22.08.2014 / Beelitz
 

Außenminister im Innendienst

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat am Donnerstagabend erneut die Spargelstadt Beelitz besucht. Nachdem er bereits Anfang der Woche durch die Ortsteile geradelt war, stand nun ein Rundgang durch die Innenstadt auf dem Programm. Mit dabei war Landessozialminister Günter Baaske (SPD). Erster Anlaufpunkt war die neugebaute Kita Am Park, danach ging es weiter in Richtung Altstadt. Der Minister nahm sich unterwegs viel Zeit für Gespräche mit Bürgern und Unternehmern, war sichtlich gutgelaunt und ließ sich von Bürgermeister Bernhard Knuth eine Einführung in Sachen Stadtgeschichte und Stadtentwicklung geben.

In der Kita am Beelitzer Liebknechtpark gaben die Kleinsten ein Konzert für den prominenten Besuch, danach gab es einen Rundgang durch das im vergangenen Herbst eröffnete Kita-Gebäude mit Krippen- und Kitabereich. Leiterin Marianne Schumach erläuterte die pädagogische Ausrichtung und erklärte, dass die Kinder hier bereits in jungen Jahren mit der englischen Sprache in Kontakt kommen und einzelne Vokabeln verinnerlichen. Das moderne Gebäude und die hervorragende Ausstattung haben Steinmeier beindruckt: „Es ist eine tolle Einrichtung mit engagierten Erzieherinnen und Erziehern! Ein Ort, um glücklich aufzuwachsen“, erklärte er im Nachgang der Visite.

Nächste Anlaufstelle war die Beelitzer Hauptkreuzung, die sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt hat: Nachdem der Lustgarten mit dem früheren Blumenpavillon saniert wurde, erfuhr auch das ehemalige Hotel Wehner eine Erneuerungskur und wurde im vergangenen Winter als neues Domizil für eine Physiotherapie und den Beelitzer Pflegedienst Harmony neu eröffnet. An der dritten Ecke ist das Haus in der Berliner Straße 19 mittlerweile fast fertig, hier soll ein Fahrradladen einziehen. Der Kreuzungsbereich ist indes in den Sommerferien durch den Landesbetrieb Straßenwesen erneuert worden und wird an diesem Wochenende wieder freigegeben. Im Genusseck am Lustgarten kam man mit Landwirt und Cafébetreiber Thomas Syring ins Gespräch, Thema war unter anderem die enge Verbindung der Spargelstadt nach Polen. Bei Syring ist diese auch privater Natur: Er hat eine Polin geheiratet.

Der weitere Weg führte durch die Altstadt, vorbei an der Stadtpfarrkirche mit der zurzeit offenen Grabungsstelle, an der die Archäologen ein mittelalterliches Feldsteinfundament freigelegt haben. In der Alten Posthalterei besichtigte Steinmeier die derzeit laufende Ausstellung zur Beelitzer Postgeschichte und ließ sich vom Bürgermeister und von Ortsvorsteherin Karin Höpfner einen Einblick in die Geschichte von Beelitz als Station an der Postkutschenstrecke Berlin-Leipzig geben. Am Ende der Poststraße besuchte der Außenminister dann die historische Schusterwerkstatt. Die Stadt hat das Gebäude vor einigen Jahren saniert und mit dem ehemaligen Berliner Schuhmachermeister Eberhard Chabrowski jemanden gefunden, der das Traditionshandwerk in der Spargelstadt aufrecht hält. Chabrowski hatte jahrelang einen Laden auf dem Berliner Ku’Damm und hier unter anderem Persönlichkeiten wie Karell Gott oder Brigitte Mira zu seinen Kunden gezählt. Vor wenigen Jahren ist er nach Schäpe gezogen und wollte sich dort eigentlich zur Ruhe setzen.

Zum Abschluss stand noch ein Abstecher auf den Hof der Alten Brauerei in der Mühlenstraße auf dem Programm: Der Hof und ein Teil der Gebäude stammen in Teilen aus dem 16. Jahrhundert. Inhaber Peter Wardin betreibt hier während der Sommermonate ein gefragtes Restaurant.

Nach dem zweieinhalbstündigen Rundgang hatte der Außenminister ein beachtliches Wegepensum zurückgelegt und viele Eindrücke gewonnen. Sein Resümee: „Die beiden Besuche in Beelitz auf meiner dreitägigen Wahlkreistour haben mir wieder gezeigt, dass sich die Stadt in den letzten Jahren toll entwickelt hat: Alte Bausubstanz blieb erhalten und wurde und wird wieder in instandgesetzt, Neues ist dazugekommen. Das Tor zur Altstadt bekommt gerade ein neues Gesicht. Geschäfte und Handwerk sind breit gefächert vorhanden. Und neue Kitas und das Schulangebot machen die Stadt Beelitz gerade für junge Familien attraktiv. Meinen Dank für die Gastfreundschaft und bis zum nächsten Mal!“

Für die Stadt Beelitz waren die Besuche indes eine kleine Auszeichnung: „Dass sich der Außenminister trotz seiner zahlreichen anderen Aufgaben vor allem in diesen Tage so viel Zeit für uns nimmt, macht mich sehr stolz“, so Bürgermeister Bernhard Knuth. „Ich habe den Eindruck, dass er sich in Beelitz sehr wohl fühlte und unsere Stadt auch ein bisschen lieb gewonnen hat.“

 
Text - Bilddatei  - Thomas Lähns Pressesprecher Stadt Beelitz

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