum anderen wurde ein Unternehmen im Stadtkern verankert, das weithin bekannt ist.“

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Der Herbst wird zum Frühling für Beelitz Heilstätten

Kühl weht der Wind hoch über Heilstätten. Er zwickt im Gesicht und bringt die Baumkronen zum Rauschen – während die tiefstehende Herbstsonne die bunten Blätter leuchten lässt. Wie ein Gemälde kommt die Kulisse daher, eine begehbare Collage aus grünen, gelben, braunen und roten Klecksen, nur hin und wieder durchbrochen von den pittoresken Dächern der historischen Klinikgebäude. Es ist ein atemberaubender Blick, den man vom neuen Baumkronen– und Zeitreisepfad über die Landschaft hat – bis nach Berlin im Norden und den Fläming im Süden. Die Aussicht lockt immer mehr Menschen aus der Region, aber auch weit darüber hinaus, in die Stadt.
 
„Die Japaner interessieren sich sehr dafür, die mögen das Außergewöhnliche“, sagt Georg Hoffmann und schaut über die Brüstung in die Ferne. 23.000 Gäste seien allein in den ersten vier Wochen seit der Eröffnung Mitte September hier gewesen, berichtet der Chef der Heilstätten Projekt Gesellschaft, die die Anlage errichtet hat und betreibt. Und die Rückmeldungen sind durchweg positiv. „Alle Achtung!“, schreibt zum Beispiel eine Besucherin im sozialen Netzwerk Facebook. „Es ist auch wirklich einen Besuch wert“, bemerkt eine andere.
 
Für Georg Hoffmann sind solche Stimmen Bestätigung dafür, dass er mit seiner Vision vom Wandel über Heilstätten goldrichtig gelegen hat. Vor vier Jahren war er mit der Idee angetreten, den seit Jahrzehnten leer stehenden A-Quadranten des um 1900 errichteten Klinikkomplexes aus der Höhe erlebbar zu machen und weiterzuentwickeln.
 
Keine leichte Aufgabe: Fördermittel gab es keine und neben den Hürden der Genehmigungsbehörden wurden die Bauarbeiten im Frühjahr dieses Jahres massiv sabotiert: Die Vandalismus– und Partyszene, die sich hier über die Jahre frei entfalten konnte, wollte das Gelände nicht preisgeben: So wurde unter anderem der Eingang der ehemaligen Chirurgie zerstört sowie immer wieder die Zäune, mit denen die Gebäude gesichert wurden. Dem Spuk konnte erst durch verstärkte Polizeipräsenz und die erfolgreiche Ermittlung der Täter ein Ende bereitet werden.
 
Insoweit hat der Baumkronenpfad, der seit dem Sommer in Rekordzeit errichtet worden ist, die Heilstätten zurück in die Mitte der Gesellschaft geholt. Heute sieht man Senioren, junge Paare und Familien mit Kindern flanieren. Es herrscht eine stille, fast andächtige Atmosphäre: In Anbetracht der altehrwürdigen Gebäude und der intensiven Nähe zu den hohen Bäumen redet man automatisch leiser, hält immer wieder inne und staunt.
 
„Für Botaniker ist hier vieles interessant“, erläutert Georg Hoffmann. Er zeigt auf eine Kiefer, die bis zur Krone von einer Schlingpflanze eingewachsen ist. Vom Boden aus wäre das den wenigsten aufgefallen. 40 verschiedene Baumarten gibt es hier, zwischen Kiefern und Fichten stehen Tannen, Roteichen, Buchen und viele weitere Arten. „Der Bestand wird zurzeit erfasst. Wir wollen in Zukunft thematische Führungen dazu anbieten.“
 
Das für die meisten wohl spannendste Erlebnis aber ist der Blick in die zum Teil verfallenen Häuser. Der Pfad führt über die Frauenheilstätte A3, deren Dach zum Ende des Zweiten Weltkrieges von Bomben hinweggerissen wurde. Dafür ist über die Jahrzehnte ein Wald auf dem Gemäuer gewachsen, hat sich die Natur das Haus einverleibt. Mitten in diesem einzigartigen Hochwald steht noch heute ein rostiges Bettgestell. Ein Stück weiter erhascht man einen Blick direkt in die oberen Räume. Ein Graffiti-Auge blickt von einer Wand aus zurück. „Es ergeben sich völlig neue Sichtbeziehungen. Und auch die Graffiti sind ein Teil der Geschichte dieses Ortes“, findet Hoffmann.
 
Mit dem 300 Meter langen Abschnitt des Baumkronenpfades und dem Aufgangs– und Aussichtsturm ist ein neues Kapitel in der wechselvollen Geschichte der Heilstätten angestoßen worden. Der Hochweg soll in Zukunft auf bis einen Kilometer Länge erweitert werden, die Gebäude will die HPG entwickeln. Die ehemaligen Liegehallen haben nach der Rekonstruktion jetzt schon eine neue Funktion: als Kassenhaus, Ausstellungspavillon und Kiosk. Die großen Häuser sollen folgen: Gewerbe, Gastronomie und Wohnen könnten dort bald Platz finden. „Wichtig wäre, dass die Anlage bewohnt wird, dass sie lebt“, wünscht sich Georg Hoffmann. Ein Stück weit ist dieses Ziel schon erreicht. Allein an diesem Montag kommen 700 Besucher. „Manche sind nicht zum ersten Mal hier“, erläutert der Geschäftsführer. Denn jeden Tag sehe man neue Dinge – je nach Tages-, Jahreszeit oder Wetterlage. Auch er selbst sei immer wieder überrascht.
 
Zu den ersten Besuchern im September gehörte Bürgermeister Bernhard Knuth: „Für Beelitz, seine Bürger und Unternehmen ist die Anlage in eine unschätzbare Bereicherung“, erklärte er. „Nach Jahrzehnten des Leerstandes können die Gebäude endlich gesichert und entwickelt werden.“ Zudem werde für Ausflügler der Beelitz-Besuch durch den Baumkronenpfad unvergesslich. „Man erlebt, wie Natur und Geschichte ein spektakuläres Bild geschaffen haben, das gerade jetzt im Herbst in den schönsten Farben gemalt wird.“ Und davon wird sich noch so mancher überzeugen wollen – egal, wo er wohnt.

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Gute Bedingungen für Beelitzer Unternehmen

Gewerbetreibende müssen in der Spargelstadt weitaus weniger Steuern zahlen als in den meisten anderen Brandenburgischen Städten. Das hat jetzt ein Vergleich des statistischen Landesamtes ergeben. Demnach liegt Beelitz mit einem Hebesatz von 306 Prozent bei der Gewerbesteuer im absolut unteren Bereich. Niedriger sind die Sätze nur noch in den Städten Gransee, Havelsee und Herzberg (Elster), dort liegen sie bei je 300 Prozent. Die Spitzenposition hat laut Statistikamt die Landeshauptstadt Potsdam mit 450 Prozent.

„Gute Rahmenbedingungen für Unternehmen sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Entwicklung der gesamten Stadt“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. Er verweist auf die vielen Gewerbeflächen, welche Beelitz allein in den vergangenen Jahren durch die Sanierung von kommunalen Gebäuden geschaffen hat sowie auf die Unterstützung bei privaten Investitionen. Auch vom Marketing auf Messen wie der Grünen Woche und in diesem Jahr der Bundesgartenschau in der Havelregion würden die Beelitzer Betriebe profitieren. „Konstante Realsteuern gehören natürlich auch dazu“, ergänzt der Bürgermeister.

Seit Jahren liegt der Hebesatz für die Gewerbesteuer bei 306 Prozent. Wie viel ein Unternehmen zahlen muss, errechnet sich aus dieser Zahl, die mit dem Steuermessbetrag multipliziert wird. Dieser wiederum beträgt in der Regel 3,5 Prozent des Ertrages, den ein Unternehmen im Jahr erwirtschaftet hat. Allerdings gilt derzeit ein Freibetrag von 24.500 Euro, also zahlen vor allem kleine Unternehmen keine oder kaum Gewerbesteuer.

In Beelitz sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in den vergangenen Jahren beachtlich gestiegen: Waren es 2011 noch 1,56 Millionen Euro, flossen im vergangenen Jahr schon über 2,06 Millionen Euro ins Stadtsäckel, wobei rund 130 Unternehmen im Stadtgebiet Gewerbesteuer gezahlt haben. Die wachsenden Einnahmen hängen zum Einen mit neuen Unternehmen im Stadtgebiet zusammen, zum Anderen mit höheren Erträgen. „Betriebe wie unsere Spargelhöfe, aber auch die Handwerker und Händler, investieren regelmäßig in ihre Standorte und erweitern ihr Angebot. Sie sind für ihre Kunden verlässliche Partner, machen sich damit einen Namen und tragen so auch zum guten Image unserer Stadt bei“, erklärt Bürgermeister Knuth.

Dass die Beelitzer Wirtschaft auch von sich aus aktiv wird, wenn es um die Imagepflege geht, zeigen auch die regelmäßigen Aktionen des Gewerbevereins: Vom Aufstellen des Maibaumes über die lange Einkaufsnacht im September bis hin zum Halloweenfest im Oktober setzen die Gewerbetreibenden immer wieder Akzente für Bürger und Kunden. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit der Stadt besonders eng – so gehört der Gewerbeverein zu den stärksten Unterstützern der Landesgartenschaubewerbung der Spargelstadt und auch bei den derzeit laufenden Beelitzer Festspielen wirbeln viele Unternehmen hinter den Kulissen – vom Gerüstbauer bis hin zur Maskenbildnerin und dem Friseur.

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Großer Preis des Mittelstandes für Beelitzer Bäckerei Exner

Es ist immer ein eiserner Grundsatz gewesen: Nur wer zur Preisverleihung erscheint, erhält auch einen Preis. Und doch ist die Oskar-Patzelt-Stiftung in diesem Jahr erstmals davon abgerückt – und hat der Beelitzer Bäckerei Exner den renommierten „Großen Preis des Mittelstands“ in Abwesenheit verliehen. „Als wir den Grund erläutert haben, gab es von allen Seiten Verständnis“, sagt Bernd Schenke, Vorstandssprecher der Stiftung. Denn Familie Exner erwartet Nachwuchs – mit den entsprechenden gesundheitlichen Begleiterscheinungen für die Mama.

Kathleen und Tobias Exner haben Ende September zum Empfang nach Beelitz geladen und den Preis nun zu Hause, am Beelitzer Unternehmenssitz, überreicht bekommen – ein klares Zeichen dafür, dass der Familienbetrieb bei der siebenköpfigen Jury einen starken Eindruck hinterlassen hat. Jedes Mitglied habe sich bei der Verleihung Anfang September in Dresden vorbehaltlos für dieses Unternehmen als ersten Preisträger in Berlin und Brandenburg ausgesprochen, erklärte Bernd Schenke. „Wir bewerten die Unternehmen ganzheitlich. Und doch ist bei Ihnen die Qualifizierung der Mitarbeiter, egal in welcher Altersgruppe, herausragend“, sagte er gestern in Beelitz.

Das 1976 gegründete Unternehmen mit mittlerweile 44 Fachgeschäften im Südwesten Brandenburgs und in Berlin beschäftigt heute über 200 Mitarbeiter und bildet jährlich junge Leute in Berufen wie Bäcker, Konditor, Fachverkäufer und – als erste Bäckerei im Lande – auch Systemgastronomen aus. Das passiert nicht nur praktisch am Hauptsitz sowie in den Bäckereifachgeschäften und -cafés, sondern auch theoretisch im eigenen Aus- und Weiterbildungszentrum. Die BäckereifachverkäuferInnen erhalten derzeit nach und nach eine zusätzliche Qualifizierung zum Barista, also zum Kaffeespezialisten. Die Fortbildung findet in Wien statt.

„Sie setzen auf Qualität – und das auch bei den Mitarbeitern“, sagte Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske (SPD), der das Unternehmen für den Preis vorgeschlagen hatte. Das gelinge durch Qualifizierungen und „und indem sie die Leute anständig bezahlen“, so Baaske. „Auf einem hart umkämpften Markt haben Sie sich bewährt und sogar noch expandiert“, würdigte er die Entwicklung des Betriebes.

Die soziale Komponente spielte beim Wettbewerb, an dem in diesem Jahr allein aus Brandenburg und Berlin 361 Unternehmen teilgenommen hatten, neben dem wirtschaftlichen Erfolg und den Innovationen ebenfalls eine große Rolle. Familiäre Belange der Mitarbeiter finden generell Eingang in die Dienstpläne der Mitarbeiter, Schwangere können sofort ein Beschäftigungsverbot geltend machen und bei Lohnfortzahlung durch die Kasse zu Hause bleiben. Partnerschaften gibt es unter anderem zur Beelitzer Solar-Oberschule und dem Förderverein Beelitzer Bockwindmühle, der auch das frische Mehl für „Exners Mühlenbrot“ liefert.

Mit dem Großen Preis des Mittelstandes ist das Beelitzer Familienunternehmen nun endgültig in die erste Liga der Brandenburgischen Unternehmenslandschaft aufgestiegen. „Wir sind unheimlich stolz darauf. Der Preis ist aber vor allem eine Auszeichnung für unsere Mitarbeiter“, so Firmeninhaber Tobias Exner. Senior-Chef Ingo Exner, der das Ruder vor acht Jahren an seinen Sohn übergeben hatte, unterstrich, dass die Angestellten schon immer eine zentrale Rolle gespielt hätten. „Ohneeinander wären wir nichts“, sagte er.

Für die Stadt Beelitz überbrachten der stellvertretende Bürgermeister Torsten Zado und die amtierende Hauptamtsleiterin Dörthe Kiesel Glückwünsche. „Wir sind stolz, dass wir so ein erfolgreiches Unternehmen in unserer Stadt haben“, erklärte Torsten Zado. „Die Bäckerei Exner trägt dazu bei, dass unsere gesamte Region gestärkt wird.“ Das gelinge mit der Schaffung von Arbeitsplätzen, mit einem breiten Engagement im gesellschaftlichen Bereich und mit dem wirtschaftlichen Erfolg – der die Bäckerei zu einem Aushängeschild für den Standort Beelitz macht.

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Gewerbeverein Beelitz

Mit weit über 60 Mitgliedern bildet der Gewerbeverein Beelitz eine schlagkräftige Interessensvertretung für Händler, Handwerker und Dienstleister in und um Beelitz. Mitte der 1990er Jahre gegründet, war sein erstes Ziel die Belebung der Beelitzer Innenstadt gewesen und ihre Stärkung gegenüber Einkaufspassagen und Marktzentren in der Umgebung. Dieses Ziel ist längst erreicht worden: Dank kreativer Ideen und gemeinsamer Aktionen, aber auch mit einem hohen Anspruch an das eigene Unternehmen haben die Mitglieder ein Umdenken bei den Kunden erreicht. Heute ist man sich in Beelitz und der gesamten Region bewusst, dass es Waren des täglichen, aber auch des besonderen Bedarfes direkt vor der eigenen Haustür gibt. Und dass man Qualitätsarbeit vor allem vor Ort bekommt, wo ein Betrieb mit seinem Namen für seine Leistungen einsteht.
 
Vor allem mit seinen Veranstaltungen hat sich der Gewerbeverein Beelitz als Motor des städtischen Lebens erwiesen: Das traditionelle Aufstellen des Maibaums am Vorabend des ersten Mai und die Einkaufs- und Erlebnisnacht am dritten Freitag im September haben sich zu kleinen Volksfesten entwickelt. Darüber hinaus sorgen die Altstadthändler unter dem Dach des Gewerbevereins mit Aktionen zu Ostern und zu Halloween für eine Belebung nicht nur ihrer Geschäfte, sondern auch der Straßen. Auch bei den Veranstaltungen der Stadt wie dem Spargelfest oder dem Adventsmarkt ist der Gewerbeverein mit im Boot und bereichert diese Termine wie auch das Leben in Beelitz insgesamt mit eigenen Aktionen und Ideen.

 

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Schulen in Beelitz

Neben sieben Kindertagesstätten und zwei Grundschulen befinden sich auch zwei weiterführende Schulen in Trägerschaft der Stadt Beelitz. Die Solar-Oberschule und das Sally-Bein-Gymnasium haben trotz unterschiedlicher Bildungsgänge ein gemeinsames Ziel: Die Vorbereitung der Kinder- und Jugendlichen auf ihre berufliche, beziehungsweise akademische Zukunft. Beide Einrichtungen sind - mittlerweile zum zweiten Mal - als "Schule mit hervorragender Berufsorientierung" bzw. "mit Berufs- und Studienorientierung" zertifiziert worden. Mit ihrem breiten Angebot an Arbeitsgemeinschaften, mit praxisorientierten Unterrichtsinhalten aber auch mit Angeboten, die weit über den Schulalltag hinaus gehen, lernen die Kinder hier tatsälich für das Leben.

Die Solar-Oberschule unterrichtet derzeit über 350 Kinder- und Jugendliche in den durchweg dreizügigen Klassenstufen 7 bis 10. In jeder Stufe wird den Kindern der Weg in die berufliche Zukunft ein Stückchen weiter geöffnet: Es gibt ein spezielles Monitoring für die Jüngeren, Berufsberatung und Projektfahrten, in Klassenstufe acht kommen die Praxislerntage im Zentrum für Berufsförderung der Handwerkskammer hinzu. Generell wird eng mit Partnern wie dem Technologie- und Gründerzentrum, der Agentur für Arbeit, den Kammern und den Unternehmen im Stadtgebiet zusammengearbeitet. Dementsprechend werden auch die Betriebspraktika in Klasse 9 und 10 sinnvoll ausgewählt und genutzt.

Das Sally-Bein-Gymnasium unterrichtet ebenfalls derzeit rund 350 Kinder und Jugendliche von der 7. bis zur 12. Klasse und bereitet sie nicht nur aufs Abitur, sondern auch auf die Zeit danach vor.

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Auf dem Jakobshof in Beelitz gibt es neben leckerem Essen jede Menge Musik und Unterhaltung

 

Jürgen & Silke Jakobs

Eine Kremserfahrt durch verschlungene Waldwege, ein Bummel durch den reich gefüllten Landladen und natürlich Spargel satt - das bietet der Jakobs-Hof Beelitz seinen Gästen. Für Familien und Besuchergruppen gibt es hier jede Menge Platz: Neben dem liebevoll eingerichteten Restaurant „Jakobs-Stuben“, das auch über ein Kaminzimmer verfügt, gibt es einen großen Hofgarten, in denen man an wärmeren Tagen bei Sonnenschein mit leckeren Gerichten bewirtet wird. Speziell für Familien– und Betriebsfeiern gibt es eine Festscheune mit Bühne, Tanzboden, Barbereich und eigener Terrasse.

Auf der Speisekarte dreht sich alles um den Spargel, der selbstverständlich aus eigener Produktion stammt und feldfrisch verarbeitet wird. Gereicht wird er in zu Schinken, Lachs oder Schnitzel, mit Sauce Hollandaise oder zerlassener Butter - und zwar in Portionen, die auch satt machen. Man kann ihn mariniert bestellen oder als Auflauf, Spargelcréme-Suppe und als Füllung in leckeren Crêpes. Größere Gruppen ab 25 Leuten können sich auch mit einem Buffet verwöhnen lassen - entweder vor Ort oder auch außer Haus.

Zum Essen gibt es auf dem Jakobshof die ganze Saison über ein buntes Programm mit Musik und Unterhaltung. Auf der Hofbühne spielen Live-Bands und bieten mit Oldies, Schlagern oder Jazz-Musik für jeden Geschmack etwas. Zu Großveranstaltungen wie dem Beelitzer Feuerwehr-Cup am 18. Mai oder dem US-Car-Treffen Ende Juni gibt es für die Gäste auch darüber hinaus jede Menge Spannendes zu sehen. Während der Saison kann man sich auf dem Jakobshof auch einen Einblick in die Produktion verschaffen und bei einer Führung sehen, wie der Spargel frisch geliefert, sortiert, für den Verkauf vorbereitet oder weiterverarbeitet wird.

Für die kleinen Besucher dürfte aber vor allem der Streichelzoo mit Pferden, dem Esel Oskar, sowie mit Schweinen, Ziegen und Schafen interessant sein. Zum Abenteuer wird der Besuch auf dem Jakobshof auch durch den großzügigen Spielbereich mit Schaukeln, Klettergerüsten und Trampolin. Zu einzelnen Terminen, die rechtzeitig im Internet veröffentlicht werden, wird den Kindern auch zum Essen Unterhaltung geboten. Das Kaspertheater zum Frühstücksbrunch ist genau das Richtige für Kindergeburtstage oder Familienfeste mit Kindern. Der Jakobs-Hof liegt direkt an der Bundesstraße 2 vor den Toren der Stadt Beelitz. Von hier aus kann man Ausflüge in die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, zur Beelitzer Bockwindmühle an der Trebbiner Straße oder zum Spargelmuseum in Schlunkendorf unternehmen. Im Landladen sollte man sich aber vorher noch unbedingt mit frischen Produkten aus der Region versorgen: Wurstwaren, Dekoartikel, Blumen, frisches Obst und natürlich Spargel stehen zum Verkauf und bieten den Besuchern die Möglichkeit, ein Stück „Urlaub auf den Bauernhof“ mit nach Hause zu nehmen.
 
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Der Josef Jakobs Spargelhof in Schäpe bietet Spargelküche vor historischem Ambiente

Die alte Kastanie im Hof hat wechselvolle Zeiten miterlebt: Von der Landwirtschaft noch zu Urgroßmutters Zeiten über den drohenden Verfall des Anwesens während der Wende bis hin zur Wiederbelebung vor 16 Jahren. Der Baum ist ein Wahrzeichen geworden für den Spargelhof Josef Jakobs. Heute spendet er jenen Schatten, die auf dem Lande ein wenig Entspannung vom täglichen Trubel suchen.

Der romantische Hof am Eingang des kleinen Dörfchens Schäpe verbindet Abgeschiedenheit und Ruhe mit einer perfekten Verkehrsanbindung: Über die Autobahn 9, Abfahrt Beelitz, ist er direkt erreichbar. In Schäpe angekommen kann man dann nicht nur aus dem Auto, sondern auch aus dem Alltagsstress aussteigen. Im Hof, in der Bauernscheune mit Kaminzimmer oder in der Tenne wird Spargel in allen Variationen serviert: Mit Schnitzel, Ei, Lachs und Schinken, als Auflauf, Suppe oder Salat. Dazu werden passende Qualitätsweine kredenzt, die überdies im Hofladen erworben werden können.

Die ganze Saison über spielen an den Wochenenden und an den Feiertagen Musiker direkt im Hof und verleihen der anheimelnden Atmosphäre zwischen den historischen Backsteingebäuden noch einmal eine besondere Note. Für Kinder sorgt der große Spielplatz hinter dem Hof mit Holzeisenbahn, Klettergerüsten, Schaukeln und Seilbahn für Abwechslung. Nicht nur für Kinder lohnt sich eine Ausfahrt mit dem Kremser in die malerischen Wälder und Wiesen hinter dem Dorf. Und wer wissen möchte, wie sein Spargel vom Feld auf den Teller kommt, der kann eine Betriebsführung mitmachen.

Für Gruppen gibt es spezielle Angebote, unter anderem können im Kaminzimmer Seminare veranstaltet werden. Der Spargelhof Josef Jakobs übernimmt auch die Ausrichtung von Feiern - von der Hochzeit über den Geburtstag bis zur Einschulung.

Im Hofladen können sich Besucher mit regionalen Erzeugnissen wie Wurst und Spargel aus eigener Produktion, Obst und Gemüse der jeweiligen Saison, Marmeladen aus Havelland und Fläming, Honig vom Imker oder Kaninchenspezialitäten und Eiern aus Beelitz versorgen. Auch kleine Geschenkartikel und Mitbringsel vom Lande gibt es hier. Nach dem Essen auf dem Spargelhof lohnt sich unbedingt auch ein Spaziergang durch das malerische Schäpe. Die Dorfkirche, 1827 von Karl Friedrich Schinkel geplantund von den damaligen Bürgern errichtet, wird mittlerweile wieder saniert und ist eine der Sehenswürdigkeiten. Auch die alte Dorfschule oder die Schmiede geben Einblicke in die Geschichte des Ortes und werden auf kleinen Infotafeln näher beschrieben. Schäpe und sein Spargelhof wecken die Lust aufs Land - und laden ein, jederzeit zurück zu kommen.
 
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Klaistow : Das Landerlebnis für die ganze Familie

Beelitzer Spargel schlemmen, Erdbeeren und Heidelbeeren selbst pflücken, Berlin-Brandenburgs größte Kürbisausstellung bestaunen und Freilandgänse aus eigener Aufzucht genießen – das Angebot des Spargel- und Erlebnishofs Klaistow ist abwechslungsreich. Der Hof der Familien Buschmann & Winkelmann ist aufgrund seines feldfrischen Gemüses aus eigenem Anbau, seinen Tieren, dem Erlebnisspielplatz, der saisonalen Küche und der zahlreichen Veranstaltungen ein Ausflugsziel zu jeder Jahreszeit.

Der große Spielplatz mit Hüpfkissen und Riesenrutschen, die Streichelwiese mit zahmen Ziegen und der Kletterwald mit Kids- sowie Speedparcours bieten jede Menge Unterhaltung für die ganze Familie. Im Naturwildgehege können die Besucher Rot- und Damwild samt ihrem Nachwuchs beobachten und auf dem Waldlehrpfad auf Entdeckungstour gehen. Im gemütlichen Hofrestaurant mit Kamin und Terrasse oder der rustikalen Scheunenküche stehen saisonale Köstlichkeiten auf der Karte. Holzofenbrot und Blechkuchen gibt es in der Hofbäckerei und hausgemachtes Eis in der Landeisdiele. In Hofladen und Dekoscheune lässt es sich zudem herrlich nach regionalen Spezialitäten und Geschenkideen stöbern.

Feldfrisch auf den Tisch: gastronomisches Spargelangebot


Genießer des königlichen Gemüses kommen in der Spargelsaison in Klaistow jeden Tag auf ihre Kosten. Der feldfrische Beelitzer Spargel wird bis Ende Juni täglich von 7 bis 20 Uhr auf dem Hof angeboten. Und auch an den zahlreichen Verkaufsständen in Berlin und Brandenburg erhalten die Kunden das frisch geerntete Saisongemüse. Schmecken lassen können sich die Gäste den köstlich zubereiteten Beelitzer Spargel im Hofrestaurant, in der Scheunenküche und an vielen Plätzen an der frischen Luft.

Klaistow zum Anfassen!


Die „gläserne Landwirtschaft“ ist Teil der Firmenphilosophie des Spargel- und Erlebnishofs. Getreu diesem Prinzip können die Besucher bei kostenlosen Betriebsführungen an den Wochenenden und feiertags den Weg des Spargels vom Feld auf den Teller verfolgen. Ein Spargelseminar - mit Betriebsführung, selbst Spargel stechen, sortieren, schälen, Tipps vom Chefkoch und mehrgängigem Spargelmenü - ist ab 8 Personen buchbar. Um Natur zu erleben und mehr über die Bewohner des Waldes zu erfahren, werden zudem Waldführungen angeboten.

 

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Bei Syrings wird Tradition großgeschrieben. Neben dem Beelitzer Spargel werden auch Getreide und Obst angebaut

Ein Blumenfeld weist Besuchern den Weg: Wer über die Bundesstraße 246 durch Zauchwitz fährt, folgt gern der bunten Einladung auf den Hof der Familie Syring. Dort, wo sich Besucher unter Sonnenschirmen tummeln und zu Live-Musik tanzen, wo leckere Spargelgerichte serviert werden und historische und moderne Ackermaschinen ausgestellt sind, kann man Landwirtschaft hautnah erleben.

Vor 23 Jahren hatte Familienoberhaupt Karl-Ludwig Syring den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und den Hof der Beelitzer LPG Pflanzenproduktion in einen modernen Agrarbetrieb umgewandelt. Eines der ersten Anbauprodukte war der Beelitzer Spargel gewesen, der gleich reißenden Absatz fand. Heute wird er hier auf 40 Hektar geerntet und während der Saison im Hofrestaurant serviert oder im Landladen sowie an den vielen Ständen unter anderem in Beelitz, Potsdam, Trebbin und Luckenwalde verkauft. Den Spargel kann man auch über das Internet bestellen. Zu den landwirtschaftlichen Erzeugnissen gehören auch Getreide, Heidelbeeren und Sonnenblumen. Mittlerweile führt Thomas Syring den Betrieb in zweiter Generation.

Dass Landwirtschaft auf dem Spargelhof Syring nicht nur Lebensunterhalt, sondern auch ein Stück weit Lebensphilosophie bedeutet, kann man bei einer Führung über den Hof und durch die Hallen erfahren - denn getreu dem Prinzip der "gläsernen Produktion" lässt sich der Weg der Erzeugnisse bis auf die Teller nachvollziehen. Für Kinder dürften Streichelzoo und Spielplatz interessant sein. Während der Saison gibt es jedes Wochenende Veranstaltungen auf dem Hof mit Musik und Unterhaltung. Die Tradition wird hier auch in anderer Hinsicht gepflegt: Eine kleines Getreidefeld wird jedes Jahr im Hochsommer von Mitgliedern des Bauernmuseums Blankensee in alter Tracht per Hand abgeerntet.

Der Name Syring steht übrigens auch für Kürbisse (siehe links) und erstklassige Küche: Tochter Juliane betreibt im Zauchwitzer Nachbarort Stücken den Fliederhof Syring (Dorfstr. 21) mit drei romantischen Appartements und frischen Kochideen.
 
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Der Spargelhof Elsholz verfügt über eine direkte Bahnanbindung. Auch sonst gibt es hier manch Besonderes

Wer über kein Auto verfügt, um schnell mal aufs Land zu fahren, für den ist der Spargelhof Elsholz die richtige Adresse: Rein in die Regionalbahn der ODEG von Wannsee Richtung Jüterbog, ausgestiegen am Haltepunkt Elsholz - und schon ist man vor Ort. Der Hof der Familien Hentschel und Stamnitz ist der einzige in der Region mit direkter Zuganbindung.

Vor über zehn Jahren ist der kleine Familienbetrieb eröffnet worden, die Tradition reicht aber wesentlich weiter zurück: über insgesamt drei Generationen bis in die 1930er Jahre. Es ist vor allem eine Erkenntnis, die man hier von den Vorfahren übernommen hat: Der Spargel muss frisch sein, um seinen vollen Geschmack und seine wertvollen Inhaltsstoffe zu behalten. Eine zügige Lieferung ist daher das A und O. Beim Spargelhof Elsholz kann man ihn entweder sselbst stechen, im Hofladen kaufen - oder über das Internet bestellen. Man muss sich nur auf spargelhof-elsholz.de anmelden und schon kann die virtuelle Einkaufstour beginnen. Zum Angebot gehören neben weißem und grünem Spargel verschiedener Handelsklassen auch Schwarzwurzeln. Das auch als „Winterspargel“ bezeichnete Gemüse hat eine lange Geschichte als Heilpflanze und wird im September geerntet.

Wer das Besondere sucht, findet es im Online-Shop mit dem Elsholzer Spargelgeist. Der Hochprozentige wird in Handarbeit gebrannt und eignet sich nicht nur zum Anstoßen, sondern auch zum Verfeinern von Speisen. Darüber hinaus kann man vom Spargelhof Elsholz auch Brotaufstriche in den Kombinationen Erdbeer-Spargel oder Ananas-Spargel sowie Erdbeere pur bestellen. Die Bezahlung läuft einfach per Vorab-Überweisung oder dem sicheren Online-Bezahlsys-tem PayPal.

Vor Ort erleben kann man den Spargelhof Elsholz beim jährlichen Hoffest, bei der Selbsternte oder beim Spargelseminar (siehe unten). Wer sich dort zum Spargelsachverständigen ausbilden lässt und Lust auf mehr bekommt, kann dann auch noch Spargelpflanzen kaufen und sie im eigenen Garten kultivieren, so wie es in Beelitz Jahrhunderte alter Brauch ist. Das Zubehör wie Messer und Spargelfolie ist ebenfalls erhältlich.

Der Spargelhof Elsholz beliefert Haushalte, Händler und Restaurants in der Region Berlin-Brandenburg. Durch seine hohen Ansprüche hat er diverse Qualitätsmarken erworben, unter anderem das Siegel „Aus kontrolliertem Anbau“ des Verbandes Pro Agro und den blauen Pfeil der Qualität und Sicherheit GmbH, welche Produkte „vom Landwirt bis zur Ladentheke“ prüft - unter anderem den Spargel von insgesamt 500 Erzeugern vor allem aus Deutschland.

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Der Spargel von Gerald Simianer genießt ein hohes Renommee. Die Qualität liegt mitunter am guten Boden

Eine seiner ersten Fahrten nach Busendorf unternahm Gerald Simianer mit dem Trecker: Über sechshundert Kilometer reiste er vom elterlichen Hof im badischen Hambrücken quer durch das frisch wiedervereinte Deutschland. Fahrzeit: 24 Stunden. „Es war wirklich eine Pionierzeit“, erinnert sich der Landwirt heute. Aber irgendwie musste ja wenigstens die Grundausstattung auf den gerade erst gegründeten Betrieb bei Beelitz gebracht werden.

Heute erstreckt sich Simianers Hof auf rund 300 Hektar Nutzfläche, auf 90 davon wächst grüner und weißer Spargel. Er findet auf Märkten überall in der Region reißenden Absatz (siehe Kasten). Im Spargelstübchen werden Gäste bewirtet, im Hofladen können sie sich mit Spargel, Obst, Marmeladen oder Honig versorgen. Innerhalb von gut zwei Jahrzehnten ist hier eine kleine Erfolgsgeschichte geschrieben worden. Gerade in den ersten Jahren musste man noch viel improvisieren: Statt in Häusern übernachtete man in Containern, der Spargel wurde in einer Garage sortiert - ansonsten spielte sich das Leben eben draußen ab. Noch aufwendiger wurde es, als 1992 die erste Getreideernte anstand: „Da mussten wir mit dem Mähdrescher hier her. Das dauerte dann 36 Stunden.“

Seit drei Generationen arbeiten die Simianers hauptberuflich in der Landwirtschaft, der Betrieb „Hugo Simianer & Söhne“ in Hambrücken hat in den 1970ern mit dem Gemüseanbau einen Aufschwung erfahren. Gerald Simianer ist einer der Söhne - und nach seinem Studium der Agrarwissenschaften zog es ihn in die Ferne. In Ostdeutschland gab es die Flächen, die er brauchte, um seinen Spargel zu kultivieren und weiter zu entwickeln. Dass das Beelitzer Anbaugebiet schon damals eine lange Tradition hatte, erfuhr der Landwirt erst später. Mit seinem Betrieb wurde er Mitglied im Spargelverein und hatte damit am Boom des weißen Goldes in den letzten Jahren seinen Anteil.

Der Beelitzer Teil des Familienbetriebes ist mittlerweile größer als der Stammsitz in Baden-Württemberg. Vor allem in der Spargelsaison ist das auch zu spüren: Während in den Hallen das frisch geerntete Stangengemüse gewaschen und sortiert wird, lassen sich die Gäste im Hofrestaurant mit typisch Beelitzer Gerichten wie dem Spargel mit Schnitzel oder auch mit Köstlichkeiten aus Simianers Heimat wie dem Kräuterpfannküchle mit Spargel und gekochtem Schinken verwöhnen. Darüber hinaus stehen Spargel mit Räucherlachs, Zander oder Rührei auf der Karte. Die Kartoffeln, die in den meisten Fällen dazu gereicht werden, stammen aus der Region. Rund 130 Plätze gibt es im Innen– und Außenbereich, doch selbst die reichen manchmal nicht mehr aus. Wer unter der Woche kommt, schlemmt auf jeden Fall entspannter.

Auf den Hof am Rande von Busendorf zieht es vor allem jene, die bereits auf den Märkten in Berlin und Potsdam Simianers Spargel gekauft haben. Der hat dort ein besonders hohes Renommee, was in erster Linie an der Qualität liegt. Dafür steht auch das Gütesiegel von pro Agro, das regelmäßig verleihen wird. Die Qualität begründet Simianer mit dem guten Beelitzer Boden, den erlesenen Sorten und den integrierten Anbaumethoden. Die Nachfrage geht dann sogar soweit, dass schon im März Händlerkollegen anrufen und fragen, wann denn endlich wieder die Stände aus Beelitz auf diesem oder jenen Platz aufgebaut werden. Denn die ziehen jede Menge Kundschaft.

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Der Spargelhof am Storchennest produziert das Beelitzer Edelgemüse im Herzen des Naturparks

Wo die Natur sich frei entfalten kann, wo dichte Wälder einen klaren See säumen und der Storch im Frühjahr durch die Wiesen watet, baut die Riebener Familie Heinrich ihren Beelitzer Spargel an. Adebar ist hier zum Markenzeichen geworden: Wenn er nach dem Winter in das kleine Dorf zurückkehrt, schaut meist schon das erste Edelgemüse aus der Erde. Und während der Storch sein Nest auf dem Schornstein bezieht, beginnt auf dem Spargelhof nebenan die Saison.

Es waren Gäste aus der Großstadt, die dem „Spargelhof am Storchennest“ seinen pragmatischen aber treffenden Namen verliehen haben. Kurz nach der Wende hat der Gartenbauingenieur Harald Heinrich den elterlichen Hof übernommen und das Land, das die Familie aus den Händen der ehemaligen LPG zurückbekommen hatte, wieder bearbeitet. Viele Jahre sind seitdem vergangen - Jahre, in denen der Beelitzer Spargel wieder bekannter wurde und die Anbaumethoden optimiert werden konnten. Die Ernte indes ist auch hier in Rieben noch wie zu Urgroßvaters Zeiten reine Handarbeit und deshalb von einer Familie allein nicht zu bewältigen. Unterstützung erhalten die Heinrichs von polnischen Saisonarbeitern - zumeist selbst Landwirte -, von denen die meisten schon fast zur Familie gehören.

Die Verpflegung während des Ernteeinsatzes erfolgt an einem gemeinsamen Tisch, gezahlt werden Tagessätze statt Akkordprämien - und bei der Arbeit geht der Chef mit gutem Beispiel voran. Er ist morgens der erste und abends der letzte, der mit Spargelmesser und Kelle in den Reihen unterwegs ist. Immer zu Himmelfahrt, wenn die Saison zur Hälfte rum ist, wird gemeinsam das Bergfest gefeiert.

Wer den Beelitzer Spargel aus Rieben probieren möchte, kann den ganzen Tag über im Hofladen vorbeischauen - und dabei auch noch nachsehen, ob die Störche bereits gebrütet haben. Vor Ort kosten kann man das Edelgemüse in urigem Ambiente im Landgasthof Rieben mitten im Dorf. Von hier aus lohnt sich auch ein Ausflug zum Riebener See oder durch den Naturpark Nuthe-Nieplitz mit seiner artenreichen Flora und Fauna. Rieben ist über die Landesstraße 73 von Michendorf nach Luckenwalde erreichbar.
 
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Spargelhof Jürgen Falkenthal

Inmitten des kleinen Dorfes Schlunkendorf,

im Süden der Hauptstädte Berlin und Potsdam, empfangen wir Sie auf unserem Spargelhof fernab von Straßen, Stadt und Alltag.

Hier bauen wir unseren Spargel in bäuerlicher Wirtschaft noch auf kleiner Fläche an. „Klein aber fein“ ist unsere Philosophie. Genießen Sie bei uns die kurze Zeit des feinen Beelitzer Spargels in vollen Zügen. Verbinden Sie den Einkauf von feldfrischem Spargel mit einem Ausflug in die reizvolle Natur Brandenburgs entlang dem benachbarten Reiterhof.

Auf unserem Hof können Sie in geselliger Runde die schönste Zeit des Jahres genießen. Hier servieren wir Ihnen an Wochenenden gerne selbsgebackenen Blechkuchen und frischen Kaffee. Der idyllische Außenbereich lädt zu entspannter Geselligkeit ein. In der Scheune können Sie es sich an kühleren Tagen am Kaminfeuer gemütlich machen.

Auch kleinere Gruppen sind uns in Absprache herzlich willkommen. Gern zeigen wir Ihnen dann auch im Rahmen einer kleinen Führung den Betrieb und erzählen Wissenswertes über den Beelitzer Spargel und die Ernte.

In unserem Hofladen verkaufen wir ausschließlich unseren eigenen weißen Spargel, den wir selbst auf 3 Hektar in Schlunkendorf anbauen. Befreundete Landwirte beliefern uns zudem mit frischem Obst der Saison oder kleinen Besonderheiten für unseren Verkauf. ......
 

Jürgen Falkenthal


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Wie der Spargel nach Beelitz kam

1861 wagte der Beelitzer Ackerbürger Carl Herrmann ein Experiment: Er baute ein Gemüse an, das kaum jemand kannte — das aber bald jeder wollte

Als der Beelitzer Glasermeister Carl Friedrich Wilhelm Herrmann 1861 das erste Mal Spargel anbaute, war es ein wagemutiges Experiment: Das Edelgemüse kannte man - wenn überhaupt - nur von den Tafeln höherer Gesellschaften. Wie würden die einfachen Leute den Spargel aufnehmen, den er da auf seinem Acker im Norden der Stadt anbaute? Würde er ihnen schmecken? Carl Herrmann hatte offenbar den richtigen Riecher, denn sein Gemüse fand reißenden Absatz. 1870 wurde in Beelitz der erste Spargel auf dem Markt der Stadt verkauft und damit weithin bekannt. Viele Beelitzer Bauern waren Herrmanns Beispiel gefolgt, sodass bereits kurz nach der Jahrhundertwende 250 Hektar in und um Beelitz mit Spargel bepflanzt waren. Zur Erntezeit kamen jeden Abend Lastwagen der Berliner Zentralmarkthalle und holten das Gemüse ab. 1927 wurde der Spargel dann schon auf 450 Hektar angebaut. Das waren seinerzeit immerhin sechs Prozent der Gesamtanbaufläche in Deutschland. Schon damals wurden Erntehelfer von außerhalb in die Stadt geholt, um das Gemüse zu stechen. Für sie wurde 1934 das erste Spargelfest veranstaltet - mit einer Spargelpyramide, die zu diesem Anlass auf Reisen ging. In der Zeit bis 1945 wurde der Anbau von den Behörden eingeschränkt, weil Spargel als nicht kalorienreich genug angesehen wurde. Viele Anpflanzungen verkümmerten. In der frühen DDR gab es eine kurze Renaissance, dann aber wurde der Anbau durch die Kollektivwirtschaft zurückgedrängt. Man baute ihn fast nur noch privat an - wodurch er umso wertvoller wurde. Vor allem in Berlin wurde das „weiße Gold“ als inoffizielle Währung akzeptiert und konnte gegen andere knappe Güter wie Fahrzeugteile, Unterhaltungstechnik oder Bekleidung eingetauscht werden. Nach der Wende zog es Spargelbauern aus den alten Bundesländern nach Beelitz. Zusammen mit den ansässigen Landwirten belebten sie die Tradition neu und rekultivierten mit unternehmerischem Geschick und Mut die Flächen. 1991 wurde wieder ein Markt in Beelitz abgehalten, 1993 folgte der erste Auftritt auf der Grünen Woche. Die Berliner strömten wieder in Scharen aufs Land: Selbst nach 40 Jahren deutscher Teilung hatten sie den Geschmack des Beelitzer Spargels nicht vergessen. Die Stadt würdigt ihren Spargelpionier Carl Herrmann heute mit einem Denkmal an der Ecke Berliner / Clara-Zetkin-Straße -eine Referenz an seinen unternehmerischen Spürsinn.

 

Denkmal Carl Herrmann


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